20 Jahre Haft: Schwerstes Urteil in Islands Justizgeschichte Skip to content

20 Jahre Haft: Schwerstes Urteil in Islands Justizgeschichte

Im Fall Rauðagerðismál ist Angjelin Sterkaj wegen Mordes an Armandi Beqirai zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Drei Komplizen wurden zu je 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Damit hob der Oberste Gerichtshof den Freispruch des Bezirksgerichtes auf.
Angjelin wurde auch zur Zahlung von 31 Mio ISK Schmerzensgeld an die Ehefrau des Ermordeten, sowie drei Mio ISK an jedes seiner Kinder und sieben Mio ISK wegen Verdienstausfalls. Armands Eltern erhalten drei Mio ISK Schmerzensgeld.

Zuvor war Angjelin vom Reykjavíker Bezirksgericht zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt werden, nachdem ihm nachgewiesen werden konnte, dass er seinen Landsmann Armando Beqirai am 13. Februar 2021 vor dessen Haus im Rauðagerði mit neun Schüssen getötet hatte. Die mutmasslichen Komplizen, Claudia Sofia Coelho Carvalho, Murat Selivrada og Shpetim Qerimi, wurden vom Bezirkgsgericht freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft ging nach dem Urteil in Berufung, verlangte eine Haftverlängerung für den Haupttäter auf 18 bis 20 Jahre, sowie eine Haftstrafe für die freigesprochenen Komplizen. Die Anwälte der Komplizen nannten das neue Urteil des Obersten Gerichtshofs enttäuschend und kündigten an, wegen der Kehrtwende von Freispruch zu langer Haftstrafe in Berufung gehen zu wollen.

Die Ermittlungen im Rauðagerðisfall gehören zu den umfangreichsten der jüngeren Zeit und das Urteil als eins der schwersten in der isländischen Justizgeschichte. Rund um den Fall hatte es mehr als ein Dutzend Festnahmen gegeben, zeitweise hatten sich neun Personen in Untersuchungshaft befunden. Gleich zu Beginn schon war der Verdacht aufgekommen, dass es sich bei dem Fall um eine Racheaktion aus der Unterwelt handlen könnte.

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