Isländische Handballerinnen für EM 2024 qualifiziert

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Die isländische Handballnationalmannschaft der Damen konnte sich heute im Spiel gegen die Färöerinseln für die Europameisterschaft qualifizieren.
Damit haben sich die isländischen Handballerinnen zum dritten Mal nach 2010 und 2012 eine Fahrkarte zur EM gesichert.

Im spannenden Spiel konnte die Spielerinnen von den Färöerinseln in den letzten Minuten noch einmal stark aufholen, doch am Ende siegte Island mit 24:20 Punkten. Die Isländerin Elín Klara Þorkelsdóttir erzielte allein 10 Tore.
Die Europameisterschaft findet von November bis Dezember in Österreich, Ungarn und der Schweiz statt.

Handball-EM: Island verliert knapp gegen Deutschland

Die isländische Handballnationalmannschaft der Herren hat gestern in der EM-Hauptrunde gegen Deutschland verloren. Damit hat das Team keine Chance mehr auf die Endrunde oder eine EM-Medaille. Sie könnte sich aber immer noch einen Platz für die olympischen Qualifikationsspiele im März sichern. Dafür müssten sie mindestens zwei ihrer drei letzten Spiele gewinnen, berichtet das Morgunblaðið.

Das Spiel gestern abend hatte in der Lanxess Arena in Köln stattgefunden, wo die Deutschen gleich den doppelten Heimvorteil genossen. In der Halbzeit führten sie mit einem Tor, und zehn Minuten vor Spielende konnte dann Island die Führung übernehmen. Am Ende gelang jedoch Deutschland das entscheidende Tor.

Alfreð lobt seine Landsleute
Der isländische Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Alfreð Gíslason, lobte ausdrücklich die Leistung des isländischen Teams bei dieser Europameisterschaft. Es sei für ihn sehr schwer gewesen, auf den Spielbeginn zu warten, und ausgesprochen merkwürdig, mit beiden Mannschaften zu fiebern. Alfreð bezeichnete das Spiel als hervorragend auf beiden Seiten. Die Isländer hätten ihr bislang bestes Spiel abgeliefert, sie seien taktisch sehr gut aufgestellt gewesen. Am Ende sei der Sieg an Kleinigkeiten gescheitert, und eigentlich hätten sie den Sieg auh verdient gehabt. Er sei stolz auf seine Landsleute gewesen, und hätte doch beide Mannschaften unterstützt.

Das einzig Negative für ihn an dem Abend sei der gescheiterte Versuch gewesen, die isländische Nationalhymne zu spielen. Vom Europäischen Handballverband verlautete, das Abspielgerät sei hängengeblieben.
Am Tag nach dem Spiel kommen aus dem isländischen Lager Stimmen, die das Siegestor der Deutschen als regelwidrig bezeichnen, die beiden deutschen Spieler hätten kurz vor Schluss Ballfehler vor der Nase der beiden Schiedsrichter begangen, ohne dass diese geahndet worden seien.

Drei spannende Spiele
Am Samstag tritt Island gegen Frankreich an, am Montag gegen Kroatien und am Mittwoch gegen Österreich. Für einen Qualifikationsplatz für Olympia benötigen sie zwei Siege und mehr Punkte als Österreich, Portugal, Slowenien oder die Niederlande.
Gestern Abend wurde auch ein isländischer Rekord gebrochen, als der französische Spieler Nikola Karabatic sein 289. Tor in seiner EM Karriere schoss. Vor ihm hatte der isländische Handballer Guðjón Valur Sigurðsson 288 EM-Tore während seiner langen und erfolgreichen Karriere erzielt.

Handball: Fuchs Jarl sagt Spielausgang vorraus

Nachdem die isländischer Herrennationalmannschaft es in die Handball-EM geschafft hat und sich dort wacker schlägt, überlässt man auf der Insel nichts mehr dem Zufall und hat Jarl, einen arktischen Fuchs aus dem Reykjavíker Tiergarten, mit der Vorraussage um den Ausgang der Spiele beauftragt. Jarl scheint nämlich was vom Sport zu verstehen.

Vor jedem Spiel bekommt der Fuchs zwei Schalen, die mit ‘Island’ und dem Namen der gegnerischen Mannschaft markiert sind, beide Schalen enthalten genau das gleiche Futter und die gleiche Menge. Die letzten Male hat Jarl richtig gelegen, und heute, als er zum Ausgang des morgigen Spiels gegen Serbien befragt wurde, verschmähte er beide Schalen – Hinweis auf ein Unentschieden?

Jarl ist neun Jahre alt und wurde in Viðfjarðarnes im Osten geboren. Als verwaister Welpe wurde er in Mjóeyri im Eskifjörður aufgezogen und kam dann in den Reykjavíker Zoo, wo gleich auffiel, dass er Sahne, Leberwurst und Eier über alles liebt. Sein Gehege teilt er mit den Füchsen Ylfa und Ynja, sein erster Freund in Welpentagen war ein riesengrosser Labrador namens Stella.
Die nächste Weissagung von Jarl gibt es morgen für das Spiel Island gegen Ungarn.

Glódís Perla unter den zehn besten Fussballern in Europa

Glódís Perla Viggósdóttir

Die Isländerin Glódís Perla Viggósdóttir ist vom Fussballermagazin goal.com zur zehntbesten Fussballerin Europas gewählt worden. In dem Ranking wird sie als “absoluter Fels” und “integraler Bestandteil” als Verteidigerin ihrer Mannschaft, Bayern München, bezeichnet, die in der Saison 2022-23 nur sieben Tore einstreichen musste, berichtet RÚV.

In den frühen Jahren ihrer Karriere hatte die heute 27-Jährige im Jugendfussball in Dänemark gespielt. Ihr erster Erwachsenenclub war der isländische Verein HK/Víkingur. Nationalspielerin wurde sie vor gut zehn Jahren, im Jahr 2012, und hat seitdem mehr als 100 Länderspiele für Island absolviert.
Glódís war vor ihrer Teamverpflichtung bei Bayern München im Juli 2021 als Profifussballerin in Dänemark und Schweden tätig gewesen. Bei den Bayern ist sie nicht die einzige Isländern, auch die Stürmerin Karólína Lea Vilhjálmsdóttir und Torhüterin Cecilia Rán Rúnarsdóttir spielen für den Club.

Ebenfalls erfolgreich im europäischen Frauenfussball waren in den vergangenen Jahren die 21-jährige Stürmerin Sveindís Jane Jónsdóttir, die derzeit für den VFL Wolfsburg spielt, und Europachampion Sara Björk Gunarsdóttir, eine Mittelfeldspielerin bei Fussballdclub Juventus.

 

Neuer Glíma-König trotz Verletzung: Einar Eyþórsson

Newly belted Glíma King Einar Eyþórsson and Reigning Glíma Queen Kristín Embla Guðjónsdóttir.

Einar Eyþórsson ist der neue isländische Glíma-König. Er setzte sich am vergangenen Wochenende trotz eines verletzten Fusses gegen seine Gegner durch. Islands Glíma-Königin Kristín Embla Guðjónsdóttir konnte ihren Titel verteidigen.
Der 112. Glíma-Wettbewerb hatte am 15. April in Akureyri stattgefunden, wo die Ringer um den Grettir-Gürtel und die Freyja-Kette kämpften. Ausserdem gab es den Titel Glíma-König bzw Glíma-Königin. Schon vor dem Kampf war klar, dass es einen neuen König geben würde, denn keiner der männlichen Teilnehmer hatte zuvor den Gürtel errungen.

Islands amtierende Glíma-Königin Kristín Embla Guðjónsdóttir konnte ihren Titel erfolgreich verteidigen, und zwar zum dritten Mal in Folge. Im Finale rang sie gegen ihre Schwester, Elín Eik Guðjónsdóttir, die zum ersten Mal beim nationalen Wettbewerb antrat.

Im Finale um den Grettir-Gürtel kämpfte Einar Eyþórsson gegen Hákon Gunnarsson. Nach Beendigung der Wettkampfzeit war Gleichstand und es ging in der Verlängerung weiter bis zu einem Ergebnis. Doch vor dem Finale hatte Einar sich am Fuss verletzt, offenbar hatte sich ein Knorpelstück zwischen den Fussknochen gelöst. Während der Verlängerung wurden die Schmerzen stärker. Einar konnte den Sieg für sich entscheiden, musste danach aber sofort in die Klinik gebracht werden.
Der Grettir-Gürtel war Einars Traum seit Kindertagen. Immerhin ist er der Sohn des Doppelkönigs Eyþór Pétursson (1983 und 1987) und jüngerer Bruder des neunfachen Glíma-Königs Pétur Eyþórsson (2004 bis 2014).

Subway schenkt WM-Werbeplatz an Wohltätgkeitsorganisationen

Gylfi Sigurðsson football Icelandic national team

Stjarnan ehf., der Patentinhaber von Subway á Íslandi, hat entschieden, seine WM-Werbeanteile zurückzuziehen, die das Unternehmen bei der staatlichen Sendeanstalt RÚV für die Fussballweltmeisterschaft in Katar erworben hatte. Stattdessen soll der Gegenwert an wohltätige Zwecke geschenkt werden, berichtet Vísir.
In einer Mitteilung an die Medien schrieb Unternehmensleiter Skúli Gunnar Sigfússon, sein Unternehmen habe den Fehler begangen, im Zusammenhang mit der Veranstaltung werben zu wollen, und entschuldige sich dafür.

Subway hatte Anzeigenplatz im Wert von 1,5 Mio ISK gekauft. Diese Summe soll nun den beiden Wohltätigkeitsorganisationen Geðhjálp und Píeta Samtök gespendet werden, die sich beide für Menschenrechte einsetzten. Geðhjálp unterstützt Menschen mit geistigen und seelischen Handicaps, Píeta ist eine Organisation zur Unterstützung der Hinterbliebenen von Selbstmordopfern.
Zu Monatsbeginn war vom Anzeigenleiter bei RÚV verlautet, er habe nicht bemerkt dass es besonders schwierig sei, Anzeigenkunden im Zusammenhang mit der WM zu finden. RÚV verfügt über die Senderechte zu allen Austragungen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der norwegische Elektronikriese Elkjøp seinen Werbeplatz an die Menschenrechtsorganisation Amnesty International abgegeben. Die Tochtergesellschaft ELKO á Íslandi hat diesbezüglich bislang noch keine Entscheidung getroffen.
In Island sind damit noch vier Unternehmen mit Werbeplatz bei den WM-Übertragungen vertreten: Netgíró, ELKO, Lottó/Getraunir und KIA.

Fünf Wintersportler und keine Delegation für Olympia in Peking

Aus Island wird keine offizielle Delegation zu den olympischen Winterspielen nach Peking reisen, die morgen beginnen und bis zum 20. Februar dauern.
Auf Anfrage von Vísir hiess es beim isländischen Aussenministerium, die Entscheidung sei unter anderem getroffen worden weil “es früh klar gewesen ist, dass eine solche Reise hohe Kosten und Umstände wegen der strengen Seuchenschutzmassnahmen in China mit sich bringt.”
Stattdessen wird der isländische Botschafter in China, Þórir Ibsen, die Eröffnungszeremonie der Winterspiele und der Paralympics besuchen.

Zuvor hatten einige Staaten angekündigt, wegen der Lage der Menschenrechte in China keine Repräsentanten zu den Spielen zu schicken. So verlautete etwa von der US-Regierung im Dezember, dass sie keine Delegation schicken würde. Ähnliches war von Regierungen in Australien, Grossbritannien und Kanada angekündigt worden.

Für Island gehen in Peking fünf Sportler an den Start, zwei Frauen und drei Männer:
Hólmfríður Dóra Friðgeirsdóttir, Alpinski der Damen,
Kristrún Guðnadóttir, Langlauf der Damen
Sturla Snær Snorrason, Alpinski der Herren
Snorri Einarsson, Langlauf der Herren
Ísak Stianson Pedersen, Langlauf der Herren

 

COVID stört auf dem Weg zum EM-Sieg: fünf Handballer infiziert

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Fünf Spieler der isländischen Handballnationalmannschaft der Herren können am Spiel um die Europäische Meisterschaft heute Abend nicht teilnehmen, weil sie positiv auf COVID-19 getestet wurden. Das ist ein schwerer Schlag für das Team, nachdem es in der Vorrunde in seiner Gruppe den Spitzenplatz eingenommen hatte. Einer der beiden isländischen Schiedrichter ist ebenfalls infiziert.
Islands Handballteam sollte heute Abend sein erstes Match in der Hauptrunde gegen Dänemark spielen. In der Vorrunde hatte die Mannschaft alle drei Spiele gewonnen, das letzte Spiel konnte sie am vergangenen Dienstag in Budapest gegen Ungarn mit 31:30 für sich entscheiden.
Gestern Abend hatte der isländische Handballverband mitgeteilt, dass drei Spieler positiv getestet worden seien: Björgvin Páll Gústavsson, Elvar Örn Jónsson und Ólafur Andrés Guðmundsson. Heute morgen folgte dann die Nachricht, dass die beiden Spieler Aron Pálmarsson und Bjarki Már Elísson ebenfalls positiv auf COVID-19 getestet worden seien, ausserdem der isländische Schiedrichter im Spiel, Anton Gylfi Pálsson.
Die Spieler zeigen kaum oder keine Symptome, hiess es.
Islands Staatspräsident Guðni Th. Jóhannesson ist derzeit auf dem Weg nach Ungarn, um das Spiel gegen Dänemark vor Ort mitzuverfolgen und am 22. Januar beim Spiel gegen Frankreich mitzufiebern.

update 16.30 Uhr
Am Nachmittag berichtete RÚV, dass auch Spielführer Gísli Þorgeir Kristjánsson mit COVID-19 infiziert ist und ausfällt.

 

Glíma: isländisches Ringen soll UNSECO-Status erhalten

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Der isländische Ringersport glíma könnte bald auf der UNESCO-Liste für immaterielles Kulturerbe stehen, berichtet RÚV. Bei der glíma ergreifen die Sportler ihren Gegner an der Hüfte und versuchen ihn zu Boden zu werfen.
Glíma kam mit norwegischen Siedlern nach Island. Ursprünglich warf man sich an den Hosen zu Boden, doch im Jahr 1905 wurde ein spezieller Hüftgurt entwickelt, der dem Sportler einen besseren Griff ermöglichte. Der Sport ist bekannt dafür, dass Technik mehr gilt als Kraft, und bei den olympischen Sommerspielen im Jahr 1912 hatte es eine öffentliche Vorstellung der glíma gegeben.

Guðmundur Stefán Gunnarsson ist glíma-Trainer in Njarðvík. Er arbeitet daran, den Sport auf die UNESCO-Liste für immaterielles Kulturerbe zu bringen. Einen ersten Meilenstein hat er kürzlich erreicht, als der Sport zum isländischen Kulturerbe ernannt und registriert wurde.
Guðmundur Stefán zufolge ist die Arenenatmosphäre bei der glíma sehr positiv, und die Wettkämpfe durch gegenseitigen Respekt der Athleten gekennzeichnet. Heiðrún Fjóla Pálsdóttir, eine glíma-Kämpferin die schon viele Preise gewonnen hat und ebenfalls unterrichtet, ist dergleichen Ansicht. “Da ist so eine unglaublich gute Moral in der isländischen glíma. Alle sind Freunde, und haben immer soviel Spass zusammen.”

 

Sechs Fussballnationalspieler der sexuellen Gewalt beschuldigt

Sechs Mitglieder der isländischen Fussballnationalmannschaft der Herren sind der sexuellen Gewalt beschuldigt worden. Beim Vorstand des isländischen Fussballverbands war Quellen des Morgunblaðið zufolge eine vertrauliche Email der Aktivistengruppe Öfgar eingegangen, in der sechs Mannschaftsmitglieder genannt wurden, sowie die Daten, an denen die Sexualverbrechen stattgefunden haben sollen. Ausserdem wurde der Nationaltrainer beschuldigt, die Opfer in seinen Äusserungen gegenüber der Medien kleingeredet zu haben.

Aron Einar Gunnarsson, Kolbeinn Sigþórsson und Gylfi Þór Sigurðsson waren bereits zuvor in den isländischen Medien im Zusamenhang mit sexueller Gewalt genannt worden. Die anderen drei Spieler sind bisher namentlich nicht genannt worden. Die Spieler sitzen alle für die Dauer der Ermittlungen auf der Bank.

Sigurbjörg Sigurpálsdóttir, eine Kommunikationsberaterin für Sport- und Jugendaktivitäten, leitet die Ermittlungen. Ihre Stelle war im vergangenen Frühjahr auf Initiative des Kultusministeriums geschaffen worden, um Mobbing und Gewalt im Sport und bei Jugendaktivitäten anzugehen und “zu einer sicheren Umgebung innerhalb des Sports und der Jugendaktivitäten beizutragen” heisst es auf der offiziellen Webseite der Beraterin.