Immobilien in Flateyri sind am billigsten

Der Durchschnittspreis eines Hauses oder Apartments in Island liegt derzeit bei 229,630 ISK (1,521 EUR) pro Quadratmeter, heisst es in einer neuen Studie von Salvar Þór Sigurðsson.

Bb.is berichtet, dass der teuerste Ort für einen Immobiilienerwerb in Island der Reykjavíker Nachbarstadt Seltjarnarnes sei. Hier kostet der Quadratmeter 403,236 ISK (2,670 EUR).

Am billigsten ist der Quadratmeter Eigenheim in der Kleinstadt Flateyri in den Westfjorden, er kostet dort nur 51,354 ISK (340 EUR).

Für Wohnraum einer Größe von 150 qm würde man daher in Seltjarnarnes 60.5 Mio. ISK (400,662 EUR) bezahlen, auf Flateyri jedoch nur 7.7 Mio ISK (50,993 EUR).

Studie zur Belastbarkeit von Islandpferden

Nachdem im Rahmen von Tierschutzdiskussionen immer wieder die Belastbarkeit von Islandpferden im Hinblick auf Reitergewicht und Anforderungen bei Turnieren zur Sprache kommt, ist bei der schwedischen Landwirtschaftsuniversität nun eine Doktorarbeit zu genau dem Thema erschienen.

Hier finden Sie eine übersetzte Zusammenfassung:

Das Islandpferd ist weltweit inzwischen in über 30 Ländern vertreten, insgesamt gibt es 250.000 Exemplare der Pferderasse. Das beliebte Gangpferd wird heute sowohl als Ausreitpartner als auch als Turnierpferd trainiert und in beiden Fällen trotz seiner geringeren Grösse sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen geritten. Bislang hat es jedoch keine ausreichende Untersuchung über die körperliche Belastung durch Turnier oder Ausritt und die Auswirkungen auf den Pferdekörper gegeben.

Studie I – Körperliche Belastung in der Zuchtprüfung

Seit das Islandpferd vor 1000 Jahren auf die Insel kam, wurde es als Lasttier und mehr noch als Reittier verwendet. Eine organisierte Zucht begann zu Beginn des 20.Jh, ab dem Jahr 1950 kann man von einer Reitpferdezucht sprechen. Hierbei gilt dass, das Pferd leichtfüssig sein soll, weich in den Gängen, taktklar, mit grossen Schritten und Vorhandaktion, sowie über verschiedene Tempi in den einzelnen Gangarten verfügen soll.

In der Studie wurden 266 Pferde in Zuchtprüfungen in Island untersucht. Die Prüfung dauerte im Durchschnitt 9 Minuten, die Pferde wurden 2,9 Kilometer bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17,8 km/h geritten. Reitergewicht und Ausrüstung machten 27,5% des Pferdegewichts aus. Der durchschnittliche Puls betrug 184 Schläge pro Minute, der höchste lag bei 224 Schlägen, die Durchschnittsmenge an Milchsäure nach der Prüfung betrug 18 mmól/L. Hengste zeigten einen niedrigeren Puls und geringeren Laktatwert als Stuten, obwohl sie schneller geritten wurden. Die Hengste hatten auch einen höheren Anteil an roten Blutkörperchen im Blut als die Stuten. Auch das Alter der Pferde spielte eine Rolle: vierjährige Pferde hatten einen geringeren Anteil an roten Blutkörperchen als ältere Pferde.

Zwischen der Reiteigenschaftsnote und dem Laktatgehalt im Blut gab es ebenso einen Zusammenhang wie zwischen RE-Note und dem Anteil an roten Blutkörperchen. Die RE-Note fiel dort höher aus, wo Laktatgehalt und Anteil von roten Blutkörperchen höher gemessen wurden

Insgesamt zeigten die Untersuchungen, dass die Zuchtprüfung bei Islandpferden eine schwere körperliche Belastung darstellt, und dass ein aerober Stoffwechsel (Verstoffwechselung von Glucose/Fett mit Sauerstoff, alle am Sauerstofftransport beteiligten Organe werden trainiert) positive Auswirkungen auf die Leistung (und die Noten) hat. Dieses Wissen um den aeroben Stoffwechsel kann im Training genutzt werden. In dieser Studie konnten die Pferde nur 5 Minuten nach Prüfungsende beobachtet werden. Von anderen Pferderassen weiss man jedoch, dass Pulsschlag und Laktatgehalt nach etwa einer Stunde wieder ins Lot gekommen sind. Die Muskeln haben ihre volle Kraft nach zwei bis drei Tagen wiedererlangt.

Studie II – Vergleich der Körperbelastung in Tölt und Trab bei gleichem Tempo

Das Islandpferd benötigt für den Tölt in der Regel mehr Training, um taktklar und im Gleichgewicht zu laufen, als für den Trab. Man hielt den Tölt daher stets für anstrengender. Zum ersten Mal wurde das nun näher untersucht. Acht gut trainierte Schulpferde (13-18 Jahre) der Hochschule Hólar wurden von zwei Reitern gleichen Gewichts (27,5% des Pferdegewichts) 642 Meter in verschiedenen Gangarten und Tempi geritten: langsames Tempo (3m/s), mittleres Tempo (4m/s), und gutes Mitteltempo (5m/s), jeweils beide Gangarten in zwei Durchgängen.

Die Lactatausschüttung überstieg die kritische Schwelle von 4 mmol/L erst bei der höchsten geritten Geschwindigkeit von 5m/s. Ein Unterschied zwischen der Belastung in den Gangarten fiel sehr gering aus, deutete jedoch darauf hin, dass für den Tölt mehr anaerobe Arbeit aufgewendet werden muss als für den Trab, was verständlich ist, da die Schrittfrequenz höher ausfällt als im Trab. Hier sind weitreichendere Untersuchungen vonnöten.

Studie III – Belastung im simulierten Speedpasslauf

Der Passwettlauf ist die älteste Turnierform mit Islandpferden, die man kennt, und immer noch ist er beliebt. Anders als bei Wettrennen mit anderen Pferderassen ist die köperliche Belastung und die Dauer der Erholungsphase jedoch noch nie untersucht worden. Für die Studie wurden 100 Meter Speedpass ausgewählt, jedes Pferd musste die Strecke zweimal laufen, unterbrochen von einer dreitägigen Erholungspause. Die Pferde waren bis auf eines alles erfahrene Wettkampfpasser und hatten alle 14 Tage zuvor an einem Passturnier teilgenommen. Zwei Reiter ritten alle Pferde jeweils einmal. Ihr Gewicht samt Ausrüstung betrug 28,1 Prozent des Gesamtgewichtes des Pferdes.

Im Speedpass gibt es zwei Durchläufe, das Pferd kann aus beliebiger Gangart vor der 50 Meter Marke in den Pass gelegt werden. Dann folgen 100 Meter für die Zeitnahme, um einen gültigen Lauf zu erhalten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 10,4 m/s, der Durchschnittspuls lag bei 98% des höchsten Pulses während des Laufes, die Lactatausschüttung betrug 12 mmol/L nach dem ersten Lauf und 18 mmol/l nach dem zweiten Lauf. Es gab einen negativen Zusammenhang zwischen der Laktatausschüttung nach dem zweiten Durchlauf und der besten Zeit des Pferdes aus dem letzten Turnier: je höher der Laktatwert nach dem zweiten Durchlauf lag, desto besser war die Zeit beim letzten Turnier gewesen. Der Prozentsatz der roten Blutkörperchen im Blut lag mit 44% relativ niedrig, wenn man ihn mit dem von anderen Turnierpferden vergleicht (mehr als 60%)

Diese Ergebnisse zeigen, dass der anaerobe Stoffwechsel (ohne Sauerstoffbeteiligung) verantwortlich für den Erfolg eines Pferdes im Passlauf ist. Schnellere Pferde bilden mehr Laktat, was verständlich ist, weil die schnelle Muskelkontraktion ihre Energie aus einem metabolischen Prozess erhält, bei dem sich Laktat bildet. Die Studie zeigte auch, dass der Pulsschlag sich mit steigendem Alter des Pferdes verringerte. Ein hohes Alter könnte daher einen negativen Effekt auf die Leistung des Pferdes (zu anaerob gewonnener Energieleistung) haben, was jedoch keine Altersbegrenzung nach sich ziehen muss, weil der anaerobe Stoffwechsel so wichtig ist. Überdies liegt das Durchschnittsalter der zehn schnellsten Pferde der letzten fünf Weltmeisterschaften im Speedpass um die 13 Jahre. Einer anderen Studie zufolge halten Trainer von isländischen Passpferden ein Alter von 11 bis 16 Jahren für am besten, um Erfolg im Wettkampf zu haben.

Die Pferde in dieser Studie brauchten mehr als 30 Minuten um Puls, Atmung, Milchsäureausschüttung und Körpertemperatur herunterzufahren. Insgesamt zeigte die Studie, dass der Speedpass eine starke körperliche Belastung darstellt, und dass das Vermögen zu rascher Muskelkontraktion und hoher Lactatausschüttung wichtig für den Erfolg ist.

Studie IV – Auswirkung des Reitergewichts auf die Körperbelastung

Bislang war noch nicht untersucht worden, wieviel ein Islandpferd tragen kann. In dieser Studie wurden acht Pferde und ein Reiter in eine Trainingsaufgabe gesetzt, in der sich das Gewicht des Reiters durch das Hinzufügen von Blei von Schritt zu Schritt vergrösserte, zunächst 20% des Pferdegewichts, dann 25%, 30%, 35% und am Schluss wieder 20%. Der letzte Schritt geschah, um die Antwort des Körpers auf die echte Belastung zu erhalten, und nicht auf die angesammelte Belastung durch die vorangegangenen Schritte. Acht gut ausgebildete Schulpferde aus Hólar wurden in allen Gewichtsschritten im schnellen Tölt (5,4m/s) über eine Strecke von 642 Metern geritten, zwischen den Abschnitten gab es fünf Minuten Pause, um das Gewicht zu erhöhen und Blutproben zu entnehmen. Der Puls erhöhte sich mit dem steigenden Gewicht, und die Laktatausschüttung stieg exponentiell. Damit entspricht das Ergebnis denen von Studien bei anderen Pferderassen, in denen jedoch das Tempo erhöht wurde und nicht das Reitergewicht.

Ein Training unterhalb der aerobe Schwelle von 4 mmol/L (Grenzwert, bei dem die Laktatbildung der Eliminierung entspricht) kann über mehrere Stunden durchgeführt werden, wenn es mental möglich ist, ein Training an oder oberhalb dieser Schwelle kann ohne Ruhephasen nur wenige Minuten durchgezogen werden, weil die Arbeitskapazität der beteiligten Muskeln auf die gebildete Laktatmenge reagieren. Wie schnell das Laktat aus den Muskeln eliminiert wird, hängt neben anderen Faktoren davon ab, wie gut ein Pferd trainiert ist.

In dieser Studie sollte der Zusammenhang zwischen Reitergewicht (mit Sattel) und dem Erreichen der aeroben Schwelle aufgezeigt werden. Betrug der Anteil des Reitergewichts 22,7%, lag der Laktatwert im Durchschnitt bei 4 mmol/L. Zwischen den einzelnen Pferden gab es eine grosse Varianz (17,0 bis 27,5%). Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Grösse der Pferde und wann sie die Laktatschwelle erreichten, doch fand man einen Zusammenhang zwischen der Bemuskelung des Rückens und dem Erreichen der Laktatschwelle. Dort wo die Rückenmuskeln eher dünn ausfielen (zylindrische Rückenform), erreichten sie seltener die Laktatschwelle. Doch nicht nur die Milchsäureakkumulation stieg mit einem höheren Gewicht von Reiter und Pferd, die Pferde verringerten auch ihre Schrittlänge mit steigendem Reitergewicht, und um das Tempo beibehalten zu können, mussten sie auch die Schrittfrequenz erhöhen. Das bedeutet, dass sie mehr und schnellere Muskelkontraktionen liefern, die ebenfalls Milchsäureakkumulation verursachen. Die Pferde erreichten nach dem Test ihren Ruhepuls und ruhige Atmung nach 30 minütiger Pause, doch der Laktatspiegel war immer noch höher als noch vor dem Test. Die Enzymwerte CK und AST, welche Indikatoren für Muskelschädigungen sind, wurden vor dem Test, sowie ein und zwei Tage danach bestimmt. In den Ergebnissen gab es keine Hinweise darauf, dass der Test die Werte beeinflusste. Alle Pferde wurden vor und nach dem Test (1-2 Tage) tierärztlich untersucht, alle waren vorher wie nachher gesund, es wurden keinerlei Veränderungen gefunden.

Zusammengefasst zeigt diese Untersuchung, dass diese Pferde keine Probleme mit dem Belastungstest hatten und dass sie 22,7% ihres Gewichtes im aeroben Bereich tragen konnten, wobei es eine grosse individuelle Varianz gab. Die Grösse der Pferde spielte dabei keine grosse Rolle bei der körperlichen Antwort auf den Belastungstest, doch möglicherweise könnte eine gut entwickelte Rückenmuskulatur wichtig sein, wenn das Islandpferd einen schweren Reiter über längere Strecken tragen soll.

Zusammenfassung

Die Hauptergebnisse dieser Untersuchung legten nahe, dass die körperlichen Anforderungen (wie etwa in Zuchtprüfungen und Speedpass) anstrengend für das Islandpferd sind, da sowohl aerober als auch anaerober Stoffwechsel zur Energieversorgung der Muskulatur benutzt werden müssen, um sportlich erfolgreich zu sein. Die physiologische Antwort auf die Anforderungen in Zuchtprüfung und Speedpass entsprach in etwa denen, die bei Trabern, Galoppern und Vielseitigkeitspferden vor und nach dem Training gemessen wurden.

Die Ergebnisse dieser Studie können für die Entwicklung weiterer Trainingsprogramme für Islandpferde genutzt werden, damit sie für die Anforderungen in Zuchtprüfungen oder Passläufen besser vorbereitet sind. Es ist wichtig, dass das Risiko für körperlichen oder geistigen Schaden gesenkt wird, um die Belastungsfähigkeit des Pferde steigern zu können.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass es je nach den Umständen (Tempo, Reitergewicht) auch ein Freizeitreiter körperlich schwere Arbeit verlangen kann, die sich der Laktatschwelle nähert, wenn er etwa im Mitteltempo Tölt oder Trab reitet, solange das Gewicht von Reiter plus Sattel unter 27% des Gesamtgewichts bleibt.

Sowohl aerober wie anaerober Stoffwechsel sollten trainiert werden, doch sollten Trainer wie Reiter sich bewusst sein, dass ein solches Training das Pferd schneller ermüdet, als wenn es in langsamerem Tempo und mit leichterem Reiter gearbeitet wird.

In allen Tests hatte das Reitergewicht Auswirkungen auf den Puls und die Laktatmenge. Es ist jedoch nicht möglich zu sagen, wieviel Gewicht zuviel Gewicht bedeutet. In allen Versuchen dieser Studie lag das Durchschnittsgewicht des Reiters mit Sattel über 27%, und bei den 25 teilnehmenden Pferden konnte bis auf eine Ausnahme keine Ermmüdung festgestellt werden.

Diese Beobachtung stimmt mit Ergebnissen aus Distanzritten mit ausländischen Pferden überein, wo der körperliche Zustand und die Bemuskelung des Pferdes eine grössere Rolle beim erfolg im Wettbewerb spielte als die Relation zwischen Reitergewicht und Pferd. (hier lag der Prozentsatz bei 15-31%). Eine höhere Fettmasse beim Pferd hat negative Auswirkung auf den Erfolg. Es fehlen jedoch Untersuchungen darüber, wie Körperbau und Bemuskelung sich auf das Tragevermögen des Pferdes auswirken.

In den Untersuchungen, die Tölt und Trab sowie den Passlauf mit dem Reitergewicht in Relation setzten, wurde ein Zusamenhang zwischen der Laktatmenge gleich nach der Belastung und dem Puls des Pferdes 15 und 30 Minuten nach der Belastung gefunden. Je höher der Puls des Pferdes war, desto höher war auch der Laktatspiegel gleich nach der Belastung

Mithilfe dieses Wissens können Trainer und Reiter beurteilen, wie schwer ein Training war. In der vorliegenden Studie wurde bei Pferden mit einem hohen Laktatspiegel (<10 nmol/L) nach der Belastung ein Puls von 70 und mehr Schlägen pro Minute nach einer 15-minütigen Erholungszeit gemessen.

Kein Geld für neue Ehemänner

Die isländische Regierung zahlt ausländischen Männern regelmäßig Geld, wenn sie eine Frau heiraten? Eigentlich sollte jedem Leser einer solchen Nachricht klar sein, dass es sich dabei nur um einen schlechten Scherz handeln kann. Doch dutzende interessierter Heiratswilliger nahmen diesbezüglich Kontakt zum Außenministerium auf, wie mbl.is letzte Woche berichtete.

In einer Geschichte auf der Internetseite thespiritwhispers.com wurde behauptet, die isländischen Behörden zahlten Männern ungefähr EUR 4,500 pro Monat, wenn sie Isländerinnen heirateten. Nordafrikaner sollten dabei Vorrang haben. Als Grund für das generöse Angebot wurde Männermangel in Isand angegeben.

Am Ende der Geschichte konnten Leser Kommentare abgeben. Viele taten dies, und die Story ist die am meisten Gelesene der Seite.

An der Geschichte ist nichts Wahres, nicht einmal, dass es in Island an Männern mangele. Wer auch immer die Geschichte schrieb, er recherchierte schlecht, und auch in Sachen Rechtschreibung zeigte er sich nicht recht bewandert, wurde die Geschichte doch in gebrochenem Englisch verfasst.

Nach Informationen des Außenministeriums gingen in der Angelegenheit 30 bis 40 Anfragen ein. Alle wurden mit der kurzen Nachricht beantwortet, dass absolut nichts Stichhaltiges daran sei.

Die Dänische Botschaft in Ägypten, die dort für isländische Fragen zuständig ist, bekräftigte auf ihrer Facebookseite ebenfalls, dass der Artikel weder Hand noch Fuß habe.

Ganzer Fjord steht zum Verkauf

In den Ostfjorden steht derzeit fast ein ganzer Fjord zum Verkauf. Der Grundbesitz umfasst 1900 Hektar, wobei der Fjord ist von Landseite aus nicht erreichbar ist, berichtet Austurfrett.

Derzeitiger Eigentümer des Landes ist der Filmproduzent Sigurjón Sighvatsson, der den Fjord im Jahr 2000 gekauft hatte. Nach Angaben von Immobilienmakler Ævar Dungal zeigen in- wie ausländische Kunden bereits grosses Interesse.

Es sei durchaus selten, dass gleich ein ganzer Fjord in Island zum Verkauf gehe. Im Hellisfjörður gibt es einen Fluss, wo man Forellen angeln kann, zudem steht ein Sommerhaus aus dem Jahr 1970 auf dem Landbesitz. “Das grösste Interesse besteht natürlich an dem Fluss,” sagt Ævar.

Der Fjord selbst ist seit dem Jahr 1952 nicht mehr bewohnt. In den Jahren 1901 bis 1913 hatten Norweger auf dem Landbesitz Sveinsstaðir etwas weiter nördlich eine Walfangstation betrieben, die Reste der Station sind noch zu finden.

Es gibt keinen Weg in den Hellisfjörður. Wer dorthin gelangen möchte, muss ein Boot nehmen, oder zu Fuss vom Nordfjörður aus hinüberwandern.

“Viele Interessenten finden es gerade von Vorteil, dass es keinen Weg gibt.” sagt der Immobilienmakler.

Die Landkäufe von Ausländern in Island hatten in jüngster Vergangenheit für Aufsehen gesorgt, nicht zuletzt, nachdem bekannt wurde, dass der britische Chemieindustrielle Jim Ratcliffe inzwischen mehr als 40 Höfe und Ländereien im Osten des Landes persönlich oder über Umwege durch Unternehmen und Fonds besitzt und damit zu einem der reichsten Landbesitzer in Island geworden ist. Das Morgunblaðið hatte dem Umstand einen Artikel in seiner Wochenendausgabe vom 21. Juli gewidmet. Erst kürzlich hatte Ratcliffe Wasserrechte an ein Energieunternehmen verkauft.

Premierministerin Katrín Jakobsdóttir hatte sich in einem Radiointerview kritisch zu der Entwicklung geäussert. Sie möchte, dass die Landaufkäufe durch in- wie ausländische Investoren begrenzt werden. Von Seiten der Gemeinden wurde gefordert, das seit dem Jahr 2004 ausser Kraft gesetzte Vorkaufsrecht der Gemeinden zu reaktivieren. Dort wo Gemeinden zu klein oder zu finanzschwach seien, müsse der Staat durch ein Regelwerk in die Lage versetzt werden, den Gemeinden zu helfen, um hektarschwere Ausverkäufe zu verhindern.

Eine parlamentarische Arbeitsgruppe befasst sich derzeit mit der Angelegenheit, erste Ergebnisse werden im August erwartet.

Islands Nationaltorwart ist Regisseur des WM-Clips

Der US-amerikanische Brausehersteller Coca-Cola hat vorgestern einen Werbeclip für die Fussballfans der isländischen Nationalmannschaft veröffentlicht, berichtet das Morgunblaðið.

Aus zwei Gründen ist dies bemerkenswert: zum einen handelt es sich um den teuersten Werbeclip, den das Unternehmen jemals in Island gedreht hat, zum anderen hat Islands Torhüter Hannes Þór Halldórsson Regie geführt.

Die Dreharbeiten hatten im April in Los Angeles begonnen, als die Nationalmannschaft sich dort auf einem Trainingstrip befand. Danach drehte man weiter daheim in Island, vor allem in Reykjavík, Akureyri und Ísafjörður, aber auch auf einem Fischkutter. Natürlich sind “Húh!”-Gesang und “viking clap” feste Bestandteile des Clips.

“’Húh’ symbolisiert den Herzschlag der Nation. Wir stehen in ihm als Nation zusammen,” erklärt Magnús Viðar Heimisson, Coca-Colas Markenmanager für Island.

Magnús zufolge waren mehr als 100 Personen bei der Produktion des Werbeclips beteiligt, welcher regionale Fussballteams und isländische Athleten wie Gunnar Nelson und Sara Sigmundsdóttir, aber auch den von Isländern heissgeliebten Sportkommentator Gummi Ben mit der Kamera einfängt.

Regisseur und Torwart Hannes sagt, er wollte einen Clip produzieren, mit dem sich alle Isländer verbunden fühlen können. “Auch wenn wir Spieler nur 11 auf dem Rasen sind, fühlen wir uns niemals alleine da draussen. Wir fühlen uns gut unterstützt und spüren stark, dass alle Isländer dicht hinter uns stehen.”

Hannes war am Tag nach der WM Qualifikation der Isländer von Coca-Cola angesprochen worden, ob er den Werbefilm machen wolle.

Die isländische Mannschaft wird am Samstag ihr erstes WM-Spiel in Russland bestreiten.

Hier gibt es denn WM-Clip zu sehen.

Hebammen lehnen Tarifvertrag ab

Zwei von drei Hebammen, oder 70 Prozent aller Berufsangehörigen, haben gegen den neuen Tarifvertrag gestimmt, den Regierung und Tarifverhandlungsausschuss der Gewerkschaft vorgelegt hatten, berichtet RÚV.

Der Tarifvertrag war am 29. Mai nach einem neunmonatigen Kampf um Lohn und Arbeitsbedingungen unterzeichnet worden. In diesem Zeitraum hatten die Hebammen ohne gültigen Tarifvertrag gearbeitet. Er sollte bis 29. Mai 2019 Gültigkeit haben, doch nun muss neu verhandelt werden.

Die Wahlbeteiligung bei der Urabstimmung hatte mit 87 Prozent sehr hoch gelegen. Am Donnerstagnacht war nach einer Woche Frist die Abstimmungszeit abgelaufen. In den Monaten während der Verhandlungen hatten mehr als 20 Hebammen ihr Beschäftigungsverhältnis im Universitätskrankenhaus gekündigt, keine von ihnen hat bislang ihre Kündigung zurückgezogen.

Katrín Sif Sigurgeirsdóttir, die Vorsitzende des Verhandlunsgausschusses, hält es für nicht unwahrscheinlich, dass nach diesem Rückschlag weitere Hebammen ihre Kündigung einreichen.

Die ersten Kündigungen werden am 1. Juli wirksam, weitere folgen dann am 1. August.

Antike Speerspitzen in Plastikkiste gefunden

Dutzende von antiken Gegenständen, darunter Pfeilspitzen, kupferne Speerspitzen, Glasscherben von alten Medizinflaschen, Axtköpfe, eine alte Metallkette und vieles mehr, sind eingewickelt in Toilettenpapier in einem Plastikkasten für den Secondhandladen Góði Hirðinn in Reykjavík gefunden worden, berichtet mbl.is.

Derzeit versuchen Archäologen des Nationalmuseums herauszufinden, woher die Dinge stammen.

Der Plastikkasten war am vergangenen Freitag an der Sammelstelle des “Guten Hirten” in Kopavógur abgegeben worden. Ármann Guðmundsson, ein Archäologe des Museums, bezeichnete den Fund als sehr ungewöhnlich.

Einige der Speerspitzen könnten ausländischer Herkunft sein, sagte er RÚV gegenüber in einem Interview, der Axtkopf könne aus dem Mittelalter stammen.

“Am seltsamsten unter den Fundstücken sind möglicherweise 16 Pfeilspitzen,” sagt Ármann. “Sie haben alle möglichen Formen und einige von ihnen sehen aus, als ob sie ausländischer Herkunft sind.”

Ármann bittet alle, die mehr zu den Fundstücken wissen könnten, sich an das Nationalmuseum zu wenden. “Wir suchen vor allem nach Informationen zur ihrer Herkunft.”

Kinderbuch nach 46 Jahren zurück an Bücherei

Die Reykjavíker Stadtbücherei in Gerðuberg hat Ende vergangener Woche eine überraschende Bücherrückgabe erhalten: zwei Kinderbücher wurden nämlich abgegeben, allerdings 46 Jahre zu spät.

Die beiden Bücher “Das Märchen von Aggi dem Elf und Lísa”, sowie “Das Märchen der fünf Freunde” sollten eigentlich am 4. Februar 1972 zurückgegeben werden, wie Bibliothekar Arnór Gunnar Gunnarsson auf Twitter schrieb.

“Die Bücher sind nicht mal mehr im Computer, aber wir werden sie aus Spass behalten. Ich denke, wir lassen das mal ohne Strafe auf sich beruhen,” kommentierte Arnór seinen Tweet scherzhaft.

Den Büchern war ein Zettel mit einer Entschuldigung beigefügt: “Entrümpelung nach einer Reihe von Umzügen. Besser spät als nie! Die Leser sind beide nun Universitätsabsolventen (ob Aggi und Lísa da eine Rolle gespielt haben, bleibt die Frage) und sind beide ins Ausland verzogen. Konnte mich nicht zurückhalten und musste die Bücher abgeben. ENDLICH!”

Arnór Gunnar kommentierte zum Thema Strafgebühr auf Twitter: “Wenn wir die Strafe mit 60 Kronen pro Tag kalkulieren, dann würde das bei 46 Jahren eine Gesamtstrafe von 1.007.400 Kronen (8183 EUR) pro Buch ausmachen. Aber wir lassen sie ziehen, vor allem, wo die Bücher so eine positive Auswirkung auf die Leser gehabt haben!”

Die Summe würde den Guinness-Rekord der höchsten Strafe für ein nicht an die Bücherei zurückgegebenes Buch sprengen, welcher bei 354,14 Dollar (300 EUR/ 37.274 ISK) lag und von Emily Canello-Simms für den Gedichtband Days and Deeds bezahlt wurde.

Das Buch war am 19. April 1955 in der Kewanee Stadtbücherei in Illinois entliehen und von Emily 47 Jahre später zurückgegeben worden, zusammen mit einem Scheck über die Strafgebühr.

Erhöhter Fluorgehalt im Gras des Reyðarfjörður

Im vergangenen Monat Juni hat die gemessene Fluormenge rund um das Aluminiumwerk Alcoa Fjarðaál im ostisländischen Reyðarfjörður über dem Durchschnittswert der Sommermessungen gelegen, zitiert RÚV eine Mitteilung des Unternehmens.

Steigen die Werte über den Durchschnittswert, müssen weitere Messungen unternommen und die Schafe kontrolliert werden.

Das Naturinstitut Ostislands misst in jedem Monat zweimal an 34 Stellen im Reyðarfjörður den Fluorgehalt in der Vegetation, um die Gesundheit der dort weidenden Tiere sicherzustellen.

Ein erhöhter Fluorgehalt im Gras hat keine direkte Auswirkung auf das weidende Tier, ausser es frisst über einen längeren Zeitraum fluorbelastetes Heu, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens.

Die Fluorverschmutzung wird weiter überwacht, seit Jahresbeginn hatte sie unter der für die Betriebsgenehmigung geltenden Grenze gelegen.

Aller Wahrscheinlichkeit liegt der Grund für den erhöhten Fluorgehalt im schönen Wetter, welches den ganzen Sommer über in der Region geherrscht hatte. Das Wetter hat Einfluss auf die Messergebnisse. Zuletzt waren die Fluormesswerte im Sommer 2012 über den zulässigen Grenzwert gestiegen.

Wie es in der Erklärung des Unternehmens heisst, besteht keine Gefahr für den Menschen durch die Fluorverschmutzung.

Zehn Fälle von Offroadfahren seit Juni

Seit Anfang Juni sind der isländischen Umweltbehörde 10 Fälle von Fahren ausserhalb befestigter Wege gemeldet worden, berichtet RÚV. Ólafur A. Jónsson, Bereichsleiter der Behörde, ist der Ansicht, dass man die Touristen noch besser aufklären muss, um diese Vorfälle zu reduzieren.

Die zehn Vorfälle, die Polizei und Behörden gemeldet wurden, haben sich alle in Südisland und im südlichen Hochland ereignet. In allen Fällen waren die hinterlassenen Spuren so gravierend gewesen, dass eine Benachrichtigung der Polizei angebracht erschien. Zwei Vorfälle sind in Dyrhólaey beobachtet worden, ganze sieben auf der Fjallabaksroute und ein Fall trug sich in den letzten Tagen in den Kerlingarfjöll zu.

Ólafur zufolge haben seine Mitarbeiter wegen derartiger Delikte beinahe täglich Kontakt mit der Polizei. “Das ist etwas, was wir leider immer noch sehen, meistens ausländische Touristen, zumindest alle, die wir erwischt haben oder mit denen wir gesprochen haben, und wir arbeiten immer noch daran, die Leute aufzuklären, das zu unterlassen.”

Die Gesamtzahl der Offroadfälle wird am Ende des Jahres zusammengerechnet. Im letzten Jahr hatten die Vorfälle zugenommen. Zur gleichen Zeit war die Arbeit von Parkrangern und die Zusammenarbeit mit den regionalen Rettungsteams verstärkt worden, ausserdem war Informationsmaterial an die Touristen verteilt worden. Überdies arbeitet man derzeit an einer neuen Karte, in der alle befahrbaren Wege verzeichnet sind.

“In den meisten Fällen sollte man denken, dass sie unbeabsichtigt geschahen,” meint Ólafur. “Dass die Leute nichts kaputtmachen wollten, dasss sie dachten, es sei erlaubt [ausserhalb des Weges zu fahren] oder sowas.”

Ob nun mit Absicht oder nicht, Ólafur findet dennoch, dass Strafen wichtig sind, wenn der Landschaft schwere Schäden zugefügt wurden.

Vor wenigen Tagen waren französische Touristen zu einer Geldstrafe von insgesamt 400.000 ISK verurteilt worden, nachdem sie mit ihren Geländefahrzeugen in den Kerlingarfjöll abseits eines befestigten Weges gefahren waren. Die Touristen hatten sich in der Nähe des Loðmundur im Schlamm festgefahren und hatten um Hilfe bitten müssen. Die Region war wegen anhaltender Nässe gesperrt gewesen.

“Ich denke, dass jeder, der in ein geschütztes Gebiet fährt, eine Strafe zahlen sollte. Wenn es um derartige Summen geht, glaube ich, dass das wirklich wichtig ist.”

Im Nachrichtenlink gibt es einen Film mit Aufnahmen von Offroadfahrern zu sehen, zum Teil haben die Fahrer sich selbst gefilmt.