Vier Isländer wegen Missbrauchs einer Person in U-Haft

Vier isländische Staatsbürger befinden sich in Untersuchungshaft wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und des tätlichen Angriffs auf einen Mann in einem Wohnhaus in Südisland. Das Opfer, ein Mann mit maltesischer Staatsbürgerschaft, war im April von den Leuten gezwungen worden, das Land zu verlassen, ist aber möglicherweise zurückgekehrt, schreibt RÚV. Die isländische Polizei erteilt zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen.

Den vier Personen wird im Zusammenhang mit dem Fall Freiheitsberaubung, tätlicher Angriff und Erpressung vorgeworfen. Quellen von RÚV zufolge sind die Personen miteinander verwandt. Der Fall hatte sich in einem Wohnhaus in Reykholt in der südisländischen Gemeinde Biskupstungur ereignet. Die vier Verdächtigen waren schon Ende April in Haft genommen worden, als die Polizei Wind von dem Fall erhielt. Am letzten Freitag wurde die Untersuchungshaft bis zum 24. Mai verlängert.

Das Opfer lebt seit fast 20 Jahren in Island und soll eine Wohnung in der Garage eines der Täter bewohnt haben. Er war von den Leuten für mehrere Tage gefangengehalten und tätlich angegriffen worden, ausserdem war ihm sein Geld weggenommen worden. Danach hatte sie ihn zum Flughafen nach Keflavík gebracht und ausser Landes geschickt. Auch wenn er inzwischen angeblich wieder zuhause ist, wollte die Polizei dies nicht offiziell bestätigen.
Sein Verschwinden war seinerzeit von seinem Arbeitgeber in Reykholt bemerkt und bei der Polizei gemeldet worden.

Die Gemeinderatsvorsitzende des Bláskógabyggð, Asta Stefánsdóttir, erklärte, die Ortsgemeinschaft sei erschüttert über den Vorfall. Sie hoffe dass die Polizei den Fall so rasch wie möglich aufkläre.

Rollstuhlrampe Nr. 1100 errichtet

Die 1100. Rollstuhlrampe ist am vergangenen Freitag im Freizeit- und Sportzentrum Vogar eingeweiht worden. Sie gehört zu einem Projekt des Unternehmers Haraldur Þorleifsson, der, selbst auf den Rollstuhl angewiesen, sich vorgenommen hatte, bis zum 11. März 2025 in ganz Island 1500 Rollstuhlrampen zu errichten. Mit seinem Projekt Römpum up will Haraldur Menschen mit körperlichen Behinderungen besseren Zugang zu öffentlichen Gebäuden ermöglichen. Finanziert wird das Projekt nur durch Spenden.
Ursprünglich waren 1000 Rampen geplant, die erste von ihnen war im Mai 2021 errichtet worden. Später wurde die Zahl auf 1500 erhöht.

Die Rampe in Vogar auf der Halbinsel Reykjanes wurde mit einer Zeremonie gefeiert. Eggert N. Bjarnason aus Vogar zerschnitt das rote Band, und Bürgermeister Gunnar Axel Axelsson begrüsste die Rampeninitiative.
„In Vogar möchten wir natürlich gleichen Zugang für alle zu unseren öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen sicherstellen, daher begrüssen wir diese Förderung und unterstützen das Rampenprojekt,“ sagte Gunnar Axel. „Hoffentlich werden wir den Tag erleben, an dem Zugang für Menschen mit Behinderungen ein Standard und so allgegenwärtig sein wird, dass wir solche Anstrengungen nicht mehr unternehmen müssen, und ich denke die Rampeninitiative hat uns diesem Ziel schnell näher gebracht.