Neue Badelagune in Laugarás eröffnet in 2025

Den ersten Spatenstich gab es gestern für eine neue Badelagune in Laugarás im südisländischen Bláskógabyggð, berichtet Vísir. Die Lagune war seit 10 Jahren in Planung gewesen und hatte mehrfach den Standort gewechselt.
Die sogenannten Árböðin (Flussbäder) sollen an der Brücke über die Hvíta errichtet werden, nicht weit von der Strasse nach Skálholt und vom Streichelzoo Slakki entfernt.

Die Lagune schmiegt sich in den Schutz des bewaldeten Ortes Laugarás, das bislang für seine Gewächshäuser und Gemüseanbau bekannt war. Dank geothermalem Wassers ist Laugarás Islands heimliches Gewächshauszentrum. Das Architekturbüro T.ark hat die Lagunengebäude entworfen, die vom Bauunternehmen Mannverk errichtet und bis Mai 2025 fertiggestellt werden sollen.

Etwa um die gleiche Zeit will nicht nur die im Bau befindliche touristische Badeanlage mit Hotel am Rauðakambur im Þjórsárdalur, Fjallaböðin, ihre Türen öffnen, sondern auch das neue Touristenbad Reykjaböðin in Hveragerði. Eine weitere Badelagune ist in Reykholt auf dem Weg zum Gullfoss im Bau befindlich. Gut eingeführt sind bereits die Bäder Fontana in Laugarvatn und Secret Lagoon in Flúðir. Reisende im Südland müssen sich also demnächst über mangelnde Bademöglichkeiten keine Sorgen mehr machen.
Die Kosten für den Bau der Árböðin werden auf rund zwei Milliarden Kronen (13,5 Mio EUR) veranschlagt, und man rechnet mit 150.000 bis 200.000 Besuchern pro Jahr.

 

Grossangelegte Polizeiaktion gegen Restaurantbesitzer

Metropolitan Police

Die isländische Polizei hat gestern einen Grosseinsatz wegen Verdachts auf Menschenhandel, Geldqwäsche und organisierte Kriminalität gefahren. Rund 100 Polizisten aus dem ganzen Land waren an dem Einsatz beteiligt.

Bei der Razzia hatte man verschiedene Lokale, Wohngebäude und Geschäftsräume durchsucht. Dutzende Polizisten und Zollbeamte, sowie Mitarbeiter von Einwanderungsbehörde und Jugendamt waren an dem Einsatz beteiligt. Die Polizeiaktion wendete sich gegen die Geschäfte von Davíð Víðarson, einem Vietnamesen (auch bekannt als Quang Lé), der zahlreiche Unternehmen und Restaurants in Island besitzt und betreibt.

Nach Angaben von RÚV wird Davíð verdächtigt, die Rechte seiner Angestellten verletzt zu haben. Zu seinen geschäftlichen Unternehmungen gehören die Restaurants Pho Vietnam und Wok On, beide sind gestern geschlossen worden. Mindestens fünf Personen wurden RÚV zufolge verhaftet.
Neben den Hausdurchsuchungen und Verhaftungen wurden auch mögliche Opfer von Menschenhandel verhört. Für diese Personen konnte in Bjarkarhlíð, dem Zentrum für Gewaltopfer, eine Zufluchtslösung geschaffen werden. Zur Anzahl der Betroffenen gibt es derzeit keine Angaben.
Die Polizeiaktion endete gestern gegen Mitternacht.