Hotel muss Schadensersatz für verschwundenes Gepäck zahlen

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So mancher Reisende hat sich schon mal in genau der gleichen Lage befunden: man hat noch Zeit bis zum Abflug und möchte bis dahin die Stadt erkunden, aber wohin mit dem Gepäck nach dem Auschecken? In Zeiten steigender Touristenzahlen tut man gut daran, auf Nummer sicher zu gehen. Ein nicht näher benanntes Hotel in Island muss einem Ehepaar 170.000 ISK (1206 EUR) Schadensersatz zahlen, nachdem das Gepäck der Leute aus dem Hotel gestohlen worden war, berichtet Vísir. Zu dem Urteil ist der Berufungsausschuss für Waren und Dienstleistungen gekommen.

Unbeaufsichtigtes Gepäck verschwunden
In dem vorliegenden Fall hatte ein Ehepaar im vergangenen Sommer eine Übernachtung in dem Hotel gebucht. Am Morgen nach dem Checkout hatte das Paar darum gebeten, sein Gepäck an der Rezeption zwischenlagern zu dürfen, um die Stadt Reykjavík gepäcklos erkunden zu können.
Der Hotelmitarbeiter gewährte ihnen dies, als die Leute jedoch zurückkehrten, war das Gepäck verschwunden, und sie wurden darüber informiert, dass das Gepäck unbeausichtigt auf dem Flur hinter der Rezeption gelagert worden sei, weil es keine abschliessbare Gepäckaufbewahrung gab.
Da das Ehepaar den Heimflug antrat, blieb keine Zeit, die Sache vor Ort zu lösen. Der Mitarbeiter versicherte jedoch, dass der Schaden ersetzt werde, wenn die beiden bei der Polizei Meldung erstatteten.

Sorgfaltspflicht verletzt
Im Urteil heisst es nun, das Ehepaar sei den Anweisungen des Mitarbeiters gefolgt, allerdings habe es auch nach Aufgabe des Polizeiberichts weder Schadensersatz noch Antwort auf Emails gegeben. Daraufhin hatten sich die Geschädigten an den Berufungsausschuss gewandt und für das gestohlene Gepäck einen Schadensersatz von 1206 Euro gefordert. Dabei konnten sie unter anderem Quittungen von in Island gekauften Kleidungsstücken vorlegen, die sich in dem Gepäck befunden hatten.
Der Ausschuss kam zu dem Schluss, dass es sich um eine mündliche Absprache gehandelt habe. Da die Leute jedoch nicht darüber informiert worden seien, unter welchen Umständen ihr Gepäck aufbewahrt wird, habe das Hotel seine Sorgfaltspflicht schuldhaft verletzt und sei damit schadensersatzpflichtig.
Die Vertreter des Hotels legten in dem Fall weder Einwände vor noch versuchten sie, die Schadenssumme zu drücken, daher wurde ein zu zahlender Betrag von 1206 Euro festgelegt.

Schneechaos und Strassensperrungen im Norden des Landes

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Island erwachte in den frühen Morgenstunden bei Unwetter, besonders im Nordteil des Landes machten Schneesturm und schlechte Sicht ein Vorankommen unmöglich. Die Ringstrasse durch das Möðrudalsöræfi zwischen dem Mývatn und Egilsstaðir ist gesperrt, Öxnadalsheiði und Holtavörðuheiði sind unpassierbar. Viele Fahrten der Überlandbusse sind verschoben oder abgesagt worden, berichtet RÚV.

Der Morgenbus von Akureyri nach Reykjavík konnte heute nicht fahren, der Bus in die entgegengesetzte Richtung verkehrte nur bis Borgarnes. Auch die Busverbindungen zwischen Siglufjörður, Húsavík und Akureyri, sowie die Verbindung zwischen Borgarnes und Hólmavík in den Westfjorden wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

Viele Schulen gaben Schneefrei, weil die Schulbusse nicht verkehren konnten. In Island haben alle Schüler auf dem Land das Recht, vom Schulbus am Hof abgeholt zu werden, ganz gleich wie weit der jeweilige Hof von der Schule entfernt ist. Schulleiter und Busfahrer entscheiden zusammen, ob gefahren wird oder nicht, und die Mitarbeiter erfahren in der Regel schon am Vorabend oder am frühen Morgen, ob sie aus dem Haus müssen.

Nach Auskunft des diensthabenden Meteorologen beim isländischen Wetterdienst herrschen im Norden und Westen äusserst schwierige Fahrtbedingungen mit Schneefall und schlechter Sicht durch aufwirbelnden Pulverschnee. Ach im Skagafjörður und in grossen Teilen der Húnavatnssýsla muss mit Glätte und Schneefall gerechnet werden. Zum Abend hin soll sich das Wetter etwas beruhigen.
Wer dennoch heute los muss, sollte sich hier über die Strassenbedingungen informieren.