Laufey erhält Grammy Award 2024

Die isländische Musikerin Laufey hat den Grammy Award 2024 in der Kategorie Best Traditional Pop Vocal Album für ihr Album Bewitched erhalten. Neben Laufey waren in der Kategorie Bruce Springsteen und Pentatonix nominiert. Laufey ruht sich aber nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern ist schon auf dem Weg zu einer Europa-Tournee.
“In einer Million Jahren hätte ich nicht gedacht dass das passieren würde”, sagte Laufey gestern Abend in ihrer Dankesrede bei der 66. Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles. Sie dankte ihrem Team, ihren Eltern, Grosseltern und der internationalen Klassik- und Jazzgemeinschaft. Ihr grösster Dank aber gehe an ihre Zwillingsschwester Junia, die sie ihre “grösste Unterstützerin” nennt.

Streaming-Rekorde gebrochen
Das Album Bewitched hat einen Rekord gesetzt für die meisten Streamings in der Kategorie Jazz bei Spotify an Tag der Veröffentlichung, insgesamt ist das Album am ersten Tag 5,7 Millionen mal gestreamt worden. Zuletzt hatten Lady Gaga und Tony Bennett im Jahr 2021 den Rekord mit 1,1 Millionen Streamings am ersten Tag für Love for Sale gehalten.
In einem Interview mit Billboard nach der Preisverleihung nannte Laufey die Ehre sehr wertvoll und spannend. Sie ist schon jetzt auf dem Weg nach Europa auf Tournee, im Frühjahr geht es dann in die USA.

Grammy-Nation Island
Laufey ist in diesem Jahr nicht die einzige Isländerin, die für einen Grammy nominiert worden war. Ebenfalls zur Debatte stand der Musiker Ólafur Arnalds für sein Album Some Kind of Peace (Piano Reworks) in der Kategorie Best New Age, Ambient or Chant Album. Ólafur war zuvor schon zweimal nominiert worden.
Auch unter den Grammy-Gewinnern befinden sich Isländerinnen, darunter die Komponistin Hildur Guðnadóttir, die den Preis gleich zweimal erhielt, die Sopranistin Dísella Lárusdóttir, und natürlich Björk.

Birnir und Emília sind beliebteste Vornamen in 2023

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Birnir ist der beliebteste Jungenname des Jahres 2023 gewesen. Bei den Mädchen führt Emília die Liste an. Diese Daten zum Beliebtheitsgrad von Vornamen hat heute das Statistische Amt veröffentlicht.

Neugeborene erst mal namenlos
Insgesamt 30 Kinder haben im vergangenen Jahr den Namen Birnir erhalten, auf Platz zwei und drei lagen Emil und Elmar, dann folgen Jón und Óliver.
Bei den Mädchen erfreute sich in 2023 Emíla grosser Beliebtheit, gefolgt von Sara, Sóley, Embla, und Aþena (Athena).
In Island folgt die Namenskultur anderen Traditionen. Neugeborene erhalten nicht gleich nach der Geburt einen Vornamen, sondern erst bei ihrer Taufe oder bei einer nicht-religiösen Zeremonie im Alter von etwa zwei Monaten. Viele Eltern halten den geplanten Namen sogar bis zur Taufe geheim. Dem Gesetz nach muss ein Kind spätestens nach sechs Monaten auf einen Vornamen registriert sein, sonst droht den Eltern oder dem Vormund eine Geldstrafe. Auch heute noch werden Kinder oft nach ihren Grosseltern benannt, doch zeigen die Einträge beim Statistischen Amt, dass sich Namenstrends mit der Zeit ändern.

Namensausschuss entscheidet
In früheren Zeiten kümmerte sich der Priester darum, dass der Täufling einen gesellschaftlich akzeptablen Namen erhielt. Heute ist es Sache des Namensausschusses, der alle Namensanträge auf den Tisch bekommt und nach festgesetzten Regeln neue Namen zulässt oder ablehnt, überdies pflegt der Ausschuss eine Liste aller bewilligten Namen, aus der man wählen kann.
Die Existenz dieses Ausschusses ist in den vergangenen Jahren immer wieder Gegenstand der öffentlichen Kritik gewesen, unter anderem hatte die damalige Justizministerin Áslaug Arna Sigurbjörnsdóttir seine Abschaffung gefordert.

Anders als in Deutschland sind in Island traditionelle Vornamen immer noch voll im Trend. Die beiden beliebtesten Namen in Island sind Anna (6,272 Personen) und Jón (5,599 Personen), gefolgt von Guðrún (4,923 Personen), Sigurður (4,445) und Guðmundur (4,208).