Tödlicher Verkehrsunfall auf glatter Fahrbahn bei Skaftafell

fatal accident Iceland, candle, death

Bei einem schweren Verkehrsunfall westlich von Skaftafell sind heute Morgen gegen 10 Uhr zwei ausländische Touristen ums Leben gekommen. Zwei Fahrzeuge aus entgegengesetzten Richtungen waren aufeinandergeprallt. In der Region hatte Glatteis geherrscht, heisst es in einer Mitteilung der Polizeidirektion des Südlandes.

In beiden Fahrzeugen hatten sich insgesamt acht Personen befunden. Sechs Insassen wurden mit weniger schweren Verletzungen mit dem Hubschrauber der Küstenwache ins Universitätsklinikum nach Reykjavík geflogen.
Am Unfallort hatte sich eine grosse Zahl an Erstrettern eingefunden, von Freiwilligen des regionalen Rettungstams über Krankenwagenfahrer, Feuerwehr und Polizei, schliesslich auch zwei Hubschrauber der Küstenwache.

nDer Unfall wird derzeit von der Polizei auf seinen Hergang untersucht. Während der Bergung hatte die Ringstrasse gesperrt werden müssen.
Damit habe in diesem noch jungen Jahr bereits vier Menschen ihr Leben in Island bei Verkehrsunfällen verloren. In der vergangenen Woche war ein Ehepaar bei einem Unfall auf eisglatter Fahrbahn auf der Strasse nach Grindavík ums Leben gekommen.

Grindavík: Suche nach Vermisstem wurde eingestellt

Der Polizeidienststellenleiter von Suðurnes hat entschieden, die Suche nach dem Mann einzustellen, der gestern Mittag in eine Erdspalte in Grindavík gestürzt war. Úlfar Lúðvíksson kündigte seine Entscheidung in den Abendnachrichten an. Er sagte, die Bedingungen in der Spalten seien sehr unsicher und es sei nicht vertretbar, dort Retter abzuseilen. Die Spalte ist um die 20 Meer tief.
„Wir können unsere Rettungsaktivität dort nicht fortsetzen, die Suche ist daher eingestellt worden,“ erklärte Úlfur. Die Entscheidung ist den Angehörigen des Vermissten mitgeteilt worden. Seit Beginn der Suche gibt es keine Spur von dem Mann.

Er wird seit Mittwochmorgen vermisst, als sein Arbeitskollege den Unfall meldete. Wie zuvor berichtet, hatte sich der Mann alleine vor Ort befunden, als er in die Spalte stürzte, sein Kollege kam erst nach seinem Verschwinden an den Unfallort. Die beiden waren damit beschäftigt gewesen, die Erdspalte aufzufüllen. Der Vermisste hatte in einem letzten Schritt feines Material verdichtet, als sich die Erde unter ihm öffnete und er mitsamt seinem Verdichter in die Tiefe stürzte, so die Rekonstruktion des Unfalls. Das Arbeitsgerät war in der Spalte gefunden worden.

Die Suchbedingungen gestalteten sich ausgesprochen schwierig. Am Morgen sagte Hjálmar Hallgrímsson, ein Polizist aus der Einsatzleitung, die Verengung der Spalte habe es den Rettern sehr schwer gemacht, und die Suche in die Länge gezogen. Die Spalte weitet sich nach unten hin und reicht in ein bis zu 14 Meter tiefes Wasser. Dort ist auch mit einer Unterwasserdrone ohne Erfolg gesucht worden. An der Suche hatten sich um die 200 Retter beteiligt, darunter Mitglieder der Spezialeinheit, sowie speziell ausgebildete Bergretter und Ruinenretter.
Im Facebookbeitrag gibt es Fotos der Rettungseinheit Þorbjörn.