Ausbruch nahe Grindavík wird immer wahrscheinlicher

Reykjanes eruption Iceland eruption

Die Wahrscheinlichkeit eines nuen Vulkanausbruchs auf der Halbinsel Reykjanes steigt mit jedem Tag. Der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson sagt, die Menschen müssten darauf vorbereitet sein, dass so ein Ausbuch beim nächsten Mal dichter an Grindavík passieren werde. Er sprach sich für den Bau von Schutzwällen um den Küstenort aus, berichtet RÚV.

Gleiche Ausgangssituation
Die Magma unter der Region Svartsengi wird in der kommenden Woche die gleiche Menge erreicht haben wie vor dem Ausbruch letzte Woche, damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines neuen Ausbruchs rapide an. Der nächste Ausbruch könnte näher an Grindavík stattfinden als beim letzten Mal, so Magnús Tumi. Mit einem Schutzwall könne man den Ort durchaus schützen, und die Kosten für den Wall seien um ein Vielfaches geringer als die Werte im Ort.

Auch weiterhin ist man der Ansicht dass sich der nächste Ausbruch möglicherweise zwischen den Bergen Stóra-Skógfell und Hagafell ereignen wird. Bei der letzten Eruption war die Lava zum Glück nach Nordosten geflossen und hatte keine Bauwerke gefährdet. Die Wasserscheide der Region liegt beim Sundhnúkur, Lava war also auf der „günstigeren“ Seite geflossen. Ein Ausbruch südlich des Sundhnúkur erhöht allerdings das Risiko, dass sich Lava in Richtung Grindavík aufmacht. Der Sundhnúkur liegt um die hundert Meter über dem Meeresspiegel und damit viel höher als die Ortschaft Grindavík.
Auch der Gemeinderat von Grindavík hatte sich heute an die Regierung gewandt, mit der Bitte, sich für einen Schutzwall stark zu machen.

Magma lag schon länger in der Erdkruste
Derweil hat das Geowissenschaftliche Institut die Lava vom 18. Dezember auf ihre Zusammensetzung untersucht und das Ergebnis in einem Facebookbeitrag ausgeführt. Die aus dem Sundhnjúksgígur autretende Magma besteht demnach aus tholeiitischem Basalt, den man häufig bei Spaltenausbrüchen findet. Sie ist blättrig und glasig und weist Plagioklas- und Olivingänge sowie Kristalle auf.

Diese Magma ist daher wahrscheinlich weiter entwickelt als das Material, das bei den Ausbrüchen im Fagradalsfjall ausgetreten war, hat jedoch den gleichen Ursprung. Sie unterscheidet sich von der Magma, das vor langer Zeit im Svartsengi-System (dazu zählen die Lavafelder Eldvörp, Illahraun, Sundhnúksgigar) aufgetaucht war. Die jetzt untersuchte Magma hat also wahrscheinlich einige Zeit in der Erdkruste verbracht, bevor sie an die Oberfläche getreten war.

 

 

Mond über Island war den ganzen Tag zu sehen

In Island war heute der Mond den ganzen Tag lang zu sehen, berichtet Vísir. Weder ging er auf noch unter, vielmehr hing er von früh bis spät in voller Pracht am Himmel.
Das seltene Spektakel hat dennoch eine natürliche Erklärung, so der Astrologe Sævar Helgi Bragason in einem Beitrag auf seiner Facebookseite:
„Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde ist im Vergleich zur Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 5 Grad geneigt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat sich der Mond auf seiner Umlaufbahn um die Erde so nördlich wie nur möglich befunden. Die Erde ist ebenfalls geneigt, und der Einfluss auf die Höhe des Mondes am Himmel ist in der Nähe der Sonnenwende am größten. Der Mond stand daher in den letzten 24 Stunden von uns aus gesehen ausgesprochen hoch am Himmel“ erklärte Sterne-Sævar.
Der Mond im Dezember ahme die Reise der Sonne über den Himmel im Sommer nach. Jetzt sei Vollmond mit abnehmendem Mond, und am 11. Januar dann Neumond.