Björk erhält Ehrendoktorwürde der isländischen Kunsthochschule

Björk Guðmundsdóttir

Die isländische Künstlerin und Singersonwriterin Björk hat die Ehrendoktorwürde der Kunsthochschule erhalten. Der Titel war ihr am 16. Juni während einer Schulabschlusszeremonie in der Konzerthalle Harpa verliehen worden. Damit wird diese Ehrung zum zweiten Mal einem berühmten Absolventen der isländischen Kunsthochschule zuteil.
Wie einer Pressemitteilung der Universität zu entnehmen ist, wird die Ehrendoktorwürde an Personen verliehen, die einen besonderen Einfluss auf Kunst und Kultur hatten, und dient der Hochschule als Gelegenheit, die Leistungen und Beiträge des Empfängers im akademischen Bereich der Kunst zu würdigen.
Um für die Anerkennung in Frage zu kommen, müssen die Empfänger einen wichtigen Beitrag geleistet und „sich in ihrem jeweiligen Bereich Respekt erworben haben, sei es als Künstler, Akademiker oder einflussreiche Persönlichkeiten im Bereich Kultur, Kunst oder Kunsterziehung“.

“Björk ist keine gewöhnliche Musikerin,“ sagte die Präsidentin der Kunsthochschule, Fríða Björk Invarsdóttir in einer Ansprache anlässlich der Zeremonie, „ihre Arbeit scheint von anderen Gesetzen bestimmt zu sein. Als Solokünstlerin hat sie ihre Bindung zu ihren Kompositionen und ihrem eigenen Image immer wieder neu belebt. Jede neue Kreation, die sie präsentiert, bringt uns eine unvorhergesehene und harmonische Welt.”
„Die meisten von uns kennen ja die Geschichte, wie Björk einem weltweiten Publikum die isländische Musik präsentierte“, sagte Friða Björk, „während andere isländische Musiker weltweit Anerkennung fanden und Eindruck hinterließen, war Björk vielmehr ein Wegbereiter, der die isländische Musik effektiv ins internationale Rampenlicht brachte. Ihre bahnbrechenden Leistungen sind zweifellos späteren Künstlern zugute gekommen, die dann in ihre Fußstapfen getreten sind.
Zwei Werke von Björk wurden bei der Zeremonie aufgeführt, die Performance von Atopos von Murmura, und eine weitere Performance, Tabula Rasa von Viibra.
Zuvor hatte der Komponist Hjálmar H. Ragnarsson im Jahr 2016 die Ehrendoktorwürde der Hochschule erhalten.

 

Kleiner Gletscherlauf in der Fremri-Emstruá

Ein Gletscherlauf ergiesst sich aller Wahrscheinlichkeit gerade in den Fluss Fremri Emstruá, gibt der isländische Wetterdienst bekannt. Die Hütenwarte in der Berghütte Emstruskáli hätten gestern morgen starken Schwefelgeruch gemeldet, berichtet mbl.is.
Die Hütte Emstruskáli liegt an dem beliebten Wanderweg Laugavegur zwischen Landmannalaugar und der Þórsmörk. Der Fluss Emstruá entspringt aus dem Gletscher Entujökull und fliesst in den Markarfljót. Kleinere Gletscherläufe mit starkem Schwefelgeruch kommen in diesem Gebiet fast jedes Jahr vor.

Es wird erneut darauf hingewiesen dass durch den Gletscherlauf keine grosse Gefahr zu erwarten ist, dass aber eine Gasentwicklung an der Quelle des Flusses und in Senken in der Landschaft rund um den Fluss eine Gefahr darstellen kann. Das Gas kann u.a. Reizungen in den Augen und im Rachen verursachen, sobald man dies bemerkt, wird empfohlen, sich weiter oben in der Landschaft und vom Fluss weg zu bewegen, heisst es in einer Mitteilung der Wetterbehörde, die auch für die Überwachung der Vulkane im Land zuständig ist.
Der diensthabende Vulkanloge beim Wetterdienst sagte, die Gasbelastung sei gestern Mittag schon niedriger gewesen  und auch bei der Polizei, die das Gelände überprüft habe, hätten die Geräte nur wenig Gasverschmutzung gemessen.
In die Emstruá fliesse in der Regel eher wenig Wasser aus dem Gletscher, die Gasbelastung sei hier die grössere Gefahr.
Der Geruchssinn kann bei hohen Gaswerten ausfallen, deswegen sollte man seiner Nase nicht trauen, wenn man Schwefelgeruch wahrnimmt und sich rechtzetig in Sicherheit bringen.
Der Gletscherlauf dürfte ein paar Tage andauern.