E-Autos: Aufladen an Steckdose der Unterkunft ist nicht gestattet

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Nachdem sich der Betreiber eines Gästehauses heute morgen im Internet beschwerte, dass Touristen die Steckdosen ihrer Unterkunft benutzten, um per Notladekabel ihr E-Auto aufzuladen, gibt es nun eine offizielle Mitteilung der isländischen Baubehörde zu dem Thema.

Bei Fahrten aufs Land, so heisst es in der Mitteilung, sei es nicht immer leicht, eine Ladestation dort zu finden, wo es am besten in den Reiseplan passt. Die Verlockung sei da gross, das Notladegerät zu nutzen und einfach die nächstbeste Steckdose anzuzapfen – auf dem Campingplatz, der Unterkunft oder dem Sommerhaus.
Diese Anschlüsse sollten jedoch niemals zum Laden von elektrischen Fahrzeugen verwendet werden, es sei denn, sie sind speziell für diesen Zweck vorgesehen. Bei der Nutzung von nicht dafür ausgelegten Stromanschlüssen kann es zu Unfällen und Bränden kommen.

Jeder einzelne Anschluss zum Laden von Elektrofahrzeugen muss durch eine Überstromschutzeinrichtung und einen Fehlerstromschalter des jeweils korrekten Typs geschützt werden, der nur diesen spezifischen Anschlusspunkt schützt, und nicht etwa alle Anschlüsse im Gebäude.
In den meisten Fällen eignen sich die normalen Hausstromanschlüsse daher nicht, um Elektrofahrzeuge aufzuladen, es sei denn sie sind wie erwähnt gesondert geschützt, und es ist gewährleistet dass der Strom nicht über 8A bis 10A geht.
Für die Aufladung von Elektroautos sowie die Sicherheit dieser Fahrzeuge sind spezielle Richtlinien veröffentlicht worden. Es ist daher wichtig, dass Betreiber von Gästehäusern ihre Gäste entsprechend informieren, ob es vor Ort eine zugelassene Aufladevorrichtung gibt, und wie sie benutzt wird.

 

Cyberangriffe auf isländische Institutionen

Alþingi parliament

Die Webseite des isländischen Parlaments Alþingi ist derzeit nicht zugänglich. Ragnar Árnadóttir, die Büroleiterin des Alþingi, sagte Vísir, sowohl die öffentliche Webseite als auch das Intranet des Parlaments seien betroffen. Inzwischen hat sich die pro-russische Hackergruppierung NoName057 zu Cyberangriffen auf isländische Institutionen bekannt. Schon zuvor war vor solchen Angriffen im Zusamenhang mit dem heute und morgen stattfindenden Europagipfel in Reykjavík gewarnt worden.

Auch die Webseite des Obersten Gerichtshofs liegt derzeit nieder, bislang konnte jedoch nicht bestätigt werden, ob die beiden Fälle zusammenhängen. Am Morgen hatte die Polizei angegeben, dass sich Cyberangriffe gegen isländische Internetseiten richten könnten. Auch die Webseite der isländischen Ministerien und des Berufungsgerichtshofes hatten am Morgen Zugangsprobleme erlebt.
“Ich kann bestätigen, dass es Angriffe auf einige Webseiten gibt,” sagte der stellvertretende Polizeihauptkommissar Rúnólfur Þórhallsson Vísir gegenüber. Die Zahl der Angriffe sei in den letzten Tagen vor dem Europagipfel weiter gestiegen. “Unser Internetsicherheitsteam CERT-IS leitet unsere Abwehr. Sie stehen in gutem Kontakt zu Cybersicherheitsexperten in allen Institutionen und Unternehmen. Es gibt also eine breite Abwehr, die aktiviert wird, wenn soetwas passiert.”