Wasser in der Silfra-Spalte wird nicht durch Tauchen belastet

Two people scuba diving in Silfra Fissure

Eine neue Studie des Marineforschungsinstitutes zur Messung der Wasserzusammensetzung der Silfra-Spalte in Þingvellir zeigt auf, dass der Tauchbetrieb das Wasser dort nicht messbar verschmutzt hat, berichtet mbl.is.
Am 3. Oktober 2022 wurden Wasserproben entnommen, um herauszufinden, ob die Tauchaktivitäten Auswirkungen auf die chemische Zusammensetzung des Wassers haben. Dabei ging es vor allem um mögliche Reinigungsmittel und Kosmetika, wie organische Kohlenstoffe, Fette, Phthalate, Terpentine und PFAS-Verbindungen. Ausserdem untersuchte man, ob ein erhöhter Tauchverkehr in der Spalte zu vermehrter Wassertrübung durch Sedimente führt. Die Wasserproben wurden oberhalb und unterhalb der Taucherplattform entnommen und brachten vergleichbare Ergebnisse wie in den Jahren zuvor. Das Wasser in der Silfraspalte wird seit 2007 kontrolliert.

Alle Stoffe, nach denen man suchte, wurden entweder nicht gefunden oder befanden sich unterhalb der Nachweisgrenze, mit Ausnahme einer zu den Phthalaten gehörenden Verbindung, ein bekannter Weichmacher im Kunststoff.
In diesem Fall geht man davon aus, dass die Probenentnahme im Herbst 2022, nach der Hochsaison, Auswirkungen auf das Ergebnis hatte, bei einer erneuten Probe im Februar 2023 lagen die Werte dann unthalb der Nachweisgrenze.
In der Studie heisst es, man halte es für wichtig, die Zusammensetzung des Wassers in der Silfra-Spalte auch weiterhin zu kontrollieren, um sofort einschreiten zu können, wenn sich dort etwas ändert.