Islands Bevölkerung auf 387.800 Einwohner angewachsen

Im letzten Quartal 2022 ist die Einwohnerzahl in Island um 2570 Personen angestiegen und beträgt jetzt 387.800 Einwohner, verteilt auf 199.840 Männer, 187.840 Frauen und 130 Personen anderen Geschlechts, zitiert Vísir das Statistische Amt.
Im Hauptstadtgebiet sind 247.590 Personen gemeldet, auf dem Land leben 140.210 Personen.

Im letzten Quartal wurden 1.040 Kinder geboren, 650 Personen verstarben. Das Land verliessen 1.580 Personen, 3.700 zogen auf die Insel. Bei den Wegzüglern verliessen mehr Männer als Frauen mit ausländischem Pass das Land.

Für isländische Staatsbürger war Dänemark das Hauptziel, dorthin zogen 110 Personen im vierten Quartal. Von 430 fortgezogenen isländischen Staatsbürgern wendeten sich 230 nach Dänemark, Norwegen und Schweden. Von den 1.150 ausländischen Mitbürgern, die das Land verliessen, wendeten sich die meisten, oder 340, nach Polen.
Die meisten Zuzügler kamen aus Dänemark, oder 140 Personen. Aus Norwegen wanderten 40 ein, aus Schweden 70. Polen ist auch weiterhin das Land, aus dem der grösste Teil der Zuzügler kommt, im vierten Quartal waren dies 720 von insgesamt 3,320 ausländischen Zuzüglern. An zweiter Stelle steht die Ukraine mit 580 Personen.
Die Zahl der Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit beträgt jetzt 65.090 Personen oder 16,8 Prozent der Gesamtbevölkerung.

 

Brennholz aus Island für dänische Kamine

Die Nachfrage nach isländischem Bauholz ist in kurzer Zeit stark gewachsen, und beim Sägewerk im Fljótsdalur konnte der Ertrag durch Einführung einer neuen Gattersäge um das Zwanzigfache erhöht werden. In Europa herrscht durch die Energiekrise allernorts Brennholzmangel, und beim Sägewerk denkt man nun daran, das Holz aus dem Fljótsdalur nach Dänemark zu exportieren.

“Wir sehen eine immer weiter steigende Nachfrage. Die Leute kommen darauf, dass isländisches Material durchaus eine vergleichbare Alternative ist. Wir haben auch einen wettbewerbsfähigen Preis. Während der COVID-Pandemie konnten wir den Importpreis sogar unterbieten. Und dabei bleiben wir und erhöhen nicht. Und die Nachfrage steigt von Tag zu Tag, sagt Sägewerksbesitzer Bjarki Már Jónsson.
Schon im vergangenen Jahr hatte sich die zu verarbeitende Holzmenge verdoppelt, und in diesem Jahr plant man 1000 Kubikmeter Holz durch das Werk zu schieben. Zu dem Zweck waren 50 Mio ISK unter anderem in eine neue, massangefertigte Säge aus Polen investiert worden, die mit mehr Tempo dickere Stämme zerteilen kann. Damit reduziert sich das Tagwerk von gestern auf eine halbe Stunde Arbeitszeit, freut sich Bjarki.

Waldbauern sollten mehr Bäume fällen
Nun wird das Sägewerk durch eine mangelnde Verfügbarkeit von Holzstämmen ausgebremst. Das Werk kauft alles Holz auf, was zu finden ist und motiviert die Waldbauern, in ihren Nutzwäldern noch besser auszusortieren.
Das Bauholz wird vor allem aus Lärche und Pappel gewonnen. Lärche findet Verwendung als Aussenverkleidung beim Hausbau. Aber auch Brennholz stellt das Sägewerk her, und dank der Eneriekrise in Europa steigt die Nachfrage nach Kaminholz stetig. Im Ausland hat sich der Preis verfünffacht, im Fljótsdalur baute man die Trockenkammern aus und heizt sie sie mit Sägemehl und Holzresten. Auf dem Kontinent seien die Vorratslager nämlich so gut wie leer, ein echter Notstand. Der nächste Schritt sei, einen bezahlbaren Transport zu finden, und dann könne man Dänemark mit Kaminholz aus Island versorgen, so der Sägewerksbesitzer aus dem Fljótsdalur.

 

Akureyri erlaubt uneingeschränkten Freilauf für Katzen

Katzenfreunde in Akureyri dürfen aufatmen: eine Mehrheit im Stadtrat hat beschlossen, das geplante nächtliche Ausgangsverbot für Katzen nicht umzusetzen. Eigentlich war ab dem 1. Januar 2025 ein komplettes Ausgangsverbot für Katzen gefolgt, und das nächtliche Ausgangsverbot stellte nur den ersten Schritt dar. Doch auch daraus wird nun nichts, berichtet RÚV.

Stadtratspräsident Heimir Örn Árnason bestätigt, man habe von den Plänen ganz abgelassen. “Das kommt nun gar nicht mehr auf den Tisch, und die Regeln werden nicht geändert. Die Sache ist in der Schublade verschwunden, vorerst zumindest.” sagte er in den Morgennachrichten.
Für Hilda Jana Gísladóttir von der Sozialdemokratischen Fraktion im Stadtrat sind das freudige Nachrichten.
“Das macht mich überglücklich, und das bedeutet wie gesagt, dass es gar kein Freilaufverbot für Katzen geben wird. Ich denke, das war das Beste was in der Sache passieren konnte, nachdem alles so gelaufen war.”

Katzenpartei erhielt 4% aller Stimmen
Das geplante Freilaufverbot für Katzen hatte starke Emotionen in der Bevölkerung geweckt. Unter anderem war eine politische Partei gegründet worden, die sich bei den Kommunalwahlen im letzten Frühjahr zur Wahl stellte, Hauptprogramm der Katzenpartei war der Kampf für die Rechte der Katzen. Die Partei erhielt vier Prozent der Stimmen und schaffte es nicht in den Stadtrat.
Aber auch der Verband der isländischen Tierärzte hatte sich seinerzeit gegen ein Freilaufverbot ausgesprochen.
Nun ist Húsavík noch die einzige Stadt in Island, wo Katzen das Haus nicht verlassen dürfen.