Streptokokkeninfektion füllt die Intensivstation des Landspítali

landspítali hospital

Eine Welle schwerwiegender Streptokokkeninfektionen der Atemwege im Kombination mit anderen Atemwegserkrankungen zwingt die Intensivstation der Universitätsklinik dieser Tage in die Knie, berichtet RÚV. Seit dem Beginn der COVID-Pandemie mussten nicht mehr soviele Patienten dort gleichzeitig versorgt werden.
Ein Oberarzt der Station sagte RÚV gegenüber, man bereite den Notfallstatus der Station vor, weil immer mehr Patienten mit hochansteckenden Streptokokkeninfektionen eingeliefert würden.

Gestern lagen 19 Patienten auf der Intensivstation, am vergangenen Wochenende waren es 22 gewesen. Eine derartig hohe Belegung hatte man zuletzt zu COVID-Zeiten erlebt, gab Kári Hreinsson, der Leiter der Abteilung für Chirurgie, Anästhesie und Intensivpflege am Landspítali gestern an. Die Versorgung sei ohne das hart arbeitende Pflegepersonal der Abteilung nicht möglich gewesen.
Kári erklärte, während COVID sei der Notfallstatus ausgerufen worden, als 27 Patienten gleichzeitig auf der Station versorgt wurden. Man überlege derzeit, ob ein Notfallstatus erklärt werden müsse, doch noch sei es nicht soweit.

“Das ist auch nichts, was in zwei oder drei Tagen vorübergeht, diese Atemwegsinfektionen sind ja schon eine ganze Weile unterwegs, und ein Ende ist nicht abzusehen.”
Dabei zeigte sich die Streptokokkeninfektion oft zusammen mit herkömmlichen Erkältungskrankheiten, und quer durch alle Bevölkerungsschichten.
“Das macht die Erkrankung viel gefährlicher und und schwerer zu behandeln.” sagt Kári.
Wenn es auf der Intensivstation nicht genügend Betten gibt, werden Intensivpatienten auf die Wachstation verlegt. Dies wirke sich bislang noch nicht auf die Versorgung anderer Patienten oder den Operationsbetrieb aus. “Aber das kann durchaus in den kommenden Tagen passieren.” mahnt Kári.

 

Alleinstehende vom Þorrablót in Bolungarvík ausgeschlossen

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Bewohner im Fáskrúðsfjörður in diesem Jahr mit einer 125 Jahre alten Tradition brachen, als das Festkomitee Alleinstehende und Geschiedene zum jährlichen Eheleuteball zuliess. Am anderen Ende der Insel ist man an diesem Punkt offenbar noch lange nicht angekommen: in Bolungarvík in den Westfjorden dürfen Alleinstehende nicht zum jährlichen (79.) Þorrablót erscheinen, berichtet RÚV.

Nach Angaben der Komiteevorsitzenden sei darüber debattiert worden, man habe den Vorschlag jedoch nicht umgesetzt. Das aus elf Frauen bestehende Festkomitee erklärte, man halte sich da eher an alte Traditionen. Die Gäste erschienen auch in der isländischen Volkstracht, seit man sich im Jahr 1944 zum ersten Mal zum Þorrablót traf.
Die Zeiten änderten sich zwar, und homosexuelle Paare seien beim Fest inzwischen willkommen. Man schliesse auch nicht aus, dass eines Tages Alleinstehende teilnehmen dürften. Aber in diesem Jahr sei das Þorrablót in Bolungarvík ausschliesslich für Ehepaare, eheähnliche Lebensemeinschaften, sowie Witwen und Witwer gedacht.