Anglerfisch in isländischen Gewässern entdeckt

Ein neuer Fisch ist in isländischen Gewässern entdeckt worden. Bei der jährlichen Fangexpedition des Meeresforschungsinstitutes war unter anderem in grosser Tiefe auf bis zu 1400 Metern gefischt worden. Auf der Webseite des Meeresforschungsinstitutes heisst es, dass man oft kaum bekannte Fische findet, wenn man das Netz in solcher Tiefe auswirft. Der Anglerfisch Lophodolos acanthognadus ging den Forschern zum ersten Mal in isländischen Gewässern ins Netz, ein Tiefseefisch, der zuvor schon in grönländischen Gewässern gefunden worden war.

Solche Funde werden gefroren und im Labor an Land untersucht. Doch der Meeresbiologe und Autor des Werkes Íslenskir fiskar, Jónbjörn Pálsson, musste diesmal nur einen Blick auf den Fisch werfen, um ihn zu identizifieren, weil er bei einer ähnlichen Expedition in Grönland schon einmal aufgetaucht war.
Jetzt aber gehört diese Anglerfischart auch offiziell zu den isländischen Fischarten.

 

Grosseinsatz von Landsbjörg in Zahlen

Das Unwetter vom vergangenen Wochenende hat alle Einsatzkräfte in Island hart gefordert. Die freiwilligen Rettungsleute von Landsbjörg haben mehr als 4000 Personen aus dem Schnee geholfen. 633 Freiwillige waren neuen Zahlen zufolge zu 83 Rettungseinsätzen ausgerückt.
Auf dem Grindavíkurvegur wurde 1200 Personen im Unwetter geholfen, in Reykjanesbær waren es 1500 Personen, hinzu kamen 2000 festsitzende Fluggäste im Flughafen Leifstöð in Keflavík.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, Mitarbeiter des Gesundheitswesens zum Dienst und nach Hause zu bringen, Patienten ins Krankenhaus zu transportieren und Auffangstationen zu eröffnen. Für lebensnotwendige Medikamententransporte zeichneten die Freiwilligen verantwortlich, etwa zum Flughafen, und auch eine Organspende aus dem Ausland wurde von Landsbjörg-Helfern vom Flughafen zur Universitätsklinik gebracht.
Schliesslich gab es zahllose Aktionen, wo Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen, aber auch Unternehmen die Hilfe der Freiwilligen benötigen, um vorwärtszukommen. Schneefahrzeuge von Landsbjörg wurden benutzt, um festsitzende Schneepflüge zu befreien, und schweres Gerät half, Busse aus dem Schnee zu holen.

Kinotickets erreichen neue Höchstpreise

People sitting in a cinema, eating popcorn.

Eintrittskarten fürs Kino haben in Island inzwischen die 2000 ISK Grenze durchbrochen (13,14 EUR). Vísir sprach mit Kinogängern, die die Preise als drastisch bezeichneten, und das trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land.
Noch gar nicht lange her ist es – im April 2008, kurz vor dem Bankencrash – dass ein Kinoticket zum ersten Mal die 1000 ISK (6,57 EUR) Grenze durchbrochen hatte. Schon damals äusserten Kinogänger sich empört:
“Der Preis für eine Kinokarte war meiner Meinung nach schockierend hoch – aber jetzt ist ist es noch teurer geworden, der Preis hat 1000 Kronen erreicht, und dann musst du noch Popcorn, Coke und Süssigkeiten kaufen,” schrieb damals ein Kommentator.

Heute, 14 Jahre später, liegt der Preis in den Kinohäusern Sambíó, Háskólabíó und Smárabíó nun bei 2045 Kronen. In anderen Kinos zahlt man knapp unter 2000 ISK. Wie schon vor 14 Jahren sind auch heute die Kinofreunde im Kringlan Einkaufszentrum alles andere als glücklich damit.
Alfreð Ásberg Árnason vom Kino Sambíó hingegen ist der Ansicht, eine Eintrittskarte ins Kino sei in Island immer noch die billigste Art und Weise, sich zwei Stunden lang zu amüsieren. Der Preisanstieg könne nicht mit anderen Preiserhöhungen verglichen werden.

Neue Höchstpreise für Snacks und Getränke
Vísir hat eine Preisliste für beliebte Snacks und Getränke zusammengestellt, denmnach kostet ein Hotdog bei Bæjarins Beztu inzwischen 600 ISK (3.95 EUR) (der Preis hatte sich seit der letzten Saison stark erhöht), im Eissalon Ísbúð Vesturbæjar kostet ein beliebtes gequirltes Eis mit Süssigkeiten 1,550 ISK (10.18 EUR), und für einen doppelten Cappuccino im Kaffeehaus Te & Kaffi darf man 835 ISK (5.50 EUR) hinlegen. Ein Bier bekommt man nicht mehr unter 1450 ISK (9,55 EUR), das ist doppelt so teuer wie ein halber Liter Tuborg in einer dänischen Kneipe.

Das Statistische Amt hatte am vergangenen Donnerstag die neusten Inflationszahlen veröffentlicht, und auch Landsbankinn prognostiziert einen weiteren Anstieg der Inflation auf 9,6 Prozent, bevor sie im Januar wieder sinken soll. Die Teuerung bekommt der Verbraucher jetzt in der Vorweihnachtszeit schmerzlich zu spüren.
“Ich kann nicht mal Weihnachtsgeschenke für meine Mutter kaufen,” klagt Magnús Ingi Halldórsson, ein junger Angestellter im Einkaufszentrum Kringlan Vísir gegenüber.