Arbeitslosenquote von 2,8 % schafft Probleme für Arbeitgeber

Reykjavík pond downtown

Die Arbeitslosenquote lag im September diesen Jahres bei 2,8 Prozent. Auch wenn das nach einer positiven Entwicklung klingt, nach Angaben des Arbeitgeberverbandes war es noch nie so schwer, Arbeitskräfte zu finden.
Una Jónsdóttir, eine Ökonomin bei Landsbanki, sagte RÚV gegenüber, zuvor hätten Arbeitnehmer um Jobs konkurriert, heute seien es die Arbeitgeber, die um Mitarbeiter konkurrieren.
Insgesamt waren im September 5400 Personen ohne Arbeit gewesen, davon waren 44 Prozent ausländischer Herkunft. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei den ausländischen Mitbürgern mit 5,6 Prozent fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt.

In der Region Suðurnes ist die Arbeitslosenquote mit 4,8 Prozent besonders hoch, während sie in der Hauptstadtregion bei 3,2 Prozent liegt. Am niedrigsten fällt die Quote im Nordwesten des Landes aus, dort liegt sie bei 0,7 Prozent.
Ökonomen sind der Ansicht, dass die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften bei gesättigem Arbeitsmarkt Auswirkungen bei den anstehenden Tarifverhandlungen zeigen könnten.

 

Gletscherlauf aus den Grímsvötn fällt diesmal klein aus

Vatnajökull Grímsfjall Grímsvötn Bárðarbunga Kverkfjöll Jöklar Jökull Vísindi

Der Wasserpegel im Gletscherfluss Gígjukvísl ist um 30 bis 35 Zentimeter gestiegen, nachdem der Gletscherlauf aus dem Vulkan Grímsvötn unter dem Eis im Flachland angekommen ist. Man rechnet damit, dass der Höchststand heute erreicht wird. Die Eishöhle unter den Grímsvötn ist Messungen der Wetterbehörde zufolge um etwa 11 Meter abgesunken, berichtet Vísir.
Nach Angaben von Bjarki Kaldalóns Friis, einem Experten für Naturkatastrophen beim Wetterdienst, ist der Wasserpegel seit gestern langsam und stetig angestiegen.
“Wir glauben nicht dass er noch stark ansteigt, wir rechnen damit dass er seinen Höchststand heute Nachmittag erreicht, aber mal schauen wie sich das entwickelt,” gab Bjarki an.

Da dieser Gletscherlauf eher klein ausfällt, sind Brücken oder andere Bauwerke nicht in Gefahr. Auch vulkanische Unruhe sei nicht beobachtet worden, es gab zwar eine durch den Gletscherlauf bedingte seismische Unruhe, aber kaum Erdbeben, und auch Gasentwicklung konnte im Gebiet nicht festgestellt werden.

Vor dem Gletscherlauf war der Wasserstand in den Grímsvötn nicht sehr hoch gewesen. Beim jetztigen Gletscherlauf werden um die 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde erwartet, was nur ein Fünftel des letzten Gletscherlaufs vom Dezember 2021 ist.
Sollte der See sich ganz entleeren, dann kann die Eishöhle um bis zu 15 Meter absinken.