Isländische Äpfel aus Akranes

In diesen Tagen beginnt die Apfelernte, und hier in Island ist das nicht anders. In der Tat gibt es Apfelbäume: im westisländischen Akranes hegt Gärtner Jón Þórir Guðmundsson um die 40 Bäume, die er vor 20 Jahren in seinem vor Wind und Wetter geschützten Garten gepflanzt hat. Dort gedeihen auch Beerensträucher und Gemüse, und eben Apfelbäume. In guten Jahren erntet Jón bis zu 500 Äpfel, berichtet RÚV.
In diesem Jahr fiel die Ernte etwas geringer aus, denn der nasse Sommer 2021 reduzierte die Blütenzahl, sodass in diesem Jahr weniger Früchte heranreiften. Die Blütenansätze für kommendes Jahr sehen jedoch vielversprechend aus.

Nichts ist nämlich umöglich, meint der Apfelgärtner. “Das ist vielleicht nicht gerade das Traumland des Apfelbaums, aber da ist allerhand möglich, wenn die Bäume gut sind, und der Standort gut ausgewählt, und man sich um sie kümmert, dann hat sich gezeigt, dass es da ganz schön viele Möglichkeiten gibt. Die Apfelbäume aus den nordischen Ländern gehen am besten.”
Seiner Erfahrung nach sind norwegische Apfelbäume besonders geeignet und schenken eine gute Ernte. Jetzt sei der Zeitpunkt, wenn sie sich leicht vom Zweig lösen lassen.

 

Erste Messe in der neuen Kirche auf Grímsey

Grímsey church

Am gerade vergangenen Sonntag ist in der neuerrichteten Kirche von Grímsey die erste Messe abgehalten worden. Die historische Kirche, die im Jahr 1867 aus Treibholz gebaut worden war und seit 1932 auf ihrem jetzigen Platz steht, war im letzten Jahr bis auf die Fundamente abgebrannt. Die Zerstörung der Kirche galt als schwerer Verlust für die kleine Gemeinschaft auf Grímsey.

Die neue Kirche reflektiert das historische Gebäude, ist aber modern ausgestattet und dient auch als Veranstaltungsort für die Leute auf Grímsey.
In einem Interview mit RÚV sagte Pastor Oddur Bjarni Þorkelsson “Das ist ein grosser Moment. Ich bin nicht oft sprachlos, aber genau das war ich. Das ist das erste Mal, dass ich das Gebäude nach den Bauarbeiten zu sehen bekam. Es sieht aus wie die alte Kirche, ist aber doch ganz anders. Und die Kraft der Gemeinde zu erleben, und die Freude aller, die kamen um zu helfen, das ist ein grosser Moment.”

Der Wiederaufbau der Kirche hat um die 120 Millionen ISK gekostet. Die Versicherung hatte 30 Mio ISK für das urspüngliche Gebäude gezahlt, weitere 20 Mio ISK waren vom Staat gekommen. Den grossen Restbetrag hatte die Gemeinde selbst gesammelt.