Rettungswacht beendet Einsatz in den Meradalir

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Die freiwilligen Mitglieder der Rettungswacht befinden sich in den Meradalir nicht mehr im Einsatz, weil es auf der Halbinsel keine vulkanische Aktivität mehr gibt und auch die seismische Unruhe stark rückgängig ist. Dies geht aus dem Statusbericht hervor, den die Koordinierungsstelle des Zivilschutzes veröffentlicht hat.
Dafür sollen nach dem Wochenende dann Ranger die Aufsicht im Gelände übernehmen.

Es ist verboten, über die Lava zu laufen, sowohl über die vom letzten Jahr als auch über die neue Lavadecke, unter anderem aus Naturschutzgründen.
Aus dem Statusbericht geht ebenfalls hervor, dass die Rettungswacht in Notfällen auch weiterhin Einsätze fahren wird.
Noch gilt für das Gebiet die Gefahrenstufe, die Situation soll aber in der kommenden Woche erneut geprüft werden.
Zusätzlich zu den Rangern befinden sich zwei Teams von Polizisten und Rettungssanitätern im Gelände, die nach Angaben des Zivilschutzes bislang alle Probleme hatten lösen können.
Schätzungen zufolge besuchen immer noch 1000 bis 1500 Schaulustige das Gebiet jeden Tag.

 

Nationaler Rechnungshof überprüft MAST-Tierschutzkontrollen

Der Oberste Rechnungshof hat entschieden, eine Initiativprüfung der Tierschutzkontrollen bei der Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörde MAST durchzuführen. Das ist auf der Webseite des Rechnungshofs zu lesen. Ein Grund für diese Prüfung wird nicht angegeben, aber sie folgt unmittelbar auf die heftige Kritik an der Tierschutzüberwachung durch MAST im westisländischen Borgarbyggð, berichtet Vísir.
Dort waren an die 30 unterernährte Jungpferde in einem engen Stall eingesperrt gewesen, und die Tierschutzkontrolleure hatten sich trotz mehrfacher Meldung offenbar nicht des Falles angenommen. Daraufhin hatten sich verärgerte Pferdebesitzer, die das Elend nicht mehr ertrugen, an die Medien gewandt. Der Besitzer hatte in der vergangenen Nacht die Jungpferde an einen unbekannten Ort verbracht.

Prüfung von MAST stand ohnehin an
Rechnungshofleiter Guðmundur Björgvin Helgason gab an, dass der Zeitpunkt der Prüfung kein Zufall sei. Es habe vielmehr schon länger den Plan gegeben, die Tierschutzaufsicht bei MAST zu überprüfen, da solche Fragen seit geraumer Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert würden. “Das ist ja  nicht das erste oder zweite Mal, bei dem die Behörde für ihren Umgang mit dem Thema kritisiert wird,“ sagt Guðmundur Björgvin.

Im Jahr 2013 hatte der Rechnungshof eine Verwaltungsprüfung bei MAST durchgeführt. In dem Jahr war die Tierschutzüberwachung von der Umweltbehörde an MAST verlagert worden. Seitdem hatte der Rechnungshof keine Berührungspunkte mehr mit der Kontrollinstanz gehabt.
„Wir haben bestimmte Prüfungsmöglichkeiten, von denen wir glauben, dass wir die aus eigener Initiative durchführen können,“ erklärt Guðmundur. Es handle sich um eine konzeptionelle Arbeit, die schon länger geplant war.

„Dies ist ein Beispiel, aber es hat andere Vorfälle gegeben, wo die Aufsichtsführung kritisiert worden ist. Wenn es ein Versehen ist, dann denke ich, dass die Prüfung das aufdecken wird. Wenn da irgendwelche Mängel vorliegen, Fehler oder Mangel an Mitarbeitern, Geld oder was auch immer, die verhindern, dass die Behörde die Verantwortung für ihre rechtmässige Rolle übernehmen kann, dann denke ich, dass die Prüfung dies ebenfalls aufdecken wird.“
Er rechnet damit, dass die Prüfung ein paar Monate dauern wird. Man stehe kurz davor, mit der Arbeit zu beginnen. Die Ergebnisse werden dann in einer offiziellen Bericht an das Parlament veröffentlicht.