Erster Nachtfrost in Reykjavík und Þingvellir

In der vergangenen Nacht hat es in Reykjavík den ersten Nachfrost gegeben, berichtet mbl.is. Die Bodentemperatur war dort auf -3,4 Grad gefallen.
Die Lufttemperatur blieb über dem Nullpunkt, weil sie in zwei Metern Höhe gemessen wird, bestätigte Helga Ívarsdóttir vom isländischen Wetterdienst.

Am kältesten war es in Þingvellir, dort fiel die Lufttemperatur auf -4,3 Grad. Auf Platz zwei der kältesten Orte lagen der Sandskeið und Torfur.
Auch im Hochland gab es den ersten Nachfrost, am kältesten war es im Möðrudalur, am Veiðivatnajökull und am Dyngjujökull.

Wer also in diesen Tagen wandert und zeltet, sollte seine Ausrüstung noch einmal kritisch überprüfen. Für den Mittwoch stehen vor allem im Süden und im südlichen Hochland schwere Regenfälle und starker Wind auf dem Programm, an den Veiðivötn mit Orkanstärke von bis zu 20 m/s.

Hubschrauber-Rundflüge über den Vulkan so beliebt wie letztes Jahr

Meradalir eruption 2022

Wie schon im vergangenen Jahr während des Vulkanausbruchs in den Geldingadalir ist auch jetzt wieder der Hubschrauberflug über dem Eruptionsgebiet beliebt bei ausländischen Besuchern wie bei Inselnbewohnern. Um die 200 Mann begeben sich täglich in die Luft, und obwohl mehrere Unternehmen die Nachfrage bedienen, hat man Piloten und Hubschrauber aus dem Ausland hinzu engagieren müssen, berichtet RÚV.
Birgir Ómar Haraldsson von Norðurflug sagt, die Wartelisten für einen Flug reichten dennoch bis in den Oktober hinein.

Hohe Nachfrage für 45 Minuten Flug
Ein Hubschrauberflug kostet 50.000 ISK, für Kinder 37.000 ISK, Platz gibt es für fünf Passagiere. Die gesamte Tour dauert 45 Minuten vom Flughafen in Reykjavík aus, der Flug zum Vulkan selbst dauert zwischen 7 und 10 Minuten. Oft befinden sich alle Hubschrauber in der Luft, denn das Unternehmen bedient auch Flüge auf die Gletscher und bringt Angler an einsame Lachsflüsse. Ausländische Piloten helfen inzwischen, den Flugplan zu ergänzen.

Lärmbelästigung gehört dazu
Auch in diesem Jahr klagt so mancher Fussgänger wieder über den Lärm von Hubschrauber und Dronen, der das Erlebnis am Vulkan mindere. In Reykjavík stösst der Fluglärm ebenfalls auf Kritik.
“Das verstehen wir gut.” sagt Birgir. “Wir beginnen nicht vor acht Uhr morgens und fliegen bis 22 Uhr am Abend. Das gehört halt dazu. Leider kann man die Hubschrauber nicht lautlos machen, manche verursachen weniger Lärm als andere, aber das ist alles in der Entwicklung, und wir geben uns Mühe, nicht zu nah an Wohnhäusern vorbeizufliegen.” Vor allem Dronenpiloten, so findet Birgir, dürften ein wenig mehr Rücksicht am Ausbruchsgebiet nehmen und sich besser an die Flugregeln halten.