Exportschlager Eiderdaune, 6,4 Tonnen gingen nach Deutschland

Female eiderducks

Ein kleiner Zweig der isländischen Landwirtschaft beschäftigt sogenannte Eiderbauern, das sind Landwirte, die Brutgebiete von Eiderenten auf ihrem Land haben, diese betreuen und zum richtigen Zeitpunkt die Daunen “ernten”. Der Grossteil isländischer Eiderdaunen wird im Land selbst verarbeitet und dann exportiert, berichtet das Bændablaðið.
Im Jahr 2021 sind 3.839 Kilo Eiderdaunen im Gegenwert von 637.931.570 ISK (ca 4,6 Mio EUR) ausgeführt worden, das ist ein Kilopreis von 166.171 ISK (ca 1200 EUR).

Der Wert der edlen Daune ist jedoch Schwankungen ausgesetzt. Im Jahr 2013 betrugen die Exporterlöse 600 Mio ISK, und auch im Folgejahr brachte die Daune noch gute Summen, doch dann ging der Verkauf zurück und der Preis sank. Im vergangenen Jahr stieg die Nachfrage wieder, mit entsprechend höheren Preisen, und für das aktuelle Jahr sehen die Zahlen vielversprechend aus, schreibt bbl.is.

Nach Informationen des Statistischen Amtes sind im Jahr 2021 insgesamt 1.166 Kilo verlesene, ungewaschene Eiderdaunen im Wert von 205.7440.26 ISK ausgeführt worden, hier lag der Kilopreis bei 176.453 ISK. Im gleichen Zeitraum wurden 2.673 Kilo verlesene und gewaschene Daunen im Wert von 432.187.542 ISK ausgeführt, das sind 161.686 ISK pro Kilo im Durchschnitt.
Die Daunen werden in viele Länder exportiert, Spitzenreiter sind Japan (1,4 t) und mit 6,4 Tonnen Deutschland, wo man auch schon mal 10.000 Euro für eine Decke aus isländischen Daunen auf den Tisch legen muss. Aber auch in Island sind Eiderdaunendecken ein Luxus, auf den viele sparen müssen, um ihn sich zu erlauben.

Das Eiderdaunengeschäft ist von grosser Fürsorge gekennzeichnet, denn die Ente muss sich absolut sicher fühlen, um in das Brutgebiet zurückzukehren. Vor der Brut wird das Gebiet sorgfältig gereinigt, während der Brut sorgt der Bauer dafür, dass keine Raubvögel oder Füchse den Enten gefährlich werden. Der Vogel rupft sich die Daunen aus der Brust und polstert damit sein Nest. Die Daunen werden erst dann aus den Nestern entnommen, wenn Ente oder Gelege keinen Schaden nehmen. Die Eiderente gehört zu den gefährdeten Arten.

Drei Jahre überbezahlt wegen Fehler im System

parliament Alþingi

In den vergangenen drei Jahren sind 260 gewählte Volksvertreter, Minister und Staatsbedienstete überbezahlt worden, berichtet RÚV.
Die Überbezahlung war Resultat eines Irrtums bei der Berechnung der jährlichen Gehaltserhöhung und beläuft sich auf insgesamt 105 Mio ISK (753,783 EUR) oder ungefähr 400.000 ISK (2871 EUR) pro Person. Die Empfänger müssen die zuviel gezahlten Gehälter zurückzahlen.

Jedes Jahr bringt die staatliche Finanzbuchhaltung (FJS) die Gehälter der gewählten Volksvertreter, Minister und Staatsbediensteten entsprechend der Zahlen von Statistischen Amt und Personalverwaltung auf den neusten Stand. Die Gehaltserhöhungen waren in einem Gesetz aus dem Jahr 2019 festgeschrieben worden. In Vorbereitung zu den Gehaltserhöhungen für das Jahr 2022 stellte sich jedoch heraus, dass in diesen drei Jahren ein falscher Index benutzt worden, um die Gehälter der betroffenen Gruppe auszurechnen. Anstatt, wie gesetzlich vorgeschrieben, die Lohnerhöhung für diese Gruppe auf die durchschnittliche jährliche Steigerung der regulären Löhne der Staatsbediensteten zu stützen, wurde als Maßstab für die Erhöhungen der Lohnindex für Staatsbedienstete herangezogen.

Ingesamt 260 Personen, darunter Staatspräsident Guðni Th. Jóhannesson, Parlamentarier, Richter, Staatsanwälte, Polizeichefs und der Direktor der isländichen Zentralbank, Ásgeir Jónsson, sind betroffen. Sie alle müssen die Fehlzahlungen zurückbezahlen, entweder indem die Summe von zukünftigen Gehältern abgezogen wird, oder per automatischer Zahlung über einen Zeitraum von 12 Monaten.