Todesfall an der Reynisfjara

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Gestern nachmittag ist ein Tourist am Strand Reynisfjara von den Wellen mitgerissen worden und ertrunken. Es handelte sich um einen ausländischen Touristen über 70, der mit seiner Gattin in einer organisierten Gruppenreise in Island unterwegs gewesen war.
Auch seine Frau war in den Wellen gelandet, doch hatte sie sich mit Hilfe Beistehender an Land gerettet, bevor die Wellen sie aufs offene Meer ziehen konnten.

Rettungskräfte aus dem Süden und Westen des Landes, sowie von den Westmännerinseln waren an den Unfallort gerufen worden, dazu ein Hubschrauber der Küstenwache, ausserdem kam das Notfallteam des Roten Kreuzes zum Einsatz, um die anderen Reisegruppenmitglieder zu beruhigen.
Die äussere Bedingungen für den Rettungseinsatz gestalteten sich wegen der starken Brandung für alle Einsatzkräfte schwierig.
Der Tourist hatte sich etwa eine Stunde im Meer befunden, bevor es gelang ihn per Hubschrauber aus dem Wasser zu ziehen, er konnte nur noch tot geborgen werden.
Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.

Den letzten Todesfall an der Reynisfjara hatte es im November letzten Jahres gegeben. Der Strand ist bekannt für seine “sneaker waves”, die aus grosser Tiefe heranrollen und weit ins Land hineingehen. Am Parkplatz finden Besucher auf zahlreichen Warnschildern Informationen und Warnhinweise zu den Gefahren des Strandabschnittes.

Polizei gelingt grösster Drogenfund seit Jahren

Capital Area Police

Die Polizeidirektion Reykjavík hat vorgestern bei einer Pressekonferenz von einem historischen Drogenfang berichtet. Der Strassenwert der beschlagnahmten Drogen beläuft sich auf 2,4 Mrd ISK (17,4 Mio Euro). Zwei ausgedehnte Ermittlungen hatten zu Festnahmen von zehn Personen geführt.
Der leitende Ermittler Margeir Sveinsson berichtete, dass die Polizei in den vergangenen Monaten Personen observiert hatte, die verdächtigt wurden, illegale Substanzen herzustellen, zu verteilen und zu verkaufen. Ausserdem bestehe der Verdacht der Geldwäsche.
Am 20.Mai hatte es an 14 Orten Razzien gegeben, darunter Industriegebäude, Wohnhäuser und Bauernhöfe. Die Polizei durchsuchte in der Folge sechs weitere Orte und nahm 10 Personen fest. Einer von ihnen bleibt in Untersuchungshaft.

Grösster Fang in einem Zug
“Wir glauben dass dies die grösste Beschlagnahmung in einer einzelnen Ermittlung war,” sagt Margeir. Bei der Aktion wurden 200 Cannabispflanzen, mehr als 30 Kilo Marijuana, 20 Kilogramm Hasch und 7 Kilo MDA sichergestellt. Die Polizei beschlagnahmte auch MDA Rohstoffe aus denen sich mehr als 200.000 Ecstasy-Pillen herstellen lässt, dazu zwei Kilo Kokain, ein Kilo Amphetamin, und mehr als 40 Liter Amphetaminrohstoff, aus dem 170 Kilo Amphetamin hergestellt werden könnte. Ausserdem fand die Polizei zwei Kilo Crystal Meth, eine nach Margeirs Angaben “sehr potente Droge”.
Der Strassenwert dürfte Einschätzungen der Polizei zufolge bei 12,3 Mio Euro liegen. Die Erlöse aus solchen Verkäufen werden in der Regel durch legale Unternehmungen gewaschen.

Crystal Meth-Fang im Wert von 5,1 Mio Euro
Bei der Pressekonferenz kam eine weitere Ermittlung in der organisierten Kriminalität zur Sprache, die seit eineinhalb Jahren geführt wird. Europol hatte den entscheidenden Hinweis gegeben, nachdem dort verschlüsselte Nachrichten eingegangen waren. Zu Beginn 2020 waren importierte Substanzen beschlagnahmt worden, aus denen 117 Kilo Amphetamin hergestellt werden können, der Strassenwert wird auf 5,1 Mio Euro geschätzt. In dem Fall sind zehn Verdächtige festgenommen worden, drei von ihnen befinden sich immer noch in Untersuchungshaft. Alle Verdächtigen sind isländische Männer, berichtet mbl.is.
Zur Zeit sind zehn weitere Ermittlungen im Milieu der organisierten Kriminalität im Gange.