Schafsbock per Herzmassage gerettet

In Neskaupstaðir hat vergangenen Dienstag ein Schafsbock Herzmassage erhalten, die ihn vor dem sicheren Tod rettete, berichtet Austurfrétt. Der scheue Bock war ins Wasser gesprungen und kurz vorm Ertrinken gewesen. Fischer Valgeir Guðmundsson erzählt, er hätte nicht gedacht, dass seine Wiederbelebungsversuche zum Erfolg führen würden.

“Ich war gerade dabei, meinen Fang an Land zu bringen, als ein Mann angerannt kam und mich fragt, ob ich nicht einen Schafsbock retten könne, der ins Meer gesprungen sei. Ich lege also wieder ab und sehe den Bock im Meer, Kopf unter Wasser und im Sinken begriffen.”
Er habe das Tier mit einer langen Hakenstange bei den Hörnern geangelt und an Bord gezogen. Dort begann Valgeir sofort mit der Herzmassage und benutzte sein Knie dafür.

“Zuerst zeigte er keine Reaktion, aber dann kam Schaum, ihm lief das Meerwasser aus dem Maul und er begann sich zu bewegen. Wir haben ihn an den Kai gebracht, ins Auto verfrachtet und in einen Pferdestall gefahren wo er sich erholen konnte.” berichtet Valgeir.
Der Bock sei aus Kirkjuból entkommen. Den Winteranfang habe er im Mjóifjörður verbracht, er sei sehr scheu gewesen und aus diesem Grund lieber ins Wasser gesprungen als sich fangen zu lassen.
Inzwischen geht es ihm wieder gut. “Ich habe noch nie bei einem Schaf Herzmassage angewendet,” meint Valgeir, der selbst zehn Schafe im Nordfjörður hält und auf dem Land aufgewachsen ist, “aber ich dachte, ich probier mal, ob das nicht möglich wäre.”

Reiseterminal für Kreuzfahrttouristen in Skarfabakki eingerichtet

passenger terminal in Skarfabakki

Im Kreuzfahrtschiffhafen Skarfabakki in Reykjavík wird ein Reiseterminal ähnlich wie am internationalen Flughafen in Keflavík eingerichtet. Ab diesem Sommer findet in dem Hafen nämlich ein Passagierwechsel zwischen den Kreuzfahrtschiffen statt, der Waffenkontrolle und Passkontrolle notwendig macht, berichtet Vísir. Erwartet werden um die 200.000 Kreuzfahrtpassagiere in diesem Sommer.

Passagierumstieg erfordert Kontrolle
“Hier findet ein grosser Wechsel statt. Wir sehen, dass diese Reedereien jetzt von Island aus operieren und den Hafen von Reykjavík vermehrt nutzen wollen.” sagt Hafenleiter Gunnar Tryggvason. Man habe die Entwicklung bereits zuvor beobachtet, doch nun sehe es so aus als ob Reykjavík zu einer Umsteigestation für Kreuzfahrttouristen werde.
Damit muss nun auch dort die an Ländergrenzen übliche Zollkontrolle mit Überprüfung von Reisedokumente und Waffenkontrolle durchgeführt werden. Der Passagierumstieg gilt generell als lukrativ, denn damit steigt auch die Nutzung von Flugzeugen und Übernachtungsmöglichkeiten.
“Die Passagiere lassen mehr Geld im Land. Sie kommen einen Tag bevor sie an Bord gehen, und bleiben vielleicht einen Tag länger, bevor sie nach Hause fliegen.”

Zelt als Vorläufer für Langzeitterminal
Ein riesiges Zelt für die Passkontrolle war bereits vor drei Wochen errichtet worden, das technische Gerät für die Durchleuchtung des Gepäcks wurden in der vergangenen Woche aufgestellt. Man wolle hier eine Art Reiseterminal, ähnlich wie am Flughafen aufbauen, erklärt Gunnar. Das schaue man sich dann zwei Jahre lang an, um mit der Erfahrung dann eine Langzeitlösung aufzubauen.
Die Buchungen der Kreuzfahrtschiffe laufen gut, mit ähnlicher Auslastung wie in 2019. Für den Sommer werden etwa 200 Schiffe mit insgesamt 200.000 Passagieren erwartet.