Unwetter im Süden, erste Strassensperrungen

Ein Unwetter aus Ost braust zur Stunde über das Land im Süden und Westen, die Warnstufe wurde auf orange hochgeschaltet. Für den Montag wird ein weiteres, noch grösseres Tiefdruckgebiet erwartet.
Im Süden gibt es Sturm und Schneesturm, zum Abend hin wird das Wetter heftiger. Zwischen Skógar und Vík í Mýrdal, sowie im Öræfi ist die Ringstrasse bereits gesperrt worden, auch der Suðurstrandavegur zwischen Þorlákshöfn und Grindavík ist für den Verkehr gesperrt. Weitere Sperrungen kann man hier einsehen.

Morgen beruhigt sich das Wetter etwas, bevor es dann am Montagnachmittag weitergeht, und Wetterexperte Teitur Arason vergleicht das Montagswetter mit dem Unwetter vom 7. Februar. Mit entsprechenden Warnungen darf daher heute noch gerechnet werden.
Am 7. Februar hatte es zum zweiten Mal seit Einführung der Wetterwarnstufen für das Südland eine rote Warnung gegeben. Die Schule war ausgefallen und die Behörden hatten den Leuten angeraten, wenn möglich zuhause zu bleiben. Das Unwetter kam in den frühen Morgenstunden und zog schneller vorüber als Experten erwartet hatten, danach waren die Räumdienste noch tagelang damit beschäftigt, den Schnee zu beseitigen. Auch der Strom war im Hauptstadtgebiet und im Süden des Landes vielerorts ausgefallen.

Hubschrauberlandung in Hornstrandir endet mit Schuldspruch und Strafe

Ein Hubschrauberflugunternehmen, der Geschäftsführer und zwei Piloten des Unternehmens müssen zusammen mehrere 100.000 Kronen Strafe zahlen, weil sie einen Hubschrauber des Unternehmens zweimal ohne Genehmigung der Umweltbehörde im Naturschutzgebiet Hornstrandir gelandet hatten. Das Bezirksgericht in Westisland hatte Unternehmen und Beschäftigte zunächst von dem Vorwurf freigesprochen, berichtet Vísir.

Bei dem Vorfall im Juli 2020 war eine Gruppe amerikanischer Touristen nach Hornstrandir geflogen worden. Sie landeten in Fljótavík und wurden dort auch wieder abgeholt. Die Landung des Hubschraubers war bei der Umweltbehörde angezeigt worden.
Beim Bezirksgericht Westisland waren die drei Männer zuächst freigesprochen worden. Der Richter begründete den Freispruch damit, dass eine Bestimmung im Verwaltungs- und Schutzplan des Naturschutzgebietes, wonach Hubschrauber ohne Genehmigung des Umweltamtes nicht innerhalb von Naturschutzgebieten landen dürfen, im Naturschutzgesetz keine hinreichende Rechtsgrundlage finde.

Der Fall ging in die Berufung vor dem Landgericht, welches gestern sein Urteil sprach. Dort wies der Richter darauf hin, dass nach dem Naturschutzgesetz unerlaubte Handlungen innerhalb von Naturschutzgebieten strafbar sind, wenn nach behördlicher Anordnung eine Genehmigung oder Ausnamegenehmigung erforderlich ist. Das Landgericht kam zu dem Schluss, dass die Regeln, die für ein Verbot von Hubschrauberlandungen in Naturschutzgebieten gelten, eine gesetzliche Grundlage haben.

Das Hubschrauberunternehmen muss nun 150.000 Kronen Strafe zahlen, die Geschäftsführer und beide Piloten müssen jeweils 75.000 Kronen Strafe zahlen. Ihnen wurde dabei zugute gehalten, dass sie die Landung des Hubschraubers im Naturschutzgebiet zugegeben hatten, dass es sich um einen einmaligen Vorfall gehandelt habe und dass sich keiner von ihnen zuvor strafbar gemacht hatte.