Kein Schadensersatz für ausgelaufenes Öl im Koffer

Die isländische Verkehrsbehörde hat die Begehr eines Flugpassagiers abgelehnt, Schadensersatz von der Fluggesellschaft Wizz Air zu erhalten, nachdem ein Fünfliterbehälter mit Olivenöl in seinem Koffer zerbrochen war und beträchtlichen Schaden am Kofferinhalt angerichtet hatte, berichtet Vísir.
Der Passagier war im August 2020 von Kattowitz nach Keflavík geflogen, den Schaden hatte er der Fluggesellschaft zwei Tage später gemeldet.
Beigefügt waren dem Antrag auf Schadensersatz Fotos der beschädigten Gegenstände.

Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht auf der Grundlage der Lufttransportbestimungen, wenn Passagiere das Flugzeg nicht betreten dürfen, wenn der Flug abgesagt wird, wenn er verspätet stattfinden oder verschoben wird, wenn Gepäck verloren geht oder ein Schaden am Gepäck entsteht.
In der Antwort der Fluggesellschaft Wizz Air an die Verkehrsbehörde wurde auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen, nach denen die Fluggesellschaft keine Verantwortung für Schäden unternimmt, die am Gepäck entstehen, wenn sich “Flüssigkeit” darin befinde. Weitere Wortmeldungen vom Geschädigten liegen nicht vor.

Die Verkehrsbehörde sieht den Fall so, dass in der Entscheidung, fünf Liter Öl in eingechecktes Gepäck zu packen, “bereits eine beträchtliche Gefährdung gelegen habe, sodass der beschriebene Schaden auf den Zustand des Gepäcks zurückzuführen ist”, und verweist auf den 104. Artikel des Lufttransportgesetzes.
Hinzu käme die Tatsache, dass gemäss Art 107 des Lufttransportgesetzes nr. 60/1998 der Schadensersatz gemindert oder abgelehnt werden könne, wenn die geschädigte Person den Schaden selbst zu verantworten oder mitzuverantworten hat.
Der Ölgeschädigte trage die Verantwortung für seinen Schaden daher selber, weil die Art und Weise wie er das Öl eingepackt habe, den Schaden verursacht habe. Damit sei der Antrag auf Schadensersatz abgelehnt, heisst es in der Begründung der Behörde.

Bei strengem Frost sieben Stunden alleine durch die Nacht unterwegs

Akureyri

In der vergangenen Nacht hat in Akureyri eine umfangreiche Suche nach einer vermissten 80-jährigen Frau stattgefunden, berichtet Vísir. Die Frau hatte vermutlich um Mitternacht ihr Haus verlassen, gegen zwei Uhr ging bei der Polizei die Vermisstenanzeige ein. Der Anzeige leide die Frau an der Alzheimer-Krankheit und es sei unwahrscheinlich dass sie selber den Weg nach Hause finde.
An der Suche beteiligten sich Mitglieder der Rettungseinheiten aus dem Eyjafjörður und dem Þingeyjarsveit, gesucht wurde systematisch von ihrem Haus ausgehend, beteiligt waren freiwillige Retter, Polizisten, Drohnen und Suchhunde.

In Akureyri war das Thermometer wie den meisten Landesteilen weit unter Null gefallen, was bei der Suche half, denn so war es möglich, den Fussspuren der Spaziergängerin im Schnee zu folgen. Trotzdem konnte sie erst gegen sieben Uhr heute morgen gefunden werden, immer noch unterwegs, aber bei guter Gesundheit.
Die alte Dame hatte da geschätzte drei Kilometer zurückgelegt. Sie wurde zum Aufwärmen in die städtische Klinik gebracht.