Heute ist Tag der isländischen Sprache

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Heute war der Tag der isländischen Sprache, der alljährlich am 16. November begangen wird. Mit diesem Tag möchte man an die Wichtigkeit der isländischen Sprache innerhalb der Gesellschaft erinnern, sowie seine Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft feiern.
Isländisch ist eine indoeuropäische Sprache, die zu den germanischen Sprachen gehört. Darunter fallen auch Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, und Färöisch, wobei die letzteren beiden am engsten mit dem Isländischen verwandt sind. Isländisch ist bekannt für seine relative Stabilität über einen Zeitraum von 1000 Jahren: Menschen die das moderne Isländisch beherrschen, können die vor ca. 1000 Jahren niedergeschriebenen Isländersagas lesen und verstehen.

Zum Tag der isländischen Sprache hatte es im Nationalmuseum eine Feierstunde gegeben, wo unter anderem der Jonas Hallgrímsson Preis verliehen wurde. Jonas Hallgrímsson (1807-1845) war ein isländischer Poet und Übersetzer, der sich sehr für die Unabhängigkeit Islands von Dänemark eingesetzt hat. Ihm zu Ehren wird der Tag der isländischen Sprache an seinem Geburtstag begangen.

 

COVID-19: Neuer Tagesrekord, Boosterimpfung und weniger Anrufe bei Isolierten

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Gestern wurden in Island 206 Personen positiv auf COVID-19 getestet. Das ist die bislang höchste Tageszahl seit Beginn der Pandemie. Am vergangenen Mittwoch hatte es 200 positive Fälle gegeben, schreibt Vísir.
Den neusten Zahlen von covid.is zufolge befinden sich derzeit 1773 Personen in Isolierung, und 2636 in Quarantäne. Am Vortag waren es 1691 in Isolierung und 2647 in Quarantäne gewesen. In der Quarantänewartephase zwischen zwei Tests befinden sich 224 Personen.
Von den 206 Covid-Positiven waren 95 Personen in Quarantäne gewesen, 111 Personen hatten sich nicht in Quarantäne befunden.
Im Krankenhaus befinden sich 18 Personen wegen COVID-19 in stationärer Behandlung, vier von ihnen liegen auf der Intensivstation, zwei davon am Beatmungsgerät.
An der Landesgrenze wurden bei Routinetest neun positive Fälle gefunden, in acht Fällen handelte es sich um eine aktive Infektion. Diese Personen reisen sofort ins Pandemiehaus.
Die 14-Tage-Inzidenz beträgt jetzt 552,8, gestern lag sie bei 519,8. Für die Landesgrenze beträgt sie 27,3, von 25,4 am Vortag.

Fernmündliche Betreuung muss reduziert werden
Die Universitätsklinik musste angesichts der rasant steigenden Zahlen ihre Arbeitsweise bei den ambulant betreuten COVID-Patienten ändern, schreibt Vísir. Da es nicht genügend Fachpersonal gibt, um Patienten in Isolierung nach ihrem Befinden zu befragen, werden diese Anrufe nun reduziert. Stattdessen müssen die Patienten eine Frageliste ausfüllen und es werden nur noch die angerufen, die auf der Kippe zur Einlieferung stehen, oder die sich nicht melden.

“Unser grösstes Problem heute sind die, die zuhause ohne Diagnose liegen und schwer erkrankt sind, und die sich nicht die Früherkennung zunutze gemacht haben,” erklärt Mar Kristjánsson, der Chefarzt der Infekionsabteilung im Landspítali. Solche Fälle kämen immer wieder vor. “Nicht jeden Tag, aber es gibt eine beträchtliche Zahl von Leuten, die entweder zuhause gefunden wurden oder schwerkrank in die Notaufnahme kamen und dort diagnostiziert wurden. Es gibt da draussen also diese Leute, die oft auch noch ungeimpft sind, und auf diese Weise diagnostiziert wurden.”

Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason wird von RÚV zitiert, dass man jetzt beobachten müsse, ob sich nach Gabe der dritten Dosis ein guter Schutz gegen Ansteckung, Ausbreitung und schwerer Erkrankung einstelle. “Wenn wir das sehen,” so Þórólfur, “dann können wir überlegen ob es möglich ist, die Leute die die Boosterimpfung erhalten haben, von einigen Beschränkungen auszunehmen.” Das werde klarer, wenn sich herausstelle, ob die Boosterimpfung so wirksam ist wie man hofft.
Gestern sind die erste 6600 von insgesamt 160.000 Landesbewohnern in Reykjavík mit dem Booster geimpft worden. In der Universitätsklinik wurde parallel dazu das Pflegepersonal geimpft, nach Klinikangaben war die Beteiligung ausgesprochen gut.
Bis zum Ende des Jahres soll diese Impfaktion abgeschlossen sein.

Längste Mondfinsternis seit 600 Jahren am Freitagmorgen zu sehen

Wenn die Wettergötter mitspielen, kann jeder, der sich am Freitagmorgen in Island befindet, eine Mondfinsternis miterleben, berichtet Vísir. Momentan sieht es allerdings eher nach Unwillen der Götter aus.
Die Mondfinsternis beginnt um 7.19 Uhr und erreicht ihren Höhepunkt um 9.03 Uhr. Der Mond wird dann erst um 10.20 Uhr wieder zu sehen sein, wenn die Mondfinsternis zuende ist. Sie soll den Mond zu 97 Prozent bedecken. Wenn die Finsternis diesen Grad erreicht hat, wird man nur einen roten Schimmer sehen können, der vom Sonnenlicht herrührt, welches durch die Erdatmosphäre hindurchscheint.

Anders als bei einer Sonnenfinsterniss benötigt man bei Mondfinsternis keine Hilfsmittel, ausser vielleicht ein Fernglas, um das Ereignis etwas grösser präsentiert zu bekommen.
Am Freitagmorgen wird der Mond im Westen eher niedrig am Himmel hängen, im Nordwesten am Horizont. Die Mondfinsternis soll ungewöhnlich lange andauern, weil sich der Mond mit einer Distanz von 405.000 Kilometern so weit von der Erde entfernt wie nur möglich befindet.
Diese Mondfinsternis wird mit sechs Stunden die längste seit dem 15. Jahrhundert sein. Zuletzt ereignete sich eine so lange Mondfinsternis im Jahr 1440. Die nächste Mondfinsternis mit vergleichbarer Länge liegt etwas weiter in der Zukunft, im Jahr 2669.

Bislang sieht es aber nach Regen und Schneeregen im Süden aus und nach Schneefall im Norden. Allerdings weiss man beim isländischen Wetter ja nie, daher gehört diese Mondfinsternis auf jeden Fall mal in den Kalender.