Tödlicher Unfall am Strand Reynisfjara

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Eine junge Touristin ist heute am Strand Reynisfjara ums Leben gekommen, als die Brandung sie ins Wasser riss, berichtet RÚV. Drei weitere Frauen landeten ebenfalls in den Fluten, sie konnten sich jedoch an Land zurückkämpfen. Offenbar hatten die Frauen versucht, in die Höhle im hinteren Teil des Strandes zu gelangen.

Gegen drei Uhr war der Unfall von einem vor Ort befindlichen Reiseleiter gemeldet worden, seiner Aussage zufolge hatten sich um die 200 Personen am Strand aufgehalten. Die Bedingungen dort seien brandungsbedingt rauh und gefährlich gewesen. Er selbst beteiligte sich an der Rettungsaktion, wobei die Frauen nicht zu seiner Reisegruppe gehörten.

Polizei, Rettungseinheiten aus Rangárvallasýsla und Skaftafellssýsla, sowie ein Hubschrauber der Küstenwache waren an dem Rettungseinsatz beteiligt. Das örtliche Rettungsboot hatte man wegen starker Brandung nicht zu Wasser lassen können, doch von den Westmännerinseln hatte sich das dortige Rettungsschiff auf den Weg gemacht, um bei der Suche nach der Vermissten zu helfen.
Gegen 19 Uhr meldete die Polizei, dass die Frau tot aufgefunden worden sei. Die vier Touristinnen hatten zu einer Reisegruppe gehört.

 

Tödlicher Scooterunfall in Reykjavík

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Heute Morgen gegen acht Uhr hat sich an der Kreuzung von Kringlumýrarbraut und Sæbraut in Reykjavík ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet, als ein E-Scooter und eine E-Vespa aufeinanderprallten.
Beide Verunfallten mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Am Nachmittag erlag der Fahrer des E-Scooters seinen Verletzungen. Der andere Fahrer liegt schwerverletzt auf der Intensivstation. Zum Zeitpunkt des Unfalls war es noch dunkel gewesen und die Strasse war nass. Beide Fahrer hatten einen Helm getragen.

Die Ermittlungen zu Unfall und Unfallhergang sind bereits aufgenommen worden. Unter anderem untersucht man, ob der E-Scooter für höheres Tempo manipuliert worden war.
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern in Island beträgt 25 km/h, mit dieser Geschwindigkeit dürfen sie auf Gehwegen unterwegs sein. Die E-Vespa darf ebenfalls auf Gehwegen gefahren werden, wenn die Maximalgeschwindigkeit 25 km/h beträgt, bei höherer Geschwindigkeit muss sie auf der Strasse gefahren werden.

Für kurz nach Mitternacht hatte die Polizei bereits einen Scooterunfall in Reykjavík verzeichnet, dabei war der Fahrer gestürzt und hatte sich Schnittverletzungen zugezogen. Da er nicht vollständig orientiert war, wurde er in die Notaufnahme gebracht.

 

Erster Traktor des Landes fahrbereit an Sammlung übergeben

Die Landwirtschaftsausstellung der Agrarhochschule in Hvanneyri ist neuerdings im Besitz eines der bemerkenswertesten Traktoren des Landes, berichtet Vísir. Während einer kleinen Zeremonie überreichte Vorbesitzer Kristján Helgi Bjartmarsson das fahrbereite Gefährt an die Sammlung.

Die Centaur hatte auf dem Hof Mælifell im Skagafjörður gestanden und war von Kristján Helgi restauriert worden. Ursprünglich war die aus dem Jahr 1934 stammende Zugmaschine auf Jódísarstöðum im Eyjafjörður im Einsatz gewesen, wo sie Kristján Helgis Vater, der Pastor auf Mælifell, erwarb und viele Jahre auf seinem Hof nutzte. Danach war sie dem Nationalmuseum übergeben worden, weil sie als aussergewöhnliche Zugmaschine galt.
Im Jahr 2014 übernahm Kristján Helgi die Restaurierung des Traktors, die insgesamt sieben Jahre dauerte. Aber nun ist er fahrbereit und im Ausstellungsraum in Hvanneyri angekommen. Im Nachrichtenlink gibt es ein Video zu sehen.

Centaur sollte Pferd ablösen
Insgesamt sechs solcher Traktoren hat es einmal in Island gegeben. Sie waren importiert worden, um das Pferd abzulösen.
“Diese Maschine sollte alles ziehen, was das Pferd zuvor gezogen hat. Ich erinnere mich noch gut an diesen Traktor aus meiner Kindheit, ich fand das superspannend. Und mein Vater konnte mit der Maschine sehr gut umgehen,” erzählt Kristján Helgi.

Im Nationalmuseum ist man über die Restaurierung und Aufstellung in Hvanneyri entzückt.
“Das ist eigentlich ein Beispiel für etwas, was uns in der Sammlung begegnet, die Asservatenkammer ist übervoll von Dingen, von denen wir Museumsleute nichts verstehen, von denen wir kaum etwas wissen und absolut keine Ahnung haben. Wenn die Maschine nicht beim Nationalmuseum gestanden hätte, dann gäbe es keine Centaur und damit wäre dieses Glied der Landwirtschaftsgeschichte herausgefallen, welches zwar nicht besonders gross gewesen ist, aber doch eine ziemlich bemerkenswerte Phase der Geschichte,” sagte Lilja Árnadóttir vom Nationalmuseum in ihrer Ansprache.

Kaum stand das Pferd vor dem Pflug, kam der Traktor
Die Geschichte des Arbeitspferdes in Island ist im Vergleich zu europäischen Agrargesellschaften nur sehr kurz gewesen und hing eng damit zusammen, wie es gelang, grössere Ackerflächen zu gewinnen und Grasland zu ebnen. Bei ersterem mussten von Handarbeit Steine entfernt werden, das Grasland musste per Hand von Grashöckern befreit werden, um jeweils die Produktion auszuweiten.

Im Jahr 1904 erschien ein erster Aufsatz des Bauern Eggert Finnsson auf Meðalfell im Kjós, der in Norwegen Landwirtschaft gelernt hatte und über die Pflugarbeit mit dem Pferd berichtet. Der Pferdezuchtexperte Theodór Arinbjörnsson forderte im Jahr 1924, Bauern müssten lernen, ihr Land mit Hilfe des Pferdes zu bestellen, doch dazu brauche es eine geeignete Zucht von Pferden, die mehr aushalten und ausgeglichener seien. Im Jahr 1941 wurde in Hvanneyri ein Trainingszentrum gegründet, wo Bauern zusammen mit ihren Pferden das Zughandwerk erlernen konnten. Ein Jahr zuvor war im Skagafjörður schon eine Trainingsstation für Reitpferde gegründet worden, die sich für die Feldarbeit eigneten. Noch bis in die 70ger Jahre des letzten Jahrhunderts hatten viele regionale Landwirtschaftsvereinigungen die Ausbildung zum Zugpferd angeboten, und das Anfertigen von Geschirren stand im Lehrplan der Landwirtschaftsschule. (Frá hestum til hestafla, Bjarni Guðmundsson)
Doch all die Initiativen kamen eigentlich zu spät, innerhalb von nur zwei Jahren, zwischen 1943 und 1945, wurde die Landwirtschaft in Island maschinisiert und Traktoren erhielten Einzug in die Feldarbeit. Die elegante Centaur von Mælifell war nur die Vorhut dieser Entwicklung gewesen.