COVID-19: Psychiatrische Patienten in Quarantäne, Rekordzahl an Neuinfektionen

From the night shift at the COVID-19 ward.

Bei einem stationären Patienten der psychiatrischen Abteilung am Universitätsklinikum ist gestern die COVID-19 Krankheit diagnostiziert worden. Patient und Pflegepersonal befinden sich in Quarantäne, und die Klinik sucht nun nach Aushilfen mit Erfahrung in der psychiatrischen Betreuung, die die isolierten Patienten individuell unterstützen, berichtet Vísir.

Der betroffene Patient hatte bei Einlieferung ein negatives Testergebnis gehabt. Am vergangenen Wochenende entwickelte er Symptome, die auf COVID-19 hindeuteten. Er wurde daraufhin erneut getestet, und diesmal fiel das Ergebnis positiv aus. Er wurde isoliert, seine sechs Mitpatienten sind in Quarantäne geschickt worden. Auch drei gerade erst entlassene Patienten sitzen in Quarantäne.
Die Rückverfolgung des Pflegepersonals läuft derzeit, und man geht davon aus, dass eine beträchtliche Anzahl an Mitarbeitern in Quarantäne gehen muss. Dazu wurden sämtliche Patienten der Abteilung heute getestet.

Die Klinikleitung sucht nun nach Aushilfen mit psychiatrischem Erfahrungshintergrund, die die in Quarantäne sitzenden Patienten unterstützen. Melden können sich Fachkräfte wie ungelernte Kräfte.

Gestern wurden in Island 168 positive COVID-Fälle diagnostiziert, eine Rekordzahl seit Beginn der Pandemie. Die COVID-Tagesklinik meldet eine sehr hohe Belastung. Die Benachrichtigungen zu Testergebnissen werden priorisiert, alle Geimpften, jüngere Menschen und Patienten ohne Vorerkrankungen müssen damit rechnen, ihren Anruf erst in den kommenden Tagen zu erhalten.

 

Wegen Rosenschmuggels zu 6,5 Mio. ISK verurteilt

Das Reykjavíker Bezirksgericht hat einen Blumengrosshändler wegen Schmuggels von Rosen und Blumensträussen zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung und zur Zahlung einer Geldstrafe von 6,5 Mio ISK (43,244 EUR) verurteilt, berichtet RÚV. Ein Angestellter des Grosshändlers wurde ebenfalls verurteilt, er muss eine Mio ISK (6,653 EUR) Strafe zahlen.

Dem Angeklagten, der sich für schuldig bekannte, wurde zur Last gelegt, zwischen 2016 und 2018 vier Lieferungen von geschnittenen Rosen und Blumensträussen nach Island geschmuggelt zu haben. Die ältesten Vergehen wurden nicht mehr berücksichtigt.
Der Grosshändler hatte der Anklage zufolge er die aus den Niederlanden importierten Blumen in Bezug auf Sorten und Menge falsch und/oder irreführend deklariert. Die Blumen aus der letzten Lieferung hatten aus hygienischen Gründen vernichtet werden müssen.

 

Immer mehr isländische Rentner wandern ins Ausland ab

Die Zahl der im Ausland lebenden isländischen Rentner ist seit dem Jahr 2017 um 45 Prozent angestiegen, berichtet RÚV. Vor allem im letzten Jahr war eine grosse Zahl ins Ausland abgewandert. Insgesamt etwa 2000 Rentner haben ihren ständigen Wohnsitz im Ausland, das sind vier Prozent der isländischen Rentenempfänger.

Zum Ende des Jahres 2020 lebten 51.000 Renter in Island, um die 24.000 Männer und 27.000 Frauen. Den neusten Zahlen des Statistischen Amtes zufolge ist dies ein Anstieg von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2019. Ein Viertel der Rentner ist unter 70 Jahren, etwa die Hälfte ist älter als 75 Jahre.

Der Anteil der Empfänger von Schwerbehindertenrente wuchs um 0,3 Prozent und liegt jetzt bei 20.000 Personen. Hier war die Zahl proportional geringer gestiegen als im Vorjahr. Etwa 12.000 Frauen erhalten Schwerbehindertenrente, bei den Männern erhalten 8000 diese staatliche Rentenform.
Die Zahl der Personen, die eine befristet gezahlte Rehabilitationsrente erhalten, hatte sich mit etwa 3000 Personen zum Jahresende 2020 um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr erhöht.