Sechs Fussballnationalspieler der sexuellen Gewalt beschuldigt

Sechs Mitglieder der isländischen Fussballnationalmannschaft der Herren sind der sexuellen Gewalt beschuldigt worden. Beim Vorstand des isländischen Fussballverbands war Quellen des Morgunblaðið zufolge eine vertrauliche Email der Aktivistengruppe Öfgar eingegangen, in der sechs Mannschaftsmitglieder genannt wurden, sowie die Daten, an denen die Sexualverbrechen stattgefunden haben sollen. Ausserdem wurde der Nationaltrainer beschuldigt, die Opfer in seinen Äusserungen gegenüber der Medien kleingeredet zu haben.

Aron Einar Gunnarsson, Kolbeinn Sigþórsson und Gylfi Þór Sigurðsson waren bereits zuvor in den isländischen Medien im Zusamenhang mit sexueller Gewalt genannt worden. Die anderen drei Spieler sind bisher namentlich nicht genannt worden. Die Spieler sitzen alle für die Dauer der Ermittlungen auf der Bank.

Sigurbjörg Sigurpálsdóttir, eine Kommunikationsberaterin für Sport- und Jugendaktivitäten, leitet die Ermittlungen. Ihre Stelle war im vergangenen Frühjahr auf Initiative des Kultusministeriums geschaffen worden, um Mobbing und Gewalt im Sport und bei Jugendaktivitäten anzugehen und “zu einer sicheren Umgebung innerhalb des Sports und der Jugendaktivitäten beizutragen” heisst es auf der offiziellen Webseite der Beraterin.

Existieren Frauen? fragt Islands First Lady

Eliza Reid Guðni Th. Frederik Crown Prince Denmark

Islands First Lady Eliza Reid war heute auf einem Coverfoto des Morgunblaðið zu sehen, doch tauchte ihr Name nirgendwo im dazugehörigen Text auf. Das Coverfoto zeigt sie beim Händeschütteln mit dem dänischen Kronprinz Frederik, der gestern in Island angekommen war. Sowohl der Preinz als auch Staatspräsident Guðni Th. Jóhannesson, beide auf dem Foto zu sehen, werden im Text erwähnt, Elizas Name ist jedoch nirgendwo zu finden. Eliza teilte das Foto auf ihrer Facebookseite und versah es mit dem Hastag #dowomenexist.

“Zusammenfassung dieser Bildunterschrift auf der Titelseite der Zeitung: Ein Mann mit einem Namen kam zum Abendessen zu einem anderen Mann mit Namen. In Begleitung des Besuchers war ein dritter Mann mit Namen [nicht auf dem Foto]. Das ist alles. #dowomenexist.” schrieb Eliza.

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Nicht zum ersten Mal spricht Eliza laut über Sexismus. In 2019 thematisierte sie die Erwartung, dass die “ungewählten, unbezahlten” Ehegatten von Diplomaten ihre Partner bei offiziellen Anlässen begleiten und schrieb: “Ich bin nicht die Handtasche meines Gatten, die er schnell ergreift bevor er zur Tür rausrennt und dann bei offiziellen Terminen lautlos an seiner Seite zur Schau stellt.”

Am Mittag veröffentlichte das Morgunblaðið eine weitere Nachricht über den dänischen Kronprinzen. Das Titelfoto zeigt ihn an der Seite einer Frau, deren Namen in der Titelunterschrift nicht erwähnt wird.