Silfrastaðakirche zur Sanierung abtransportiert worden

Die Silfrastaðakirkja im Skagafjörður ist nach Sauðárkrókur transportiert worden, um dort im ganzen saniert zu werden, berichtet RÚV. Die kleine Kirche war im Jahr 1896 errichtet worden und steht unter Denkmalschutz. Das Bauwerk hatte sich zuletzt in einem schlechten Zustand befunden, es war feucht, Schimmel hatte sich breitgemacht und der Kirchturm war völlig unbrauchbar.

Die Gemeinde hatte vom Fonds für Denkmalschutz mit fünf Mio. ISK eine grosszügige Summe erhalten, doch reicht das Geld gerade mal für ein Zehntel der Sanierungsarbeiten.
Bereits im Sommer war der Kirchturm zur Reparatur abtransportiert worden. Jetzt also folgte der Rest des Gebäudes, nachdem man Einrichtung und Wandverkleidung entfernt und auch einen Teil der Fenster herausgenommen hatte. Im Nachrichtenlink gibt es Fotos von der Aktion.

Die Kirche wurde dann im Ganzen vom Fundament gehoben, auf einen Speziallaster geladen und nach Sauðárkrókur transportiert. Häuser fahren auf der Insel des Öfteren mit dem Laster, wie das Titelfoto zeigt, doch eine Kirche auf Rädern sieht man auch in Island nicht alle Tage.
Nach dem Abtransport sollen Fundament und Tragegerüst ebenfalls ausgebessert werden. Die Sanierung der Kirche ist auf fünf Jahre veranschlagt und ist auf Kosten von um die fünfzig Mio. ISK veranschlagt.

Schlammlawine in der Þingeyjarsýsla

Nach heftigen Regenfällen im Norden des Landes ist der Weg nach Útkinn in der Þingeyjarsýsla wegen einer Schlammlawine am Hof Björg gesperrt worden, berichtet RÚV. Die Lawine war am Nachmittag abgegangen und hatte das Glasfaserkabel des Hofes beschädigt. Der Landwirt brachte sofort seine Tiere in Sicherheit. Auch am Abend soll es in der Region weiter regnen.

Jóna Björg Hlöðversdóttir auf Björg sagte RÚV gegenüber, man sei sich im Klaren darüber, dass man heute nicht mehr an den Abhängen vorbeifahren könne, weil zum Abend hin mehr Lawinen abgehen könnten.
Auf Björg kennt man sich mit Schlammlawinen aus, aber soviele in so kurzer Zeit hat es Jóna zufolge noch nie dort gegeben.
“Das begann mit viel Regen gestern, und seitdem hat es wie aus Kübeln geschüttet, die Nacht durch und den ganzen Tag. Man sieht förmlich, wie alles anschwillt,” sagt Jóna.

“Ich glaube ich habe seit ich aus dem Kuhstall gekommen bin, vier oder fünf Lawinen gezählt. Es regnete einfach weiter, den ganzen Morgen und den Tag über. Gegen drei oder vier Uhr gingen dann zwei grosse Schlammlawinen ab, über den Weg zum Hof und über zwei oder drei Weiden bei uns.”
Der Hof steht auf einer Anhöhe, daher besteht keine direkte Gefahr, und die Tiere habe man sofort in Sicherheit gebracht, es soll nämlich weiter regnen.
Auch auf dem Siglufjarðarvegur ist Geröll abgegangen, dort muss bis in die Nacht hinein mit weiteren Gerölllawinen gerechnet werden. Die Strassenverwaltung bittet Autofahrer um äusserste Vorsicht.

50 Grindwale im Árneshreppur verendet

Mehr als 50 Grindwale sind heute bei Melavík in Strandir im Bezirk Árneshreppur gestrandet und verendet, berichtet Vísir. Björn Axel Guðbjörnsson hatte sich am Morgen am Strand befunden und mindestens 50 Tiere gezählt. Dort wo die Wale an Land geschwemmt wurden, war es kaum möglich, sie ins Wasser zu ziehen. Die meisten der Tiere waren bereits verendet als Helfer Rettungsversuche unternahmen.

Touristen hatten die Polizei benachrichtigt, als sie die Tiere fanden. Der Fall ist auch der Umweltbehörde gemeldet worden.

Foto: Anne-Barbara Bernhard