Wanderer brechen in Berghütte ein und müssen wundnotversorgt werden

Rettungskräfte aus dem Südland sind gestern wegen zweier Touristen ausgerückt, die auf ihrem Weg über den Fimmvörðuháls in ein Unwetter geraten waren.
Wie Davíð Már Bjarnason, der Pressesprecher der Rettungsorganisation Landsbjörg, Vísir gegenüber angab, war der Notruf am späten Nachmittag eingegangen. Die beiden Touristen waren in die Hütte des Bergwandervereins Útivist eingebrochen, einer hatte sich bei dem Einbruch verletzt.

“Die sind in sehr schlechtes Wetter geraten und schienen nichts von dem Unwetter zu wissen, was gestern über das Land ging. Einer von ihnen verletzte sich beim Einbruch in die Hütte. Die Retter sind losgezogen und konnten die Wunde an der Hand notversorgen. Sie konnten auch das Fenster verschliessen, welches die beiden eingeschlagen hatten, um in die Hütte zu gelangen.”
Gegen 21 Uhr waren die Einsatzkräfte mit den beiden Touristen wieder in bewohntem Gebiet.

Einen weiteren Einsatz gab es im Fljótshlíð in Rangavallasýsla, wo Ausflügler ihr Fahrzeug auf dem Weg in die Sýðra-Fjallabak Strecke im Schlamm festgefahren hatten. Die Leute wurden zum nächsten Ort gebracht, ihr Fahrzeug wurde an Ort und Stelle belassen.

Am gerade vergangenen Wochenende waren die Ausläufer eines Hurricans im Süden und Südwesten des Landes unterwegs gewesen, und es hatte Warnmeldungen wegen hohen Windgeschwindigkeiten und starken Regenfällen gegeben.
Informationen zu Wetter und Strassenverhältnissen gibt es auf vedur.is und road.is, aktuelle Warnhinweise findet man auf safetravel.is. Alle Dienste sind als App für das Mobiltelefon verfügbar.

Über vierzig Kubikmeter Fischereimüll im Héðinsfjörður gesammelt

Bei einer erneuten Strandreinigungsaktion im Héðinsfjörður sind wieder bergeweise Plastikgegenstände von Fischereibooten, Bojen, Bürsten, Seile, Autoreifen, Fischcontainer und Kästen eingesammelt worden, vieles davon hatte vermutlich bereits jahrzehntelang im Boden gelegen und war festgewachsen. Die Aktion hatte im vergangenen Spätherbst begonnen, und nun dürften um die 90 Prozent des Mülls in dem abgeschiedenen Fjord beseitigt worden sein, berichtet das Bændabláðið.

Die beiden Siglufirðingar Ragnar Ragnarsson und Lísa Dombrowe hatten im letzten Herbst mit Einverständnis der Landbesitzer auf eigene Faust mit der Reinigungsaktion begonnen. Wochenlang hatten die beiden Müll eingesammelt und per Hand und Rucksack zum Teil einen halben Kilometer weit an einer Stelle des Strandes zusammengetragen, von wo er dann per Boot nach Dalvík abtransportiert werden konnte. Vom Hafen in Dalvík war der Müll – geschätzte vierzig Kubikmeter – per LKW zur Müllverwertungsanlage in Siglufjörður gereist.
Der unbewohnte Héðinsfjörður selbst ist nur über einen schmalen Wanderpfad von der Strasse 76 erreichbar, die Siglufjörður und Ólafsfjörður per Tunnel verbindet.

An der gerade beendeten Reinigungsaktion beteiligten sich 15 Personen, Landbesitzer eingeschlossen, und auch diesmal wurde der Müll per Boot abtransportiert.
Auf der Webseite des Fjallabyggð heisst es, dass die Säuberung des Héðinsfjörður vor einigen Jahren begonnen worden sei, der grösste Teil des Fischereimülls sei jedoch im letzten Herbst von Ragnar und Lísa eingesammelt worden.