Brust frei für Aktivistin: Lagune gestattet oben-ohne Baden

sundhöll

Die Angestellten der Badelagune Sky Lagoon werden keinen geschlechtsspezifischen Unterschied in Bezug auf die Badekleidung mehr machen, berichtet Vísir. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem ein weiblicher Badegast am Wochenende gebeten worden war, die Brust zu verhüllen. Als sie sich weigerte, musste sie das Bad verlassen.

Dilja Sigurðardóttir war am Samstag der Lagune verwiesen worden, weil sie oben ohne gebadet hatte. Sie sagt, sie besuche seit fünf Jahren isländische Schwimmbäder mit blossem Oberkörper, um die weibliche Brustwarze aus dem sexuellen Zusammenhang zu holen, da diese systematisch gegen Frauen, auch in Form von digitaler sexueller Gewalt, eingesetzt werde.

In einer Mitteilung der Sky Lagoon heisst es, die Regeln rund um die Badekleidung seien heiss diskutiert worden und es sei klar, dass es zu dem Thema durchaus geteilte Ansichten gebe.
“Nach eingehender Prüfung der Angelegenheit sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die betreffende Person unsere Baderegeln korrekt interpretiert hat. Wir möchten ihr daher dafür danken, dass sie uns darauf aufmerksam gemacht hat,” heisst es in der Erklärung, die von Geschäftsführerin Dagný Pétursdóttir unterzeichnet ist. “Es wird in der Sky Lagoon bei der Frage, was eine ausreichende Badekleidung ist, kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht.”
Man lege grössten Wert darauf, die Gäste willkommen zu heissen. Die Lagune stehe allen offen und man hoffe auf ein schönes Erlebnis der Gäste, heisst es weiter in der Erklärung.

COVID-19: Alle Reisenden müssen negatives Testergebnis beim Boarding vorweisen

Minister of Agriculture, fisheries and food Svandís Svavarsdóttir

Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir hat heute entschieden, dass alle nach Island Einreisenden einen negativen COVID-Test an der Grenze vorlegen müssen. Die Entscheidung basiert auf einer Empfehlung von Chefepidemiologen Þórólfur Guðnason, in Reaktion auf die steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage.

Alle geimpften Personen und solche, die eine COVID-Infektion überstanden haben, müssen demnach zusätzlich zum Attest ein negatives COVID-Testergebnis (PCR oder Antigen) vorweisen, welches nicht älter als 72 Stunden sein darf, bevor sie ein Flugzeug nach Island besteigen.
Alle (geimpften) Personen, die in Island leben, sowie Personen mit einem sozialen Netzwerk in Island werden gebeten, sich zusätzlich spätestens 24 Stunden nach der Ankunft testen lassen, auch wenn sie keine Symptome haben.
Für alle anderen gilt auch weiterhin neben dem negativen Testergebnis vom Abflugort der Test an der Grenze, fünf Tage Quarantäne und ein zweiter Test. Kinder, die vor 2005 oder später geboren sind, müssen nicht getestet werden.

Bei einer Kabinettssitzung heute morgen wurde das aktuelle Memo des Chefepidemiologen besprochen, in dem es hiess, dass die COVID-Infektionen in Island ansteigen. Die meisten Fälle können der Delta-Variante des Virus zugeordnet werden. Einer Studie zufolge können sich auch vollständig geimpfte Personen mit dem Virus anstecken und es weitergeben. Der Chefepidemiologe glaubt, dass das Ansteckungsrisiko mit der derzeitigen Handhabung weiter steigt und hält es für notwendig, das Virus jetzt an der Grenze zu stoppen, um den Menschen im Inland keine erneuten sozialen Beschränkungen zumuten zu müssen.
Die neuen Bestimmungen treten am Montag den 26. Juli in Kraft.

Gestern sind 16 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Damit gibt es zur Zeit 124 Krankheitsfälle, in Quarantäne befinden sich 385 Personen. Eine Person musste stationär aufgenommen werden, doch nach Angaben von Runólfur Pálsson, dem Chefarzt der COVID-Station am Landspítali ist sie nicht schwer erkrankt.

update 18.20

Der isländische Zivilschutz korrigiert die gestrigen Infektionszahlen. Nicht 16 Personen, sondern 11 Personen sind gestern positiv getestet worden. Von den elf befanden sich sechs nicht in Quarantäne. Die Hälfte der Personen sei geimpft gewesen, heisst es. Zusätzlich sind fünf infizierte Personen an der Landesgrenze gefunden worden.