COVID-19: Privates Testzentrum für Ausreisende verwendet Schnelltests

COVID-19 test

Ein neues privat geführtes COVID-19 Testzentrum hat heute in Reykjanesbær seine Tore geöffnet. Das Testzentrum ist für Reisende gedacht, die sich vor Abflug testen lassen müssen, um an ihrem Zielort einreisen zu dürfen. In dem Zentrum kommen Schnelltests zur Anwendung, bei denen das Ergebnis nach 15 Minuten vorliegt.
Jeder kann in dem Zentrum einen Termin buchen. Ein Test kostet dort 6900 Kronen (47 EUR).

Geleitet wird das Testzentrum vom isländischen Forschungsinstitut und dem Sicherheitsunternehmen Öryggismiðstöð. Letzteres hat nach Angaben von Marketingleiter Ómar Örn Jóns­son zuvor schon den Gesundheitszentren bei der Testung geholfen, nun eröffne es sein eigenes Zentrum. Der Staat ist bei diesem neuen Testzentrum nicht involviert.

Zur Anwendung kommen Antigen-Schnelltests, bei denen nach 15 Minuten ein Ergebnis vorliegt. Ómar Örn sagt, die Genauigkeit des von Siemens produzierten Tests liege bei 99 Prozent.
Bei den anderorts verwendeten PCR-Tests liegt ein Ergebnis erst viel späer vor. Entnommen wird die Probe nur in der Nase, ein Rachenabstrich entfällt.

Man findet das Testzentrum im Gebäude des Aðaltorg in der Aðalgata 60 in Reykjanesbær. Ein Termin muss zuvor auf der Webseite der Öryggismiðstöð gebucht werden.

Fünf Geschäfte dürfen rezeptfreie Medikamente verkaufen

Fünf Supermärkte auf dem Land haben die Ausnahmegenehmigung erhalten, rezeptfreie Medikamente wie Panódil (Paracetamol), Íbúfen (Ibuprofen), Lóritín und Histasín (Cetirizin) zu verkaufen, berichtet RÚV.
Der Verkauf der Medikamente beginnt in dieser Woche.

In folgenden fünf Geschäften erhält man die Medikamente:
Krambúðin, Flúðir
Krambúðin, Laugarvatn
Kjörbúðin, Fáskrúðsfjörður
Hríseyabúðin, Hrísey
Búðin, Borgarfjörður

Das neue Medikamentengesetz vom 1. Januar gestattet der Arzneimittelbehörde zum ersten Mal, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen, zuvor war es nur gestattet, Arzneimittel auf Grundlage der Arzneimittelverkaufsgenehmigung an Kunden abzugeben.

Die neue Befugnis der Behörde, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen, soll Abhilfe auf dem Land schaffen, wo die Leute oft weit bis zur nächsten Apotheke fahren müssen.
Nach Informationen der Arzneimittelbehörde darf eine solche Genehmigung nur dort erteilt werden, wo es um Umkreis von 20 Kilometern keine Apotheke gibt. Die Behörde definiert, welche Medikamente in welcher Stärke und Packungsgrösse die jeweiligen Geschäfte mit der Ausnahmegenehmigung verkaufen dürfen.