Reykjanesausbruch: Aussichtshügel ist jetzt aus Sicherheitsgründen gesperrt

Gestern Morgen haben Einsatzkräfte am Vulkanausbruch in den Geldingadalir das nördliche Ende des beliebten Aussichtshügels geräumt und für jeden weiteren Zutritt gesperrt, weil zu erwarten steht, dass die Lava den Hügel zeitnah von beiden Seiten umfliesst und Besuchern den Rückweg abschneidet.

Wie mbl.is berichtet, ist dies heute Mittag noch nicht geschehen, doch nach Angaben von Gunnar Schram, dem Leiter der Polizei in Suðurnes, muss damit jederzeit gerechnet werden.
Bei dem Aussichtshügel handelt es sich um den nördlichen Teil des Bergrückens zwischen den Geldingadalir und dem südlichen Ende der Meradalir. Die Räumung war zügig vonstatten gegangen, auch weil sich nur etwa 50 Personen im Gelände befanden. Gunnar zufolge ist der Aussichtshügel der Ort, von wo aus die Leute den Ausbruch am besten hätten sehen können. Jetzt gestalte es sich etwas schwerer, den Krater beobachten zu können, aber natürlich auch, weil sich die Lava immer weiter ausbreite.
Da sie sich jedoch unvorhersehbar verhalte, sei es schwierig, eine Flussrichtung zu prognostizieren.

Die Rettungskräfte könnten nicht Tag und Nacht auf dem Hügel stehen und die Leute abweisen, gab Gunnar heute Morgen zu bedenken. daher habe man gestern ein Schild aufgesetzt, welches die Sperrung für Besucher kommuniziert.
Die Polizei kontrolliere die Lage auch weiterhin engmaschig, unter anderem mit Hilfe der vielen Webcams, und greife ein, sobald sie Grund dafür sehe.

update 12.30 Uhr
Wie RÚV berichtet, steigen schon die ersten Besucher über das Absperrseil, um an das nördliche Ende des Hügels zu gelangen. Der diensthabende Polizist im Gebiet sagte RÚV gegenüber, dass man, wenn die Leute sich auch weiterhin nicht an die Absperrung hielten, wohl Personal dauerhaft auf den Hügel postieren müsse, und zwar solange, bis es “überstanden” sei, also bis sich der Hügel in eine Insel in der Lava verwandelt hat.
Wenn der Hügel von der Lava eingeschlossen wird, ist der einzige Rettungsweg für Besucher ein Hubschraubertransport.

COVID-19: Sondertruppe kontrolliert ab heute Quarantäneunterkunft

Oddsson Hotel Room

Eine Sondereinsatztruppe des isländischen Zivilschutzes ist ab heute unterwegs, um zu kontrollieren, ob Touristen sich in geeigneter Quarantäne befinden, berichtet RÚV.
Seit vergangener Nacht müssen Einreisende aus Hochrisikogebieten nicht mehr zwingend ins Quarantänehotel, um dort ihre fünf Tage zwischen den beiden COVID-Tests zu absolvieren, und auch die Reisebeschränkungen bezüglich “nicht notwendiger Reisen” sind weggefallen. Die vom Roten Kreuz betreuten Hotels bleiben jedoch vorerst weiter geöffnet, auch um an COVID Erkrankte während der Isolierung betreuen zu können.

Gestern sind nach Angaben der Polizei in Suðurnes mehr als 2000 Touristen ins Land eingereist, zum Ende des Monats wird mit 5000 Personen pro Tag gerechnet. Alle Geimpften müssen sich einmal an der Grenze testen lassen und das Ergebnis in ihrer gebuchten Unterkunft abwarten, bevor sie ihre Reise antreten dürfen. Nichtgeimpfte müssen ein negatives Testergebnis vom Abflugort vorlegen und sich zweimal in Island testen lassen, zwischen den beiden Tests sind sie verpflichtet, sich für fünf Tage in eine gebuchte Quarantäneunterkunft zu begeben.

Die Einsatzkräfte am Flughafen kontrollieren Einreisedokumente (Atteste etc.) und überprüfen das Vorhandensein einer geeigneten Quarantäneunterkunft. Ergeben sich Unstimmigkeiten, gibt es nun eine zusätzliche Sondereinheit, die die Unterkunft kontrolliert, und nachschaut, ob die Person sich dort auch aufhält.

Die letzte COVID-Welle in Island zu Anfang April war auf einen Einreisenden zurückzuverfolgen, der infiziert und erkrankt war und sich nicht an die Seuchenschutzmassnahmen gehalten hatte. In der Vergangenheit hatte es auch mehrere Fälle gegeben, wo Touristen ihre fünftägige Quarantäne für Ausflüge und Touren genutzt hatten.

Alle Bestimmungen kann man auf covid.is nachlesen, für Fragen steht dort der Chat zur Verfügung.