Autoschlangen zum Vulkan, Räumung um Mitternacht

Auch am heutigen Abend ist der Zugang zum Vulkanausbruch seit 21 Uhr nicht mehr gestattet, und um Mitternacht werden Geldingadalir und der Wanderweg dorthin geräumt. Der Leiter der freiwilligen Rettungsmannschaft von Grindavík bittet die Besucher um Geduld.

“Die Leute glauben, das sei so wie in der Kringla (Einkaufszentrum), wo schnell ein Parkplatz frei wird wenn die Leute mit Einkaufen fertig sind. Aber hier geht niemand einkaufen. Die Leute kommen hier an, um das anzuschauen und Parkplätze werden erst spät frei,” erklärt Bogi Adolfsson Vísir gegenüber. Am gestrigen Sonntag hatten sich mehr als 5600 Menschen auf den Weg in das Gelände gemacht. Die anliegenden Parkplätze sind nicht gross, die meisten Leute parkten einfach auf der Wiese. Und sie kommen dann lange nicht zurück zum Auto. Erst recht, wenn die Dämmerung beginnt und das Licht spannend wird.
“Die Leute müssen einfach begreifen, dass das Gelände so einen Andrang nicht verkraftet,” sagt Bogi.
Er und seine Leute seien zur Stelle um den Besuchsverkehr zu regeln, wie schon in den vergangenen Tagen. Und am Andrang ändert sich wenig, im Gegenteil. Heute habe die Autoschlange sogar bis nach Grindavík gereicht.
“Wenn die Leute in den Nachrichten hören, dass da viele auf dem Weg sind und es hier voll ist, dann sollten sie vielleicht überlegen, nicht ins Auto zu springen, sondern später zu kommen,” findet er.
Manche kämen auch zum vierten, fünften oder sogar sechsten Mal, seit der Ausbruch vor 10 Tagen losging. Bogi fragt sich, ob die Schliessung von Kinos, Sportstätten und Kneipen dafür verantwortlich ist.

Am Abend musste eine Besucherin nach einem Sturz vom Hubschrauber abtransportiert werden, weil ein Transport über den Wanderweg zu schwierig gewesen wäre.
Zur Zeit überlegt die Polizei, wie der zu erwartende Osteransturm kanalisiert werden könnte.
Im Nachrichtenlink gibt es einen kurzen Film die abendliche Autoschlange.

Goldregenpfeifer in Island angekommen

golden plover in iceland

Der erste Goldregenpfeifer (lóa) des Jahres ist gestern morgen in Stokkseyri im Südwesten des Landes gesichtet worden. Der Goldregenpfeifer gilt in Island als Frühlingsbote. Entdeckt wurde er von Vogelkundler Alex Máni Guðríðarson, am gleichen Ort wo im Jahr 2019 die ersten Exemplare der Species gesichtet worden waren, berichtet Vísir.

“Lóan er komin að kveðja burt snjoinn,” so beginnt Páll Ólafssons Ode an den Vogel: Der Goldregenpfeifer ist gekommen, um den Schnee wegzusingen. Das Gedicht aus dem 19. Jahrhundert ist ein beliebtes Volkslied und existiert in zahllosen Varianten, von traditionellen bis zu Punkversionen.

Mehr als ein Drittel der weltweiten Goldregenpfeifer Population nistet in Island. Durchschnittlich taucht er in Island um den 23. März auf. Im letzten Jahr war er bereits am 15. März entdeckt worden, in den drei Jahren zuvor jeweils etwas später als sonst, am 28. März in 2018 und am 27. März in 2017.