Flybus für ankommende Passagiere ab morgen wieder im Angebot

Flybus flugrúta Reykjavík Excursions

Das Busunternehmen Reykjavík Excursions wird seinen Shuttleservice Flybus zwischen dem internationalen Flughafen in Keflavík und der Hauptstadt ab morgen, dem 27. Februar, wieder aufnehmen. Im Januar war der Servive auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden, weil nur noch wenige Flüge in Keflavík starteten und landeten.
In einer Mitteilung des Unternehmens schreibt Geschäftsführer Björn Ragnarsson, die jüngste Debatte zur Bedeutung des öffentlichen Transports bei der Einhaltung der Grenzbestimmungen sei der Grund für die Wiederaufnahme des Shuttleservice.

Die isländische Transportbehörde hat neue Richtlinien für den Busservice veröffentlicht, welche nun Anweisungen dazu enthalten, wie Passagiere in Quarantäne transportiert werden sollen, denn dies ist ja der Fall für alle ankommenden Passagiere. Unter anderem ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes während der gesamten Fahrt vorgeschrieben, sowie die Einhaltung der Zweimeterregel, wo irgend möglich. Zwei Reihen hinter dem Busfahrer müssen freibleiben, und jeder Bus sollte nur Passagiere aus dem gleichen Flugzeug transportieren. Nach jeder Fahrt muss der Bus desinfiziert werden, ausserdem gibt es Bestimmungen zur Funktionalität der Klimaanlage.

Björn gab an, die Entscheidung zur Wiederaufnahme des Shuttleservice sei in Zusammenarbeit mit den Behörden und Flughafenbetreiber Isavia getätigt worden. Alle ankommenden Passagiere werden ab morgen nun den Bus vom Flughafen nutzen können, mit Haltestellen in Hafnarfjörður, Garðabær, Kópavogur und im Stadtzentrum.
Die Quarantänebestimmungen gelten natürlich auch an diesen Haltestellen, das Abholen von Passagieren ist dort ebenso verboten wie am Flughafen, es darf jedoch ein Taxi zur Quarantäneunterkunft genutzt werden.

Der Shuttleservice ist derzeit nur für ankommende Passagiere im Angebot, allerdings haben abfliegende Passagiere auch mehr Möglichkeiten, zum Flughafen zu kommen, weil sie sich nicht in Quarantäne befinden.

65 Anträge auf Onlinearbeit in Island eingegangen

Seit vergangenen Oktober ist es für per Internet tätige Personen von ausserhalb der EU möglich, in Island eine sechsmonatige Arbeitserlaubnis zu erhalten. Kjarninn berichtet, dass insgesamt 65 Anträge auf Aufstellung eines solchen Visums eingegangen sind, vor allem von Bürgern der USA. Zehn Personen sind mit derartigem Arbeitsvisum bereits in Island angekommen, mehr als 50 weitere Visa wurden bewilligt.

Das Amt für Einwanderung hat 65 Anträge von Leuten ausserhalb der EU erhalten, die für die Dauer von sechs Monaten für ein ausländisches Unternehmen online in Island arbeiten möchten. Die seit Oktober zur Verfügung stehende Arbeitsmöglichkeit hatte einiges Interesse geweckt, auch wenn die Voraussetzungen für den Aufenthalt strengen Bestimmungen unterliegen. Der Antragsteller muss ein Monatsgehalt von mindestens einer Million ISK nachweisen, oder Nachweise über ein entsprechendes Einkommen vorlegen, wenn er selbstständig tätig ist.
Nach Auskunft der Behörde kamen die Anträge sowohl von Personen, die von Island aus online arbeiten möchten, als auch von Ehepartnern und Kindern. Zehn Personen haben bereits ein solches Visum ausgestellt bekommen. Die Ausstellung erfolgt erst bei der Ankunft in Island.
Dazu sind 50 weitere Visa bewilligt worden, fünf sind in Bearbeitung. Die meisten, oder 95 Prozent, kommen aus den USA, die restlichen fünf Prozent aus Kanada und Grossbritannien.

Die Möglichkeit war im vergangenen Oktober geschaffen worden, doch da die Onlinearbeiter in Island keine Steuern zahlen, haben sie auch keine Rechte auf staatliche Leistungen. Wenn der Visainhaber Kinder im Schulalter mitbringt, muss der Nachweis erbracht werden, dass die Kinder online oder zuhause unterrichtet werden, oder die Erlaubnis vorliegt, sie in einer isländischen Schule anzugemelden.

Ausweitung des sechsmonatigen Visums wird geprüft
Die Initiative soll es für Onlinearbeiter einfacher machen, Island als zeitweiligen Wohnort zu nutzen. Die Behörden prüfen, ob die derzeit gültige sechs Monate Regelung ausgedehnt werden kann, allerdings verlangt dies eine Änderung von Gesetzen und Bestimmungen.
Das Ministerium für Tourismus und Innovation sagte Kjarninn, Ministerin Þórdís Kolbrún Reykfjörð Gylfadóttir habe die Angelegenheit in einer Kabinettsbesprechung vorgelegt. Ihr Ministerium prüfe derzeit, wie man eine Visaverlängerung durchführen könne und wolle notwendige Gesetzesänderungen noch vor dem 7. Mai präsentieren.

Visit Iceland hat die Nachfrage für Onlinearbeit in Island untersucht und herausgefunden, dass eine hohe Nachfrage für solche Jobs im Ausland besteht. Viele können jedoch die derzeitigen Anforderungen für die Beantragung des Visums nicht erfüllen. Auch der Bearbeitungsvorgang müsse Visit Iceland zufolge vereinfacht werden, die Ehepartner müssten eine Arbeitserlaubnis in Island bekommen und die steuerliche Situation müsse geprüft werden.

Als die Initiative im vergangenen Oktober präsentiert wurde, hatte Þórdís Kolbrún angegeben, es sei nötig, eine Umgebung zu schaffen, wo Menschen mit Ideen und Fähigkeiten sich kennenlernen, voneinander lernen und Zukunftsoptionen kreieren zu können, damit eine auf Innovation basierende Exportwirtschaft in Island entwickelt werden könne.
Die grösste Schwäche der isländischen Innovationsbranche ist ihr Mangel an Verbindung zum internationalen Markt. Indem man sogenannte “remote worker”, also Personen, die online für ausländische Unternehmen tätig sind, nach Island holt, schafft man neue Geschäftsverbindungen.

Þórdís Kolbrún sagte Kjarninn, sie glaube, die Bereitstellung von Arbeitsvisa für Onlinearbeiter sei nur ein Schritt. Der ganze Prozess müsse vereinfacht werden, und Island müsse als Standortoption für die Onlinearbeit vermarktet werden.
“Für Experten in internationalen Technikunternehmen können wir eine hohe Lebensqualität bieten. Es gibt natürlich die Natur, aber auch guten Zugang zu Kindergärten und Grundschulen, was oft ein grösserer Vorteil für Familien mit Kindern ist als wir uns vorstellen. Dann ist da unser grossartiges Gesndheitssystem, das aktive kulturelle Leben, Frieden und Stille,” sagte Þórdís Kolbrún.