TV-Serie über das Leben der Vigdís Finnbogadóttir in Arbeit

Vigdís Finnbogadóttir

Der isländische Regisseur Baldvin Z (Lof mér að falla, Vonarstræti) arbeitet zur Zeit an einer vierteiligen Serie über das Leben von Islands erster Staatspräsidentin, Vigdís Finnbogadóttir, berichtet RÚV. Vigdís war weltweit die erste Frau, die demokratisch zum Oberhaupt eines Staates gewählt wurde und bleibt bis zum heutigen Tag das weibliche Staatsoberhaupt, welches am längsten im Amt gewesen ist.

Die Serie umspannt Vigdís’ Leben von ihren Teenagerjahren bis zur Amtseinführung im Jahr 1980. Das Drehbuch stammt aus der Feder dreier Frauen: Björg Magnúsdóttir, Jana María Guðmundsdóttir, und Ágústa Ólafsdóttir, die seit Jahren für das Projekt recherchiert hatten. Nína Dögg Filippusdóttir, die als Kommissarin in der Krimiserie Ófærð auch im Ausland bekannt wurde, spielt Vigdís in späteren Jahren, für die Jugendrolle ist noch keine passende Besetzung gefunden worden. Vigdís selbst, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, hatte beim Casting für die Rolle ein Mitspracherecht und hatte die Schauspielerin auch beraten.
Gegen Ende des Jahres oder zu Anfang 2022 will man mit der Produktion der Serie beginnen.

Erdrutsch in Seyðisfjörður: Evakuierung beendet, Gefahrenstufe gesenkt

Eine ganze Reihe von Einwohner in Seyðisfjörður kann in ihr Zuhause zurückkehren, nachdem die Evakuierung von einzelnen Häusern im Bereich Múli in der Hafnargata aufgehoben worden ist. Zur Zeit besteht keine Gefahr weiterer Erdrutsche, daher haben Zivilschutz und Polizei in Ostisland die Warnstufe von Gefahr auf Ungewissheit gesenkt.
Seit dem 20. Dezember hatte die Gefahrenstufe gegolten, nachdem zwei Tage zuvor ein riesiger Erdrutsch mit Schlamm und Geröll auf den Ort abgegangen war.
Mehr als ein Dutzend Gebäude wurden durch diese und weitere Lawinen zerstört, sowohl Wohnhäuser als auch Gewerbegebäude, und viele von ihnen mit historischem Hintergrund. Die Häuser unterhalb des Múli waren gleich nach dem Erdrutsch am 18. Dezember evakuiert worden.

In einer Mitteilung des Zivilschutzes hiess es, die Aufräumarbeiten der letzten Wochen seien erfolgreich verlaufen. In einigen Bereichen habe man die Lawinenschutzvorrichtungen fertigstellen können. Die Lage werde auch weiterhin engmaschig überwacht, doch zum jetzigen Zeitpunkt und in den kommenden Tagen sehe man keine Gefahr. Die Schutzvorrichtungen sind provisorischer Natur und verbleiben, bis eine endgültge Entscheidung zu bleibenden Bauwerken getroffen worden ist.

Vier Wohnhäuser am Teich Stöðvarlækur bleiben auch weiterhin für den Zutritt gesperrt Zur Zeit wird ein Risikogutachten für den Bereich erstellt, mit Ergebnissen ist in einigen Tagen zu rechnen. Die Bewohner von Seyðisfjörður sind gewarnt worden, dass es in den kommenden Monaten zu weiteren Evakuierungen kommen könnte “wenn die Wetterbedingungen ungünstig werden oder schwere Regenfälle zu erwarten sind.”