Þjóðleikhús will Kindertheater aufrechterhalten

Drawing of the three robbers of Cardamom Town, Kasper, Jesper and Jonatan.

Islands Nationaltheater Þjóðleikhús lädt Kinder und Jugendliche ab der kommenden Woche, wenn das normale Vorstellungsprogramm COVID-bedingt eingeschränkt wird, zu speziellen Kinderaufführungen ein. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kindergärten und Schulen organisiert werden.

In einer Ankündigung des Theaters heisst es, dass Kinder und Jugendliche mit der Schule ins Theater kommen können, wo es an Werktagen im November und Dezember Aufführungen geben wird. Der Besuch soll unter strengster Beachtung der Seuchenschutzregeln stattfinden.

Geboten werden die seit 15 Jahren beliebte Adventvorstellung des Þjóðleikhús nach Þorvaldur Þorsteinson, Leitin að jólunum, sowie Peter Engkvists Ég get eftir für Kindergartenkinder.
Das Theater plant, in den kommenden Wochen des Zusammenkunftverbotes weitere Veranstaltungen anzubieten. Dazu könnten möglicherweise auch Probenbesuche gehören. Ausserdem die Bühnenhits  Kardemommubær, Upphaf, Kópavogskrónik und Þínu eigin leikriti –– Tímaferðalag wieder aufgenommen werden.

Das benachbarte Borgarleikhús ist von den COVID-Einschränkungen stärker getroffen worden und hatte 60 Prozent seiner Einnahmen verloren. Dort hatten gestern acht Mitarbeiter aus allen Bereichen ihren Arbeitsplatz verloren.

Reykjavíker Bauamt verlangt Abriss der Brandruine

Bræðaborgarstígur fire

Der Besitzer des Hauses in Reykjavík, welches Ende Juni abgebrannt war, soll die Ruine innerhalb von 30 Tagen abreissen, berichtet RÚV. Bei dem verheerenden Brand waren drei Personen in den Flammen ums Leben gekommen. Die Anwohnervereinigung Vesturbær hatte ihre Sorge darüber ausgedrückt, dass Sturm und Winterwetter das schwer beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten. Der Anwalt des Hausbesitzers sagt, das Haus könne wegen einer ungelösten Versicherungsfrage nicht abgerissen werden.

Die Feuersbrunst Ende Juni hatte drei Menschenleben gekostet und gilt als tödlichster Brand in der Geschichte der Stadt. Ein älterer Mann wurde in dem Zusammenhang festgenommen, er muss sich wegen Totschlags und Brandstiftung vor Gericht verantworten.
In dem Gebäude am Bræðraborgarstígur hatte eine grosse Zahl ausländischer Arbeiter in beengten Verhältnissen gelebt. Der katastrophale Zustand des Hauses und die Vermietungsumstände waren von isländischen Medien seit dem Jahr 2015 untersucht und angeprangert worden.

Skúli Sveinsson, der Anwalt des Eigentümers, gab Reportern gegenüber an, es sei nicht möglich, das Haus abzureissen, weil der Streit zwischen Eigentümer und seiner Versicherung darüber, ob ein Abriss nötig sei, oder ob eine Sanierung ausreiche, nicht beigelegt sei.

Bauamtsleiter Nikulás Úlfar Másson bezeichnete diesen Streit als irrelevant für die Behörden. “Unsere Pflicht ist es, sicherzustellen, dass Gebäude keine Gefahr für ihre Umwelt darstellen, oder Schaden oder gar Gesundheitsprobleme für Passanten und Nachbarn verursachen,” sagte Nikulás. “Wir haben den Ort kontrolliert, mit dem Netz, welches Haus und Zaun bedeckt, und all das war bislang exemplarisch, aber jetzt können wir natürlich Wetter aller Art erwarten, welches das Haus einfach zerstört. Wir wissen ja nicht mal wirklich, in welchem Zustand das Haus sich befindet.”
“Jetzt ist es für uns an der Zeit, dem Besitzer einen Brief zu schicken und ihn aufzufordern, das Haus innerhalb von 30 Tagen abzureissen, oder mit einer Erklärung aufzuwarten, was er mit den Ruinen anfangen will,” kündigte Nikulás an.

Sowohl Hauseigentümer als auch der Festgenommene müssen mit rechtlichen Schritten durch die Familien der Todesopfer rechnen. Alle drei Toten waren polnische Staatsbürger.