Isländische Fussballerin nach zweitem COVID-Test positiv

keflavik airport COVID-19 testing

Heute ist eine isländische Fussballerin der ersten Liga positiv auf die COVID-19 Krankheit getestet worden. Sie war am 17. Juni eingereist, ihr Testergebnis bei der Grenzkontrolle war negativ gewesen, berichtet RÚV. Dies ist einem Facebook-Betrag des Zivilschutzes der Polizei zu entnehmen.

In dem Beitrag heisst es, nach ihrer Einreise habe sich herausgestellt, dass sie im Ausland nahen Kontakt zu einer infizierten Person gehabt hatte, daher unterzog sich die Fussballerin erneut einem Test. Diesmal wurde sie positiv getestet. Bislang zeigt sie keine Symptome.
Die Infektion könnte Auswirkungen auf die Organisation des Frauenfussballturniers Pepsi Max kvenna haben.

Im Betrag steht zu lesen, dass alle Personen, die in den vergangenen zwei Tagen mit der Spielerin Kontakt hatten, sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben müssen. Die Rückverfolgung zur Kontaktfindung ist im Gange, aber jetzt schon ist klar, dass viele Betroffene in Quarantäne müssen.
Die Angelegenheit wird derzeit bearbeitet, morgen soll es weitere Informationen dazu geben.

Gestern wurden bei der Grenztestung wie schon am Vortag drei COVID-19 Fälle entdeckt. Insgesamt wurden gestern 558 Tests durchgeführt, davon 511 an den Grenzen, 37 in der Uniklinik und zehn bei deCODE. Seit der ersten Grenztestung am 15. Juni wurden 20 positive Fälle gefunden.
Zur Zeit gibt es neun aktive Infektionen im Land, 168 Personen befinden sich in Quarantäne.
Seit Beginn der Pandemie sind 1830 Infektionen festgestellt worden, 1811 sind wieder gesund geworden, 22.389 Personen sind in Quarantäne gewesen. Insgesamt sind in Island 72.156 Tests durchgeführt worden.

Erste Kriegsschiffe für NATO-Übung erreichen Island

Submarine coast guard ships helicopter NATO

Die ersten Schiffe, die an der diesjährigen NATO Übung Dynamic Mongoose teilnehmen, sind heute in Island angekommen, der Rest wird für morgen erwartet. Neben Island nehmen sechs weitere NATO-Staaten an der Übung teil: die USA, Grossbritannien, Frankreich, Kanadam Norwegen und Deutschland. Die Staaten stellen fünf U-Boote, fünf Kriegsschiffe und fünf U-Boot-Suchflugzeuge für die Übung.

Das Dynamic Mongoose 2020 Manöver befasst sich mit der U-Bootabwehr durch Schiffe und aus der Luft. Die NATO hat solche Übungen seit dem Jahr 2012 alljährlich in Norwegen abgehalten. Im Jahr 2017 wurde die Übung in Island durchgeführt. Nun wurde entschieden, dass die Übungen abwechselnd in Island und in Norwegen abgehalten werden sollen.

Island wird Räumlichkeiten im Sicherehitsbereich des Keflavíker Flughafens zur Verfügung stellen, und auch die isländische Küstenwache nimmt an der Übung teil.
Die Übung findet zwischen dem 29. Juni und dem 10. Juli statt. Die Ankunft der Kriegsschiffe war in Zusammenarbeit mit den isländischen Gesundheitsbehörden geplant worden, damit angemessene Seuchenschutzmassnahmen ergriffen werden konnten.

EU ist gegen Islands Pläne zur Grenzöffnung

airport

Die isländische Regierung möchte ihre Grenzen im Juli für weitere Länder öffnen, doch dieser Plan könnte sich durch die Zugehörigkeit zum Schengen-Raum als problematisch herausstellen, berichtet RÚV. Die Regierung wartet nun auf eine von der EU veröffentlichte Liste von Ländern, aus denen Personen in den Schengen-Raum einreisen dürfen.

Justizministerin Áslaug Arna Sigurbjörnsdóttir sagte, Islands Vorhaben, eine liberalere Haltung zur Grenzöffnung einzunehmen, habe keine Unterstützung innerhalb der EU erhalten. Vielmehr gab es den Hinweis, dass Island aus dem Schengen-Raum ausgeschlossen werden könnte, falls es die Entscheidungen der Union nicht umsetze.
Auch wenn Island kein EU-Mitgliedsstaat ist, so gehört es doch zum europäischen Wirtschaftsraum und zum Schengengebiet. Die Grenzen des Schengen-Raumes sind seit Ende März geschlossen, es gibt jedoch Pläne, ab dem 1. Juli Reisende von ausserhalb in den Schengen-Raum einzulassen.

Eher keine Grenzöffnung für die USA
Die EU-Mitgliedsstaaten arbeiten zur Zeit daran, Kriterien aufzusetzen, welches ein Land erfüllen muss, um als sicheres Reiseziel für EU-Bürger durchgehen zu können. Die Kriterien beziehen sich unter anderem auf die Anzahl der COVID-19 Infektionen.

“Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Vereinigten Staaten nicht auf der Liste der sicheren Länder stehen, wenn man die heutige Situation bedenkt,” sagte Áslaug Arna in einem Radiointerview gestern Morgen. Sie drückte ihre Enttäuschung darüber aus, dass die USA ihre Grenzen nicht für die Isländer geöffnet hätten, weil sie gehofft hatte, dass es ab dem 1. Juli möglich sein würde, Islands Grenzen für Reisende aus den USA zu öffnen.

Island in einzigartiger Position
In Gesprächen mit der EU hätten die isländischen Behörden immer wieder auf die einzigartige Position der Insel hingewiesen – es gibt nur wenige Einreisepunkte, und Reisende hätten die Möglichkeit, sich einem COVID-19 Test bei ihrer Ankunft zu unterziehen.

“Wir haben immer wieder darauf hingewiesen dass wir zur Zeit jeden [an der Grenze auf COVID-19] testen.” sagte Áslaug.
Islands Vertreter hatten auch vorgeschlagen, dass Island Grenzkontrollen für Reisende durchführt, die in andere Länder des Schengen-Raumes reisen wollen, und damit an den Reisebeschränkungen festhält, und gleichzeitig davon ausgenommen ist.
Die Europäische Union hat jedoch betont, sie erwarte, dass Mitgliedstaaten des Schengener Abkommens sich in Bezug auf ihre Reisebschränkungen an die zu erwartende Liste der sicheren Länder halten.

“Es wurde nicht gut aufgenommen, dass wir noch mehr öffnen möchten. Es wurde angedeutet, dass sich die Grenzen in diesem Raum für uns schliessen könnten.”
Eine Entscheidung der Regierung zur Übernahme der EU-Liste steht noch aus.