Frauen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert

Zehn Jahre nach Einführung eines Gesetzes zur Gleichstellung in Unternehmensspitzen halten Frauen immer noch weniger als ein Viertel aller Vorstands- und Geschäftsführerposten in der isländischen Wirtschaft. Die Daten stammen vom Statistischen Amt.

Der Anteil an Frauen in der Vorstandsriege von Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern lag im letzten Jahr unter 35 Prozent. Er war im Vergleich zum Vorjahr um nur ein Prozent gestiegen. Das vor zehn Jahren verabschiedete Gleichstellungsgesetz sieht einen Mindestanteil von 40 Prozent Frauen in der Firmenleitung bzw weniger als 40 Prozent Männer vor. Die Frauen haben es seit Inkrafttreten des Gesetzes nicht geschafft, diese 40 Prozent zu erreichen.
In kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern halten Frauen sogar nur 26 Prozent der Leitungspositionen inne.

Hulda Ragnheiður Árnadóttir, die Vorsitzende des Verbandes für Frauen in der Industrie, sagte RÚV, dass die Zahl der Frauen in Leitungspositionen nach Inkrafttreten des Gesetzes bedeutend gestiegen war, doch seither stagniert die Entwicklung. Sie glaubt, es wird sich auch weiterhin nichts ändern, wenn es keine Strafen für die Nichteinhaltung des Gleichstellungsgesetzes gibt.

Schafbestand in Island auf neuem Rekordtief

Die Zahl des Schafbestandes in Island ist geringer als vor 40 Jahren, berichtet das Bændablaðið. Ende 2019 gab es 415.949 Schafe im Land, sowie 1471 Ziegen. Gezählt werden stets die Schafe im Winterfutter, aber keine Lämmer, weil die in der Regel im Herbst zur Schlachtung gehen.

Im Jahr 1980 hatte es 50,3 Prozent mehr oder 827.927 Schafe gegeben. Ende 1985 wurden 709.257 gezählt. Im Jahr 2000 war die Zahl auf 465.777 gefallen. Im Jahr 2010 gab es wieder einen kleinen Zuwachs mit 479.841 Schafen, in 2014 stieg die Zahl dann noch mal auf 486.598 Tiere. Danach fiel der Bestand kontinuierlich auf das diesjährige Rekordtief.

Der Bestand ist in ganz Island gefallen, und es gibt Regionen, wo gar keine Schafe mehr gezüchtet werden. Der Nordwesten und die Westfjorde verzeichnen mit 102.175 Tieren die stabilsten Bestandzahlen in der Schafzucht. Drei Regionen sind ebenfalls relativ stabil, der Nordosten mit 68.789 Tieren, der Osten mit 65,753 und der Süden mit 64.931 Tieren. Islands Südwesten hingegen hat kaum Schafe, dort wurden nur 2216 Tiere gezählt.

Dafür steigt im Süden des Landes die Zahl der Rinderzüchter, hier gibt mit 31.712 Tieren seit 2019 den grössten Bestand. Auf Platz zwei steht der Nordosten mit 18.025 Rindern, dann folgt der Nordwesten mit 14.138 Rindern, und der Westen mit 12.042 Rindern.
In Ostisland gibt nur 4.653 Rinder, im Südwesten lediglich 1.302.

Den grössten Anteil des Gesamtnutztierbestandes hält das Geflügel, mit 970.824 Tieren, oder 62,39 Prozent. Bei den Pferden erwies sich die Zählung als schwierig, weil viele Pferdehalter ihre Tiere nicht angeben. Der letzten Herbstzählung zufolge waren es 54.715 Pferde, Experten gehen jedoch eher von 71.000 Pferden aus.

Die Daten stammen aus der letzten Herbststatistik, die keine Erklärung für den Rückgang des Schafbestandes liefert.