Priester mit Videokanal bei TikTok

Dagur Fannar Magnússon, der Pastor in Heydalir in den Ostfjorden, hat sich was Besonderes ausgedacht, um vor allem die jungen Leute zu erreichen. Er ist womöglich der einzige Kirchenvertreter in Island, der Videos auf dem Channel TikTok veröffentlicht.

Er sagt, seine Geschwister hätten ihn dazu gedrängt, dieses Medium auszuprobieren, und er hoffe, dass es damit gelingt, den jungen Leuten Botschaften aus der Kirche nahezubringen.
Die gesamte Kirche habe während der COVID Krise nach Wegen gesucht, ihre Gläubigen zu erreichen. Vor allem an die Kinder und Jugendlichen habe man gedacht, die ohnehin nicht in die Messen kämen. Daher habe er zusammen mit seinem Amtsbruder Benjamín Hrafn Böðvarsson im April zunächst einen Kirchen Podcast hochgeladen.

Dann kam die Idee mit TikTok auf. “Dieser Zustand drängt einen natürlich dazu, neue Wege und Medien zu finden.” sagt er.

“Meine beiden Geschwister sind dort aktiv, und sie drängten mich eigentlich in das erste TikTok Video.” Im Nachrichtenlink gibt es zwei der Videos zu sehen.

Die Ideen, wie man religiöse Botschaften unter die Leute bringt, seien ihm beim Videoschauen in dem Kanal gekommen. Wie etwa ein Clip über Jesus’ erstes Wunder, als er Wasser in Wein verwandelte.
Das Echo auf Dagurs Videos war bislang gut, und nicht nur die Jugend schaut sich die Clips an. Dagur will daher auch weiterhin Videos auf TikTok veröffentlichen, die Frage sei, wohin die Inspiration ihn da noch hinführe.

VesturVerk pausiert mit Kraftwerksplänen in den Westfjorden

Strandir wilderness

Das Energieunternehmen VesturVerk will sich aufgrund veränderter Marktbedingungen zeitlich befristet aus seinen Aktivitäten zurückziehen, berichtet RÚV. Das Büro von VesturVerk in Ísafjörður wurde geschlossen, die beiden dort beschäftigten Mitarbeiter sind entlassen worden.

Jóhann Snorri Sigurbergsson, der Leiter der Wirtschaftsentwicklungsabteilung der HS Orka, die die Aktienmehrheit an VesturVerk hält, bestätigte dies in einem Gespräch mit RÚV. Jóhann sagte, dass man weiterhin Kraftwerksoptionen untersuche, darunter auch das umstrittene Hvalárvirkjun, und dass man weiterhin mit den Planungsbehörden in der Region zusammenarbeite.

Gunnar Gaukur Magnússon, der Geschäftsführer bei VesturVerk, wird am 1. August von seinem Posten zurücktreten, aber weiterhin im Vorstand sitzen.

Jóhann zufolge haben sich die Bedingungen am Markt in den vergangenen Monaten stark verändert, daher habe man entschieden, sich zeitweise aus dem Betrieb zurückzuziehen. Er weist jedoch darauf hin, dass man vom Bau des Hvalárvirkjun nicht abrücken werde, auch wenn sich das Projekt möglicherweise verzögere.