Rabeneltern “live” vor der Kamera

Bereits zum achten Mal baut sich ein Rabenpärchen am Baumarkt Byko in Selfoss ein Nest, und zum vierten Mal in Folge ist die ganze Welt dabei.

Nachdem im Jahr 2017 das Unternehmen eine Webcam unweit des Nestes unter dem Dach aufgehängt hatte, weil die beiden Raben ihrem Nistplatz treu blieben, obwohl das Nest jedes Jahr nach dem Flüggewerden der Jungen entfernt wurde, sind die beiden Superstars auch in diesem Jahr wiedergekommen, und man darf gespannt sein, wieviele Eier diesmal ausgebrütet werden.

Hier gibt es den Link zur Webcam.

Keflavík ist Zwischenlandeplatz für Luftbrücke nach Grönland

Die vielleicht ungewöhnlichste Flugroute, die in diesen Tagen noch offengehalten wird, ist wohl die Luftbrücke, die die grönländische Regierung eingerichtet hat, um COVID-19 Proben aus Grönland zur Untersuchung nach Dänemark zu fliegen, berichtet Vísir. Zwei dieser Flugzeuge von Air Greenland waren die einzigen, die heute gegen Mittag auf dem Radar zu sehen war. Beide kamen zur Zwischenlandung ins ansonsten verwaiste Leifstöð.

Dreimal pro Woche findet ein Flug zwischen Grönlands Hauptstadt Nuuk und Kopenhagen mit Zwischenlandung in Island statt, was insgesamt sechs Zwischenlandungen macht. Heute kamen zwei Flugzeuge auf einmal, weil der Freitagsflug von letzter Woche wetterbedingt ausgefallen war und am Wochenende nachgeholt wurde, was eine Verspätung für die Proben und neue Fallzahlen für die Gesundheitsbehörden nach sich zog.

Die Luftbrücke war geschaffen worden, nachdem die fahrplanmässige Flugverbindung durch einen Airbus 330 zwischen Kangerlussaq und Kopenhagen wegen der Pandemie kurzfristig ausgesetzt wurde.

Die Flüge über die Luftbrücke finden nun mit DASH 8 Q-200 Propellermaschinen statt, das sind 37-sitzige Maschinen die auch bei Air Iceland in Gebrauch sind. Diese Maschinen sind nun die einzigen, die Grönland mit der Ausenwelt verbinden.

Auf dem Rückflug von Kopenhagen dienen sie als Transportmaschinen für notwendige Güter für Grönland. Es werden keine Fahrgastplätze vergeben, im Notfall können Passagiere aber transportiert werden.
Die Q-200 Flugzeuge fliegen mit einer Geschwindigkeit von 490 km/h und sind langsamer unterwegs als Grossraumflugzeuge. Die Flugzeit zwischen Nuuk und Kopenhagen beträgt ohne die Zwischenlandung in Keflavík acht Stunden.

Livestream aus dem isländischen Rockmuseum

Das Kulturzentrum Hljómahöll und das isländische Rockmuseum in Reykjanesbær arbeiten an einer Reihe von gestreamten Livekonzerten, die in den kommenden Wochen ausgestrahlt werden sollen.
Die Reihe “Látum okkar streyma” (lasst uns streamen) hatte am vergangenen Donnerstagabend mit einem Livekonzert von Ásgeir begonnen.
Am 2. April spielt dann Moses Hightower, am 7. April kann man GDRN zuhören, am 16. April gibt es dann ein Konzert mit Hjálmar zu hören.

Alle Konzertstreams beginnen live um 20 Uhr jeweils, dazu soll es eine Tour hinter den Kulissen im isländischen Rockmuseum geben, wo die beiden Musikikonen Páll Óskar und Björgvín Halldórsson durch die Ausstellung führen, der Termin dazu wird noch bekannt gegeben.

Das Konzertprogramm für die gesamte Aktion gibt es auf der Facebookseite von Hljómahöll. Die Livestreams sind über diese Seite, über die Webseite von RÚV oder über den Radiosender Rás2 zu finden.

Freiwilligenliste für die Landwirtschaft startbereit

Fast einhundert Personen haben sich in eine Reserveliste für die Landwirtschaft in Island eingetragen, um in landwirtschaftlichen Betrieben im ganzen Land zu helfen, berichtet Vísir. Die Initiative, die der isländische Bauerverband (BÍ) gestartet hatte, schickt Aushilfsarbeitskräfte auf Höfe, wo der Landwirt an COVID-19 erkrankt ist und sich nicht um den Betrieb kümmern kann.

Bislang haben sich sechs Landwirte im Vestur-Húnavatnssýsla im Nordwesten des Landes mit dem neuen Coronavirus infiziert.

“Fast 100 Leute sind auf unserer Liste, “ sagte Guðbjörg Jónsdóttir, die Projektmanagerin beim Bauernverband. “Ich bin wirklich gerührt, wie das Land über seine Bauern denkt und bereit ist zu helfen. Da sind Leute, die Erfahrung und Können haben und eine Ausbildung in der Landwirtschaft haben, und dann gibt es die, die ihren Job im Tourismussektor verloren haben, und dann Ratgeber – alles wirklich gute Leute aus dem ganzen Land.”

Bislang hatten die infizierten Landwirte im Nordwesten ihre Betriebe mit Hilfe von Familienmitgliedern oder Arbeitskräften au der Nachbarschaft aufrechterhalten können. Noch ist nicht bekannt, welche anderen Höfe von der Seuche betroffen sind, aber mit der Freiwilligenliste hofft der Bauernverband, weitere Störungen im Landwirtschaftssektor zu umschiffen, da der Virus sich weiter ausbreitet.
“Der Virus ist offenbar auf dem Weg,” sagt Guðbjörg, “und die Lammzeit beginnt in etwa einem Monat. Das ist die grösste Besorgis, wie wir damit umgehen sollen.”