Schneesturm und Orkan, kein Reisewetter am Samstag

Der isländische Wetterdienst hat für das Südland für Samstag eine Schneesturmwarnung herausgegeben, im Südosten muss schon am Freitagabend mit Schneesturm, Orkan und Unwetter gerechnet werden. Für die gesamte Region gilt die gelbe Warnstufe, berichtet RÚV.

Am kräftigsten soll es unterhalb der grossen Gletscher im Süden wehen, dort werden in Böen Windgeschwindigkeiten von mehr als 180 km/h (50 m/s) erwartet. Überall sonst fegt der Orkan mit 100 km/h und mehr übers Land. Im Süden kann es etwas weniger werden, doch auch dort muss an exponierten Stellen mit Orkanböen von 180 km/s gerechnet werden.
Zum Orkan soll es kräftig schneien, was die Sicht verschlechtert und die Fahrbedingungen erschwert. In diesen Landesteilen ist am Freitagabend und Samstag kein Reisewetter.

Der Wetterexperte Birgir Örn Höskuldsson weist darauf hin, dass es bereits am Freitagabend ungemütlich wird. Der Höhepunkt sollte am Samstagmittag erreicht werden. Zum Samstagnachmittag hin wird es auch im übrigen Land stürmisch. Man darf erwarten, dass sich die gelbe Warnstufe auf weitere Landesteile ausweitet, und dass für den Sürteil des Landes die Warnstufe auf orangefarben steigt.

Jegliche für das Wochenende geplante Reisen sollten daher morgen unternommen werden. Am Samstag muss wetterbedingt und aus Sicherheitsgründen jederzeit mit Sperrungen der Ringstrasse gerechnet werden. Auch für den Sonntag sollte man sich nichts vornehmen, weil bei solch einer Vorhersage ungewiss ist, wie lange der Sturm andauert und wann die Strassen wieder geräumt sind.
Informationen zur aktuellen Lage findet man bei vedur.is, road.is und safetravel.is.

 

Gehalt für Personen in Quarantäne versprochen

Katrín Jakobsdóttir forsætisráðherra

In Island befinden sich derzeit etwa 400 Personen in Quarantäne in ihrem eigenen Zuhause, um eine mögliche Ausbreitung des COVID-19 Virus zu verhindern. Viele von ihnen hatten sich Sorgen gemacht, ob sie ihren Lohn erhalten, wenn sie nicht von zuhause aus arbeiten können.

Premierministerin Katrín Jakobsdóttir sagte RÚV gegenüber, die Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften arbeiteten derzeit an einer Lösung, damit die unter Quarantäne gestellten ein Gehalt bekommen.

Gestern hatten sich Regierung, Arbeitgeberverband und Gewerkschaftsbund zusammengesetzt, doch bislang ist noch kein Ergebnis verkündet worden.

In einem Interview mit Stöð2 sagte die Premierministerin, dass die Verhandlungspartner sich in der Gehaltsfrage durchaus einig seien. “Der Tag ging darauf, dass alle Parteien an einem Tisch sassen, um Lösungen zu finden. Wie ich es am Ende des Tages verstehe, stehen wir nahe davor eine Lösung zu finden, durch die alle ein Gehalt bekommen, und dass dies durch einen gemeinsamen Weg passiert, zu dem wir alle beitragen.”

Alle bislang 34 bestätigten COVID-19 Fälle in Island sind bei Personen aufgetreten, die sich mit dem Virus auf Reisen in Italien und Österreich angesteckt hatten. Die Behörden haben nun die österreiche Skiregion Ischgl ebenfalls auf die Liste der Risikoregionen gesetzt, wo sich bereits China, Italien, Südkorea und der Iran befinden.