COVID-19: Informationen für Touristen

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Das isländische Gesundheitsamt hat ein Merkblatt für Islandreisende zum Thema COVID-19 in isländischer, englischer und chinesischer Sprache veröffentlicht. Hotels, Gästehäuser und andere Unterkünfte, aber auch Reiseveranstalter und Informationszentren sollen dieses Merkblatt ausdrucken und in ihren Rezeptionen auslegen.

Für Beschäftigte im Kundenkontakt hat das Gesundheitsamt Leitlinien in englischer, polnischer und spanischer Sprache veröffentlicht.

Bislang sind drei Fälle von COVID-19 Erkrankung in Island bestätigt worden, in allen drei Fällen handelte es sich um Isländer, die von einer Skireise nach Norditalien zurückgekehrt waren.  Keiner von ihnen ist schwer erkrankt. Bei neun Personen wurde eine Ansteckung diagnostiziert.  Insgesamt befinden sich etwa 300 Personen in Island in Quarantäne. Die Universitätsklinik hat ihre Angestellten gebeten, von Auslandsreisen vorläufig abzusehen, um den Betrieb durch Quarantänen oder Infektionen nicht zu gefährden.

China, Italien (seit dem 29.2.), Südkorea und Iran gelten nach Behördenangaben als Bereiche mit einem hohen Ansteckungsrisiko, es wird empfohlen, nicht in diese Länder zu reisen. Personen, die sich in den vergangenen Tagen in diesen Ländern befunden haben und jetzt in Island sind, wird geraten, vorsichtshalber für den Zeitraum von 14 Tagen zuhause zu bleiben. Ausländische Reisende werden derzeit nicht in Quarantäne verwiesen, da man es für unwahrscheinlicher hält, dass sie die Infektion auf die Bevölkerung übertragen.

Japan, Singapur, Hongkong und Teneriffa sind als Regionen mit einem geringen Infektionsrisiko definiert worden. Personen, die sich in diesen Regionen befinden, oder in den vergangenen Tagen befunden haben, wird angeraten, besondere Reinlichkeit walten zu lassen. Dazu gehört häufiges Händewaschen, das Schneuzen und Abhusten in ein Papiertaschentuch, sowie Desinfektionsmittel für die Hände.

Hände waschen, das nicht berühren von Augen, Nase und Mund, sowie das Vermeiden von Händedruck sind Schlüsselfaktoren, um das Infektionsriskiko zu mindern.
Personen, die sich zur Zeit in Island befinden und mögliche Symptome wie Fieber, Husten und Muskelschmerzen verspüren, nachdem sie eine der oben genannten Regionen besucht haben, sollen sich unter der Nummer 1700 (+354 544-4113 für ausländische Anrufer) melden und ihre Reiseroute angeben.
Aktuelle Informationen gibt es auf der Seite des isländischen Gesundheitsamtes.

Daði Freyr reist für Island zum Songcontest

Die Band Daði and Gagnamagnið wird Island beim Europäischen Songcontest 2020 mit dem Lied Think about Things im Mai in Rotterdam vertreten. Die Gruppe war am vergangenen Samstag als Sieger aus dem letzten Ausscheidungswettbewerb hervorgegangen
In der Endausscheidung hatten fünf Beiträge gestanden, neben Daði and Gagnamagnið waren dies Dimma mit Almyrkvi, Helga and Ísold mit Meet me Halfway, Íva mit Oculis Videre und Nína mit Echo.

Am Ende von Telefonvoting und dem Spruch von 10 internationalen Richtern gingen Daði und Dimma ins Stechen. Wie schon aus dem Telefonvoting gingen Daði und seine Mitsänger auch hier als Sieger hervor. Daði and Gagnamagnið nehmen damit zum zweiten Mal an den prestigeträchtigen Wettbewerb teil. Im Jahr 2017 hatten sie es bis ins Stechen geschafft und verloren dort die Teilnahme an Svala mit ihrem Song Paper.

Beim Auftritt der blinden Sängerin Íva hatte sich am Samstag ein technischer Fehler ereignet, das Mikrophon einer der Hintergrundsängerinnen mitsamt Übertragung funktionierte nicht. Íva hatte darauf darum gebeten, ihr Lied noch einmal vortragen zu können, doch offenbar war diese Bitte nicht so bei der Aufnahmeleitung angekommen.
Heute veröffentlichte RÚV eine Entschuldigung des Senders bei der Sängerin. “Die Sendeleitung hat die Meldung erhalten, dass der Mitkomponist des Liedes, Richard Cameron, keine Beanstandung geäussert habe. Dort ist es offensichtlich, dass Fehler in der Mitarbeiterkommunikation bei RÚV entstehen.” heisst es in dem Text.
Die Geschäftsleitung bedauere aus tiefstem Herzen, dass dies geschehen sei und habe Íva und ihre Mitarbeiter um Entschuldigung gebeten. Íva und die Sängerinnen des Liedes hätten in dem ganzen Prozess echte Professionalität gezeigt und hätten das Lied gemäss der Umstände einwandfrei vorgetragen.

Hier findet man den Beitrag Oculis Videre.