Entertainer Raggi Bjarni verstorben

Raggi Bjarni, einer der beliebtesten Entertainer und Sänger Islands, ist im Universitätskrankenhaus im Alter von 85 Jahren verstorben, berichtet RÚV.
Zuletzt war Raggi im November 2019 im Sendegebäude von RÚV gewesen und hatte dort zusammen mit dem Reykjavíker Orchester eine improvisierte Djammsession abgehalten, während die Tontechniker ihre Kabel für Aufnahmen zu einer Weihnachtssendung sortierten.
Raggis “Route 66” schaffte es nicht in die Sendung, doch die ausser der Reihe entstandene Tonaufnahme ist erhalten.

Ragnar Bjarnason wurde am 22. September 1934 geboren und ist beinahe sein ganzes Leben lang Sänger, Musiker und Entertainer gewesen. Er hat unzählige Platten aufgenommen, Evergreens eingespielt, ist mit Bands und Orchestern auf Tournee unterwegs gewesen und war für Alt und Jung ein fester und geliebter Bestandteil der isländischen Musikkultur der Nachkriegszeit.
Nebenher war er auch in der Autobranche beschäftigt gewesen, und hatte einen Laden und ein Mietwagenunternehmen betrieben.

Im Jahr 2004 kam er in die Musikszene zurück, und nahm eine weitere Platte auf. Um die gleiche Zeit entstand auch die Aufnahme “Þannig týnist tíminn” zusammen mit Lay Low.

Quarantäne für Haustiere wird verkürzt

Icelandic Sheepdog.

Ab dem 1. März werden die Quarantänezeiten für Hunde und Katzen, die nach Island importiert werden sollen, von bislang vier auf zwei Wochen verkürzt. Der isländische Hundezuchtverband (HRFÍ) hatte die isländischen Quarantäneregeln schon länger als veraltet bezeichnet und kritisiert, sie entbehrten jeder wissenschaftlichen Basis.
Die Regeländerung war auf der Webseite des Vereins angekündigt worden.

Im April 2019 war auf Betreiben des HRFÍ ein Gefahrengutachten durch das Landwirtschaftsministerium durchgeführt worden, um die Sicherheit von kürzeren Quarantänezeiten zu untersuchen. In der Untersuchung stellte sich heraus, dass für Hunde und Katzen aus Nordeuropa und Grossbritannien (den Ländern wo die meisten importierten Tiere herstammen) keine Quarantäne nötig sei. In diesen Ländern sei die Krankheitskontrolle ausreichend, und ein Ansteckungsrisiko als gering einzuschätzen. Tiere aus anderen Ländern könnten ruhig auch nur zwei Wochen unter Quarantäne gesetzt werden, anstatt bislang vier Wochen.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden an die Veterinärüberwachungsbehörde MAST zur Begutachtung weitergeleitet.
In der vergangenen Woche trafen sich die Vorsitzenden des HRFÍ, Herdís Hallmarsdóttir und Guðbjörg Guðmundsdóttir mit Ministern, einem Anwalt und einem Tierarzt, um die Ergebnisse zu besprechen. Der Hundezuchtverband erhielt die Möglichkeit, die neuen Quarantäneregeln und auch Erneuerungen in den Quarantänezentren zu kommentieren.

Dem Verband zufolge ist die Änderung der Quarantäneregelung ein grosser Schritt vorwärts. Die Verkürzung um zwei Wochen bedeute weit weniger Stress für die Tiere.
Doch reicht dem Verband dies nicht aus. Da der Studie zufolge Tiere aus Nordeuropa eigentlich ohne Quarantäne nach Island einreisen könnten, dürften isländische Behörden durchaus mal nach Australien und Neuseeland schauen, wo die Quarantäne zur Infektionsprophylaxe maximal 10 Tage dauert.
Der Verband kritisierte auch, dass Tierhalter ihre Tiere während der Quarantänezeit nicht besuchen dürfen, und will sich für weitere Änderungen starkmachen.