Íslandsbanki entlässt weitere 20 Mitarbeiter

Íslandsbanki hat gestern 20 Angestellte entlassen. Die meisten von ihnen sind in der Hauptgeschäftsstelle in Smáralind beschäftigt, schreibt Vísir. Im September hatte die Bank 20 Mitarbeiter enlassen, im Mai 16 Mitarbeiter.

In einem Interview mit RÚV beklagte Geschäftsführerin Birna Einarsdóttir das Vorgehen. “Das sind immer traurige und harte Tage, wenn wir solche Massnahmen ergreifen müssen.” Íslandsbankis Beschäftigtenzahl ist im Jahr 2019 insgesamt um 90 Personen zurückgegangen, oder 10-12 Prozent.

Wir können nicht garantieren, dass dies die letzte Entlassungsrunde sein wird, aber wir hoffen es.” Birna zufolge verändert sich die Bankenlandschaft schnell, und Íslandsbanki müsse da mithalten. “Einige dieser Veränderungen heute sind organisatorischer Natur. Die Jobbeschreibungen verändern sich.”

Aus dem Finanzbericht des dritten Quartals geht hervor, dass die Rendite niedriger ausgefallen war als erwartet. “Es ist unser Ziel, die Rendite zu verbessern, damit die Eigentümer der Bank zufrieden sind. Daher ist es wichtig, verschiedene Massnahmen zu ergreifen, damit das Ziel erreicht wird.”

Die Kündigungsfristen fallen bei den Mitarbeitern unterschiedlich aus. Birna zufolge liegt sie bei etwa sechs Monaten. In den meisten Fällen beenden die Angestellten ihre Tätigkeit jedoch Ende November.

Íslandsbanki gehört zu 100 Prozent dem isländischen Staat. Sie ist auch nicht die einzige Bank, die in diesem Jahr Mitarbeiter entlassen hat. Im September hatte Arionbanki etwa 100 Kündigungen ausgesprochen. Die Bank wollte ihre Struktur ändern, und die Kündigungen seien Teil der Massnahme.

Vier von fünf Angestellten, die von Arionbanki entlassen wurden, waren in der Hauptgeschäftsstelle in Reykjavík tätig gewesen.

Teeenager mit Spice-Droge in E-Zigarette erwischt

e-cigarette

Eine Gruppe von Teenagern ist in Reykjavík beim Vapen des synthetischen Cannabinoids Spice erwischt worden. Spice besteht aus einer Mischung von im Labor hergestellten Chemikalien, die die Wirkung der psychoaktiven Droge THC aus der Cannabispflanze vorgaukeln.

Einer Pressemitteilung der Polizei in Reykjavík zufolge waren die jungen Leute durch fragwürdiges Verhalten aufgefallen. Die Polizei konfiszierte die E-Zigaretten der Teenager und schickte Flüssigkeitsproben zur Analyse an das Pharmazeutisch-Toxikologische Institut der Universität.

Die Untersuchung ergab, dass sich in der Substanz die Droge Spice und Nikotin befanden. Derzeit befassen sich Jugendschutzamt und Polizei mit der Angelegenheit.

Wie die Polizei sagt, gibt es Anlass zur Sorge:

Die Polizei im Grossraum Reykjavík möchte die Aufmerksamkeit erhöhen und Eltern und Vormunde darin bestärken, auf der Hut zu sein. Zu den kurzfristigen Wirkungen von Spice – welches fast geruchlos ist – gehören Gefühle von Freude und Euphorie, allerdings kommen auch ein beschleunigter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, Halluzinationen, Paranoia, Angstattacken und Aggressionen als ernsteste Nebenwirkungen der Droge vor.”

In disem Sommer waren neun Teenager im britischen Manchester kollabiert, nachdem sie ohne es zu wissen eine Vape Flüssigkeit geraucht hatten, in der Spice enthalten war. In einem Interview mit Sky News bestätigte der Drogenexperte Michael Linnell, dass das Vapen von Spice viel gefährlicher sei als natürliche Cannabisprodukte zu rauchen.

Es ist selbst für erfahrene Spicekonsumenten schwierig, die Dosierung zu beurteilen, und es kommt häufig vor, dass unabsichtlich toxische Dosen zugesetzt werden. … Schwere Vergiftungen durch synthetische Cannabinoide sind viel häufiger als durch normales Cannabis, und in manchen Fällen kann die Vergiftung auch tödlich ausgehen.” (DT)