Kirche in Skálholt kostet keinen Eintritt mehr

Das Eintrittsgeld in die Skálholtskirche in Südisland ist abgeschafft worden, wie Egill Hallgrímsson, der Pfarrer der Kirche RÚV gegenüber bestätigte. Egill sagt, Weihbischof Kristján Björnsson habe das Schild von der Kirchenwand genommen, auf welchem die Besucher aufgefordert wurden, ein Eintrittsgeld zu entrichten. Dieses Eintrittsgeld war umstritten gewesen, und es hat Leute gegeben, die in die Kirche hatten betreten wollen, sich es jedoch anders überlegten, als sie des Schildes ansichtig wurden.

Im Sommer hatte die Nachricht die Runde gemacht, dass der Kirchenrat beschlossen habe, den Besuch der Kirche gebührenpflichtig zu machen. 500 Kronen kostete der Besuch für die Einzelperson. Mehrere Besucher in einem PKW zahlten 750 Kronen zusammen, 1500 Kronen kosteten Mehrpersonenfahrzeuge, Busse mussten 3000 Kronen an der Kasse zahlen.

Der Weihbischof hatte versichert, dass das Eintrittsgeld dem Betrieb der Kirche diene. Für Messbesuch oder Konzerte solle kein Eintrittsgeld erhoben werden.

Der Pfarrer war krank gewesen, als die Entscheidung zur Gebührenerhebung gefällt wurde. Er sagt, er hoffe, dass sich ein solches Ereignis nicht wiederhole.

Die Kirche ist kein normales Haus. Sie stellt die offenen Arme Gottes dar. Das ist kein Versammlungssaal, oder ein Museum. Das ist ein heiliges Haus und darum geht das nicht.” sagte Egill.

Jahrelang hatte es Eintritt gekostet, die Ausstellung im Keller der Kirche zu besichtigen, dort kann man Grabplatten, Sarkopharge und andere archäologische Funde des bedeutenden Kirchortes anschauen und auch einen unterirdischen Tunnel betreten, der zu den ausgegrabenen Fundamenten von Wirtschaftsgebäuden der Kirche führt.

Die Ausstellung kostet auch weiterhin Eintritt, doch aus der Eintrittskarte geht hervor, dass man die Kirche frei besichtigen kann.

 

Universitätsklinik braucht 1 Mrd. Kronen zusätzlich für Löhne

Emergency room

Die Universitätsklinik in Reykjavík benötigt etwa eine Milliarde ISK (7,2 Mio EUR) zusätzlich aus dem Staatssäckel, um Löhne auszahlen zu können, die mit Abschluss der Tarifverhandlungen im Frühjahr zugesagt worden waren, berichtet RÚV. Derzeit überlegt der parlamentarische Hauhaltsausschuss, wie man diese Angelegenheit angeht. Klinikvertreter liessen wissen, dass wenn keine Gelder einträfen, man Dienstleistungen beschneiden oder das Krankenhaus mit Defizit betreiben müsse.

Ebba Margrét Magnúsdóttir, die Vorsitzende des Ärzterates, sagte dass die Regierung den finanziellen Bedarf der Klinik zu gering kalkuliert habe, nachdem die Tarifverhandlungen unter Dach und Fach gewesen waren. Informationen der Klinik zufolge werden 500 Millionen Kronen benötigt, um die Gehaltserhöhungen auszahlen zu können, die nach einer Vereinbarung mit den Ärzten im Jahr 2017 ausgelegt worden waren.

Die doppelte Summe wird benötigt, um die Gehaltserhöhungen der gesamten medizinischen Belegschaft zahlen zu können.

Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir sagte, dass auch wenn es langfristig wichtig sei, die Finanzierung des Gesundheitswesens sicherzustellen, dieses besser organisiert werden müsse und schlug vor, dass die neue Gesundheitspolitik der Regierung Teil der Finanzierung werde.

Die Universitätsklinik hat bereits umfangreiche Restrukturierungen hinter sich, um das betriebliche Defizit auszugleichen. Die leitenden Positionen im Krankenhaus sind reduziert worden, die Schichtzulagen von Krankenschwestern und Hebammen wurden gekürzt. Ebba findet jedoch, dass dies Massnahmen seien, die die Klinik nicht hätte ergreifen sollen.

“Die Leute an der Basis haben die Nase voll,” sagte sie.