Multi-Kulti-Politik am Mývatn

Ein Viertel der Einwohner in der Gemeinde Skútustaðahreppur ist ausländischer Herkunft, berichtet RÚV. Der Anteil der ausländischen Mitbürger im ganzen Land im Vergleich beträgt 13 Prozent.

Die Gemeinde hat sich daher seit einem Jahr Multi-Kulti auf ihre Fahnen geschrieben, um die neuen Einwohner willkommen zu heissen und besser zu integrieren.

Skútustaðahreppur umfasst auch das Gebiet um den Mývatn, einem der beliebtesten Touristenziele in Nordisland. Der Besucherstrom hat in den vergangenen Jahren zu einem ordentlichen Bevölkerungszuwachs geführt.

Mehr als 40 Prozent seit dem Jahr 2013, was erfrischend für uns ist, aber die Infrastruktur auch belastet.” sagt Bürgermeister Þorsteinn Gunnarsson, der den Zuwachs durch den Tourismus erklärt. “Ausländische Arbeitskraft ist die Grundlage. Wir befinden uns in der unwöhnlichen Lage, dass ein Viertel der Bevölkerung hier bei uns ausländische Mitbürger sind, daher ist es sehr wichtig, sie in unserer Gemeinschaft willkommen zu heissen.”

Die multikulturelle Politik der Gemeinde war seit einem Jahr vorbereitet worden, sie umfasst lokale Dienstleistungen für die Zuzügler, und Unterstützungsmöglichkeiten für ausländische Schüler. Ausserdem wird geprüft, wie die Gemeinde ihren neuen Mitbürgern eine gute Lebensqualität ermöglichen kann.

Der Skútustaðahreppur ist nicht die einzige isländische Gemeinde, die sich für die Bedürfnisse ihrer ausländischen Mitbürger einsetzt. In der Nachbargemeinde Norðurþing gibt es sogar einen multikulturellen Gemeindevertreter in Teilzeitanstellung. Beide Gemeinden planen für diesen Bereich jedoch Vollzeitstellen.

Stürmischer Dienstag mit Böen über 30 m/s

Der Sturm, der zur Zeit durch das Südland fährt, hat an einigen Orten in Böen 40 m/s erreicht, die gelbe Warnstufe gilt daher bis Mitternacht.

Mit Böen dieser Stärke muss vor allem am Eyjafjöll und am Reynisfjall gerechnet werden, berichtet RÚV.

In Vík wurde es nach 15 Uhr so richtig stürmisch, die Freiwilligen der nationalen Rettungsorganisation Landsbjörg befinden sich in Alarmbereitschaft.

Das angekündigte Wetter hat sich eingestellt und soll bis Mitternacht andauern,” erklärte Óli Þór Árnason vom isländischen Wetterdienst.

In der Nacht beruhigt es sich etwas, morgen früh frischt es dann noch mal auf, in der Region soll es dann aber etwas ruhiger werden.”

Für das Öræfasveit, das Gebiet unterhalb des Öræfajökull auf dem Weg zur Gletscherlagune Jökulsárlón, bleibt die Sturmwarnung für morgen jedoch bestehen.

Vor den bekannten Berghängen finden Autofahrer Tafeln mit den Windgeschwindigkeiten – die Stärke der Windböen kommt in der letzten, roten Ziffer zum Ausdruck. In Island wird der Wind in Metern pro Sekunde gemessen, eine Umrechnungstabelle findet man hier.

Bitte informieren Sie sich immer vor Fahrtantritt über Wetter, Strassenzustand und Warnmeldungen und passen Sie Ihre Reisepläne den Bedingungen an.