WM-Nationalteam steht fest

Die Nationalmannschaft zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Islandpferde in Berlin steht nun endgültig fest. Nationaltrainer Sigurður “Diddi” Barðarson stellte Reiter und Pferde vorgestern im Ladenlokal von Hauptsponsor Lífland in Reykjavík vor.

Bei der Wahl, so schreibt Hestafréttir, war auf Erfolge bei den letzten drei Qualifikationsturnieren geschaut worden, das Íslandsmót Anfang Juli war das letzte der Serie. Ausserdem spielten die Erfolge der Reiter auf Grossturnieren im Ausland eine Rolle bei der Auswahl.

Vier Reiter waren bereits im Jahr 2017 Weltmeister geworden, sie haben das Recht, ihren Titel zu verteidigen und damit einen sicheren Platz in der Mannschaft. Sieben Reiter wurden in der Sportklasse der Erwachsenen gewählt, fünf Reiter treten im Sport der Jugendlichen an. Ausserdem fahren sechs Pferde für die Zuchtprüfungen zur WM.

Hier gibt es die Liste:

Weltmeister von 2017

  • Jakob Svavar Sigurðsson mit Júlía frá Hamarsey (Viergang, Tölt)
  • Gústaf Ásgeir Hinriksson mit Sproti frá Innri-Skeljabrekku (Fünfgang, Passprüfung, Tölt am losen Zügel)
  • Konráð Valur Sveinsson mit Losti frá Ekru (Speedpass, Passprüfung, 250 m Pass)
  • Máni Hilmarsson mit Lísbet frá Borgarnesi (Viergang, Tölt am losen Zügel)

Erwachsene

  • Árni Björn Pálsson mit Flaumur frá Sólvangi (Viergang, Tölt am losen Zügel)
  • Ásmundur Ernir Snorrason mit Frægur frá Strandarhöfði (Viergang, Tölt am losen Zügel)
  • Bergþór Eggertsson mit Besti frá Upphafi (Speedpass, Passprüfung, 250 m Pass)
  • Guðmundur Björgvinsson mit Glúmur frá Þóroddsstöðum (Speedpass, 250 m Pass)
  • Jóhann Rúnar Skúlason mit Finnbogi frá Minni-Reykjum (Tölt, Viergang)
  • Olil Amble mit Álfarinn frá Syðri-Gegnishólum (Fünfgang, Tölt, Passprüfung)
  • Teitur Árnason mit Dynfari frá Steinnesi (Passprüfung, Speedpass, 250 m Pass)

Jugendliche

  • Ásdís Ósk Elvarsdóttir mit Koltinna frá Varmalæk (Tölt, Viergang)
  • Benjamín Sandur Ingólfsson mit Messa frá Káragerði (Speedpass, Passprüfung, 250 m Pass)
  • Glódís Rún Sigurðardóttir mit Trausti frá Þóroddsstöðum )Fünfgang, Passprüfung, Speedpass, Tölt am losen Zügel)
  • Hákon Dan Ólafsson mit Stirnir frá Skriðu (Viergang, Tölt am losen Zügel)
  • Ylfa Guðrún Svafarsdóttir mit Bjarkey frá Blesastöðum (Fünfgang, Passprüfung)

Zuchtpferde

  • Elja frá Sauðholti 7 J und älter, Reiter Árni Björn Pálsson
  • Nói frá Stóra-Hofi 7 J. und älter, Reiter Árni Björn Pálsson
  • Eyrún Ýr frá Hásæti 6 J. Reiter Eyrún Ýr Pálsdóttir
  • Spaði frá Barkarstöðum 6 J. Reiter Helga Una Björnsdóttir
  • Mjallhvít frá Þverholtum 5 J. Reiter Þórður Þorgeirsson
  • Hamur frá Hólabaki 5 J. Reiter Tryggvi Björnsson

Die Pferde fliegen mit Icelandair Cargo am 29. Juli direkt nach Berlin, einige Teammitglieder und Vertreter der Nationalmannschaft begleiten sie auf ihrer Reise. Das Team selbst fährt am 31. Juli nach Berlin, wo die WM am Sonntag den 4. August eröffnet wird und eine Woche dauert.

Die Auswahl der Pferde ist immer ein besonderer Akt für Isländer, weil das erwählte Pferd nicht nur die Ehre hat, sein Land vor den Augen der Welt zu vertreten, sondern auch, weil es nach der Weltmeisterschaft nicht wieder zurückfliegen darf. Strenge Seuchenschutzbestimmungen verbieten die Einfuhr und Wiedereinfuhr von Pferden nach Island, durch die jahrhundertelange Isolation ist die Rasse extrem empfindlich für alle Arten von Keimen und Krankheiten. Das ist auch der Grund, warum die Pferde erst so kurz vor dem Turnier ausgeflogen und auf dem Turniergelände in Isolation gehalten werden. Erfahrungswerte haben gezeigt, dass sie den Export mit anschliessendem Höchstleistungsdruck auf diese Weise am besten verkraften.

In der Regel haben die ausgeflogenen WM-Pferde schon vor dem Export einen neuen Besitzer. In seltenen Fällen wurde erst nach der WM ein Käufer gefunden.

 

Tag des Islandhundes wird gefeiert

Heute wird in Island der Tag des Islandhundes begangen. Zum vierten Mal wird die Hunderasse im ganzen Land mit besonderen Veranstaltungen gefeiert, um sie der Bevölkerung bewusst sichtbar zu machen, berichtet RÚV.

Die Rasse galt nämlich eine zeitlang als fast ausgestorben. Der Islandfreund Mark Watson hat grössten Anteil daran, dass sie vor der Ausrottung bewahrt wurde. Heute wird daher auch sein Geburtstag gefeiert, Watson wäre 113 Jahre alt geworden.

Eine Rassevorstellung findet um 14 Uhr im Volksmuseum Árbæjarsafn in Reykjavík statt, wo die Vorsitzende des Zuchtvereins, Stefanía Sigurðardóttir, einen Vortrag über die Geschichte des “Volkshundes”, seine Farbvielfalt und Eigenschaften halten wird, heisst es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Heute feiert auch der isländische Hundezuchtverband (HRFÍ) seinen 50. Geburtstag. Das Thema des diesjährigen Fotowettbewerbs ist natürlich der Islandhund.

Wie die vormalige Verbandsvorsitzende Þórhildur Bjartmarz verrät, hatte Mark Watson zu seiner Zeit einige Islandhunde gesammelt, um sie zu exportieren und im Ausland eine Reinzucht der Rasse zu beginnen und sie so vor dem Aussterben zu bewahren. Damals waren nämlich nur noch zwei Hündinnen in ganz Island übrig gewesen. Diese beiden Hündinnen gelten als die Stammmütter der heutigen Zucht.

 

Hafenparkplatz wird Freizeitgelände

Der vormalige Hafenparkplatz Miðbakkinn in Downtown Reykjavík ist am vergangenen Freitag in ein Freizeitgelände für Familien umgewandelt worden, berichtete Vísir.

Dort gibt es nun einen Fahrradparcours für Kinder, eine Skatebahn und ein Basketballspielfeld. Der Skatepark war in Zusammenarbeit mit dem Skater und Grafittikünstler Steinar Fjeldsted entworfen worden, der in Reykjavík eine Skateboardschule betreibt, Die Fahrradlehrerin und Aktivistin Sesselja Traustadóttir hatte den Zweiradparcours entworfen. Junge Künstler hatte den Boden bemalt, dort sieht man eine riesige Krabbe, einen Fisch und einen Seemannsknoten auf dem Asphalt.

Es hatte Musik und Strassenimbiss bei der Eröffnung gegeben, und beides wird auch vom 19. bis 21. Juli wieder vor Ort sein, wenn das erste isländische Strassenfest in Miðbakkinn stattfindet. Dort gibt es dann Verkaufsbuden, mobile Cafés und allerhand Veranstaltungen.

Das wird ein sehr lebendiges und lustiges Gelände, was einmal ein Parkplatz war und nun Teil des öffentlichen Geländes für Reykjavíker Bürger geworden ist,” sagte Sigurborg Ósk Haraldsdóttir, die Leiterin des Planungsbüros der Hauptstadt.

Weil es nämlich nicht mehr in einen Parkplatz zurückverwandelt wird … die Idee ist, dass das Gelände mit der Zeit dauerhafte Möglichkeiten für diese Sportarten und alle möglichen Aktivitäten am Hafen bieten soll.”