Þingvallavegur wegen Bauarbeiten bis zum Herbst gesperrt

Die Strassenbauarbeiten am Þingvallavegur (36), die nördliche Route durch den Nationalpark Þingvellir, sollen in diesem Sommer beendet werden. Daher wird die Route ab morgen für jeglichen Verkehr gesperrt, mit einer Öffnung ist nicht vor dem Herbst zu rechnen, berichtet RÚV.

Wie der Pressesprecher des Tourismusverbandes, Skapti Örn Ólafsson mitteilte, verursachten solche Sperrungen immer Störungen, gleichzeitig begrüsse er jedoch die Arbeiten, weil sie Sicherheit schafften und die Verkehrsbedingungen in Þingvellir verbesserten.

Im vergangenen Jahr hätte die Sperrung keine nennenswerte Auswirkungen auf die Reiseanbieter gehabt, obwohl die Vorwarnzeit nur kurz gewesen war.

Die Strasse wird östlich des Servicezentrums gesperrt, bis zum Zentrum ist der Weg jedoch befahrbar.

Der Vallavegur soll bis dahin repariert sein, für grosse Fahrzeuge eignet die schmale Ausweichstrasse nicht. Die Strassenverwaltung bittet darum, während der Sperrung der Hauptstrasse eher in kleinen Fahrzeugen nach Þingvellir zu reisen. Dies gilt vor allem für Busunternehmen.

Im vergangenen Jahr habe dies gut funktioniert, gibt Björn Ragnarsson, der Geschäftsführer von Kynnisferðir an. Er sei sehr zufrieden mit den Reparaturarbeiten am Þingvallavegur. Der Vallavegur sei hingegen sehr schmal und für Busse schwierig zu befahren, zumal Büsche über die Strasse wucherten, doch diese seien zurückgeschnitten worden.

Duran Duran spielt in Reykjavík

Die britische Band Duran Duran wird Ende Juni ein Konzert in Island abhalten, berichtet RÚV. Damit tritt die legendäre Popband zum zweiten Mal in Island auf – das letzte Mal besuchte sie die Insel im Jahr 2005.

Mit Ohrwürmern wie “Hungry Like the Wolf,” “Rio,” “Notorious,” und “A View to a Kill,” hat Duran Duran über vier Jahrzehnte zuverlässig gute Popmusik komponiert, dabei mehr als 100 Millionen Platten verkauft, zwei Grammys gewonnen, zwei Brit Awards, und ist für sieben Preise für ihr Lebenswerk nominiert worden.

Die Show, die Duran Duran in 2005 in Island geliefert hat, sei nur ein müdes Vorspiel von dem, was die Band am 25. Juni abhalten will, wird Sänger Simon Le Bon in einer Pressemitteilung zitiert. “Das wird eine riesige Party, ein Knaller! Ich freue mich darauf, die ganze Nacht aufzubleiben, wie beim letzten Mal.”

Das Konzert findet am 25. Juni in der Laugardalshöll in Reykjavík statt. Eintrittskarten gibt es ab dem 24. April um 10 Uhr morgens bei Tix.is.

 

Bäckerei erhöht die Preise weil Löhne steigen sollen

Vilhjálmur Þorláksson, der Geschäftsführer von Islands grösstem Bäckereiunternehmen Gæðabakstur, sagt, sein Unternehmen sei gezwungen, die Preise zu erhöhen. Dies geschehe nicht nur wegen der tariflichen Lohnerhöhungen, sondern auch weil die Rohstoffpreise gestiegen seien, berichtet Vísir. Etwa die Hälfte der Unternehmensausgaben entfielen auf die Löhne, daher wolle er lieber die Preise erhöhen als Leute entlassen.

Harsche Kritik hatte es vor Ostern in der Öffentlichkeit gegeben, als das Grosshandelsunternehmen ÍSAM eine Preiserhöhung von 3,9 Prozent für seine Waren ankündigte, falls dem ausgehandelten Tarifvertrag zugestimmt werde.

Kurz darauf präsentierte dann die Grossbäckerei Gæðabakstur, die unter anderem die Kristjánsbakarí betreibt, ihr Vorhaben, die Preise um 6,2 Prozent zu erhöhen. Das Unternehmen sei, so der Manager, zu der Preiserhöhung gewungen.

Die Rohstoffpreise beim Mehl sind bei uns im letzten Jahr um 30 Prozent in die Höhe gegangen. Wegen der schlechten Ernte in dem Jahr. Wir hatten einen Liefervertrag der nach der Jahreswende auslief. Die Lohnerhöhungen sind bedrohlich. Die Lieferkosten für die Waren, die wir ausser Landes schicken müssen, sind um sechs Prozent gestiegen. Dann sind da Preiserhöhungen, die bei den Rohstoffen durch den Wechselkurs zustande kommen. Daher ist es eine Notlösung, zu der wir nun greifen,” begründet Vilhjálmur die Entscheidung seines Unternehmens.

Die Preise seien seit 15 Monaten nicht erhöht worden. Er rechne damit, dass dem Tarifvertrag zugestimmt werde, und den zu erwartenden Lohnerhöhungen müsse in irgendeiner Form begegnet werden.
“In den vergangenen Jahren haben wir in unserem Unternehmen verschlankt und verbessert, aber mehr ist einfach nicht mehr drin,” sagt er. Im Unternehmen sind 170 Mitarbeiter beschäftigt, die Lohnerhöhungen machen dann pro Monat fünf Millionen Kronen aus.

Auf die Frage, ob es denn keine andere Möglichkeit gebe, die Kosten zu decken und die Preiserhöhungen zurückzuziehen, bedauert Vilhjálmur. “Nein, ich rechne damit dass wir das durchziehen müssen. Wir haben keine tiefe Tasche, in die wir greifen können. Leider.”