Radler von Arnavatnsheiði gerettet

In der vergangenen Nacht mussten Freiwillige des Rettungsteams Húni in Hvammstangi ausrücken, um amerikanische Fahrradtouristen von der Arnavatnsheiði in Nordisland zu holen, wo sie in schweres Regenwetter geraten waren, berichtet RÚV.

Drei Stunden, nachdem die vier Touristen von Hvammstangi aus losgeradelt waren, hatten sie gegen ein Uhr Nachts um Hilfe gebeten, weil sie kalt und nass geworden waren.

Dank der GPS-Daten konnten die Radler leicht gefunden werden. Sie hatten ihr Zelt beim Ólafsvörður im Gebiet des Stórasandur nördlich des Langjökull aufgeschlagen. Das Zelt war von innen wie aussen nass geworden.

“Denen fehlte sonst nicht, die waren nur kalt und nass, aber sie wagten sich einfach nicht weiter,” kommentierte Teamleiter Gunnar Örn Jakobsson RÚV gegenüber. Die vier Touristen seien ganz passabel ausgerüstet gewesen, aber der Weg in den Stórasandur sei kein Fahrradweg und das Wetter dort auch für den restlichen Abend sehr wechselhaft.

Es nahm einige Zeit in Anspruch, die Fahrräder auseinanderzubauen, damit sie in die Fahrzeuge des Rettungsteams passten und nicht zurückgelassen werden mussten. Doch dann konnten die Touristen im warmen und winddichten Geländewagen nach Hvammstangi zurückfahren. In den Morgenstunden besserte sich das Wetter in der Region.

Papageitaucherküken verhungern

Auf der Westmännerinsel Heimaey sind in diesem Sommer tausende von Papageitaucherküken verhungert, berichtet RÚV. Das gleiche Schicksal ereilt derzeit auch Jungvögel in den traditionellen Brutgebieten in Norwegen und auf den Britischen Inseln. Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus ganz Europa untersucht das Phänomen. Offenbar spielen die globale Erwärmund und die Überfischung der Meere eine zentrale Rolle.

Die Forscher studieren die Papageitaucherkolonien auf der Insel Grímsey, auf den Westmännerinseln, in Südisland, aber auch auf der Insel Røst in Norwegen, sowie auf der Insel Skomer vor der walisischen Küste. Der Papageitaucherbestand ist in all diesen Gegenden dramatisch zurückgegangen, und offenbar ist die globale Erwärmung dafür verantwortlich. Man glaubt, dass die steigende Meerestemperatur dazu führt, dass Kaltwasserfischarten nach Norden abwandern. Damit verschwinden sie aus den Brutgebieten der Vögel. Schleppnetzfischer auf der Jagd nach Sardinen und Sandaalen fischen den Papageitauchern zusätzlich die Nahrung weg.

Auf Heimaey konnte man einst die grösste Papageitaucherpopulation der Welt finden. In diesem Sommer gab es tausende von toten Jungvögeln.

“In manchen Jahren werden die Eier nicht ausgebrütet, oder die Küken überleben nicht lange, In der vergangenen Woche etwa fanden wir eine grosse Menge an frischgeschlüpften Küken, die sehr wahrscheinlich alle verhungert sind,” sagt Dr. Annette Fayet, Expertin für Papageitaucher von der Universität Oxford in einem Interview mit RÚV. Dr. Fayet ist derzeit damit beschäftigt, Vögel zu markieren und Kameras aufzustellen, um herauszufinden, mit welchem Fisch die Vögel ihre Jungen füttern.

Obwohl Papageitaucher zu den bedrohten Vogelarten gehören, werden sie in Island immer noch für den Restaurantteller gejagt. Dr. Fayet hält die Praktik angesicht des Bestandsrückgangs für nicht gerechtfertigt. Ohne sofortige Schutzmassnahmen werde der Papageitaucher wie viele andere Seevogelarten ausgerottet.

Imker besorgt über Pestizidgebrauch

Islands Imker zeigen sich besorgt darüber, dass die Verwendung von Pestiziden und anderen Chemikalien die Gesundheit ihrer Bienen gefährdet, berichtet RÚV. Der Bienenzüchterverband hatte eine Anfrage zur Angelegenheit an die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörde MAST geschickt.

Pestizidkontrolle gehört nicht zum Aufgabenbereich von MAST, wohl aber die Gesundheit der Bienen. In einer Mitteilung auf der Webseite fordert MAST alle Pestizidverwender auf, die Substanzen mit Vorsicht einzusetzen, um Schäden zu verhindern. Bei Verwendung eines Pestizids müsse sichergestellt werden, dass die Substanz mit nichts anderem in Berührung komme. Landwirte sind aufgefordert, die Nachbarn zu informieren, wenn sie Pestizide auf ihr Getreide sprühen.

Honig kann pestizidbelastet sein, wenn die Bienen ihren Nektar in kontaminiertem Gebiet sammeln.

Insgesamt gibt es in Island mehr als 100 Imker. Die isländischen Bienen stammen von der Insel Gotland und sind, anders als ihre Artgenossinnen im Ausland, frei von jeglichen Krankheiten.